1. wa.de
  2. Lokales
  3. Bergkamen

Havarie auf dem Datteln-Hamm-Kanal: Diesel läuft im Hafen des Steag-Kraftwerks aus

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Stephanie Tatenhorst

Kommentare

null
Schiffsunfall auf dem Datteln-Hamm-Kanal: Um an die Unglücksstelle im Hafenbecken zu gelangen, mussten die Feuerwehrleute über das Kraftwerksgelände. © Karin Hillebrand

Heil - Beim Rangieren hat ein Schiff im Hafen des Steag-Kraftwerks ein zweites touchiert und damit eine Leckage am eigenen Heck verursacht. Aus der abgerissenen Kraftstoffleitung floss Diesel in den Kanal.

Die Betriebsfeuerwehr rief die Freiwillige Feuerwehr Bergkamen mit den Einheiten Rünthe, Heil und Oberaden zur Hilfe. 

Es war 15.40 Uhr, als der Melder von Dirk Kemke auslöste und der amtierende Leiter der Einheit Rünthe mit 31 weiteren Kräften an die Kanal gerufen wurde. 

Noch Stunden später hing der beißende Geruch des ausgelaufenen Treibstoffs über dem Kanal. Was war passiert? Ein entladenes Kohleschiff hatte sich wieder auf den Weg machen wollen und war dazu rückwärts aus dem Hafenbecken gefahren. 

Beide Schiffe am Heck beschädigt

„Dabei berührte es ein an der Kaimauer liegendes Schiff, das gerade mit Gips beladen wurde“, erklärte Florian Adamek, Pressesprecher der Steag GmbH. Beide Schiffe wurden am Heck beschädigt, nach ersten Erkenntnissen trat aber nur am Kohleschiff Dieselkraftstoff aus, der in den Kanal strömte.

„Unsere Betriebsfeuerwehr war dann sofort zur Stelle und alarmierte die Behörden sowie die Feuerwehr hinzu“, sagte Adamek.

Um in den Hafen zu kommen, musste die Freiwillige Feuerwehr Bergkamen mit den Fahrzeugen über das Kraftwerksgelände zum Kanal fahren, außerdem war das Boot der Einheit Rünthe im Einsatz, mit dem die Feuerwehrleute von der Wasserseite aus arbeiten konnten.

Ölsperre auf dem Datteln-Hamm-Kanal

 „Wir haben eine Ölsperre gezogen, damit der Kraftstoff nicht weiter in den Kanal fließen konnte, sondern im Hafenbecken blieb“, erklärte der Rünther Dirk Kemke, der vor Ort schließlich die Einsatzleitung übernommen hatte.

Neben den Einheiten Rünthe, Heil und Oberaden waren auch die Wasserschutzpolizei, das Ordnungsamt der Stadt Bergkamen sowie die Untere Wasserbehörde des Kreises Unna vor Ort, um die Arbeiten zu verfolgen. Angefordert wurde zudem eine Spezialfirma, damit der ausgelaufene Dieselkraftstoff von der Wasserfläche abgesaugt werden konnte.

Spezialfirma saugt Kraftstoff ab

Gegen 18 Uhr konnte Dirk Kemke die Einsatzstelle wieder zurück an die Betriebsfeuerwehr übergeben, die Freiwilligen Feuerwehrleute rückten wieder ab. Zurück blieb lediglich der Lichtmast der Einheit Oberaden, mit dem das betroffene Gebiet ausgeleuchtet wurde, damit die Spezialfirma beim Absaugen des Kanals genügend sehen konnte.

Auch interessant

Kommentare