Haftstrafe für Drogenschmuggler

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Unna/Bergkamen – Ein medizinischer Notfall enttarnte den Passagier eines Reisebusses im Herbst auf der A2 in Bergkamen als Drogenkurier. Nun musste sich der 55-Jährige vor dem Amtsgericht Unna verantworten.

300 Euro „Lohn“ sollte der Mann aus Polen dafür erhalten, dass er knapp 500 Gramm Kokain von den Niederlanden aus über Deutschland nach Breslau schmuggelte. 

Das Angebot überzeugte ihn. Ende November vergangenen Jahres setzte er sich in den Reisebus. Die Drogen steckten derweil in seinem Hosenbund. Die Fahrt endete jedoch früher, als er es erhoffte. 

In Bergkamen erlitt er einen epileptischen Anfall, Sanitäter wurden gerufen und die entdeckten bei der Gelegenheit die verbotene Fracht am Körper des 55-Jährigen. 

300 Euro für die Drogenfahrt

Der landete daraufhin in Untersuchungshaft. Wegen unerlaubter Einfuhr von Drogen und Beihilfe zum Handel mit Betäubungsmitteln stand der Mann am Dienstag vor dem Schöffengericht in Unna und räumte das Ganze umgehend ein. 

Das Kokain habe er in Breslau an einen Mann übergeben sollen, der sich telefonisch bei ihm habe melden wollen. Damals habe er ohnehin nach Polen zurückkehren wollen, weil seine Lebensgefährtin krank sei. Und die 300 Euro, die er für den Schmuggel hätte bekommen sollen, seien für ihn sehr viel Geld. Denn immerhin beziehe er lediglich 200 Euro Rente. 

Hätte er aber geahnt, wie das Ganze enden würde, hätte er sich ganz bestimmt niemals darauf eingelassen. Die große Menge sprach gegen ihn. Strafmildernd wirkten sich dementgegen das frühzeitige Geständnis und ein leeres Strafregister aus. Er wurde zu zwei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Verbüßen wird er diese Strafe vermutlich in seiner Heimat.

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