Hanfplantage und Waffen gefunden: Mann aus Bergkamen unter Verdacht

Bergkamen/Dortmund – Ein Bergkamener (39) steht wegen jahrelangem Drogenanbaus und des Verdachts des bewaffneten Drogenhandels vor dem Dortmunder Landgericht. Er war zu Prozessbeginn geständig – in der Hoffnung auf ein mildes Urteil.

Nach seinen Angaben hat er in seiner damaligen Mietwohnung an der Burgstraße zwischen 2013 und 2017 eine stetig wachsende Marihuanaplantage betrieben. „Ich war damals Hartz-IV-Empfänger und regelmäßiger Konsument. Da ich kein Geld hatte, habe ich selber angebaut“, berichtete der sichtlich aufgeregte ehemalige Drogenkonsument. 

Gegen Ende 2017 geriet sein Anbau offenbar in Gefahr – der Vermieter plante das Haus zu verkaufen, es drohten Wohnungsbesichtigungen und die Kündigung wegen Eigenbedarfs: „Da habe ich noch einmal die Plantage aufgestockt, wollte für mich möglichst viel anbauen und ernten, da ich nicht wusste, ob das in einer neuen Wohnung wieder möglich sein wird.“

Polizei findet Schlagringe, Messer und Wurfsterne

 Verkauft habe er regelmäßig grammweise an einen Freund, dies aber eher als Gefälligkeit. Heikel könnte es für den Bergkamener werden, dass in seiner Wohnung diverse Waffen wie ein Teleskopschlagstock, Schlagringe, Messer und Wurfsterne gefunden wurden. Seine Erklärung: Das seien das großteils Erbstücke und Geschenke, er sei damals ein Waffensammler gewesen. 

Die Staatsanwaltschaft hat ihn jedoch wegen bewaffneten Drogenbesitzes und Handel angeklagt. Er habe die Waffen besessen, um sich gegen die Wegnahme der Drogen verteidigen zu können. Mittlerweile lebt der Bergkamener nach eigenen Angaben ein völlig drogenfreies Leben und hat einen festen Arbeitsplatz. Der Prozess wird in der nächsten Woche fortgesetzt.

Rubriklistenbild: © dpa

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