Überschwemmung am Sesekedeich bedroht Wildgehege

Plötzlich Wasser vor Gut Velmede: Feuerwehr pumpt Stunden mit drei Maschinen, bis Erleicherung aufkommt

Die Pumpe der Feuerwehr Bönen leistete wichtige Dienste. Zwei weitere mit jeweils doppelter Leistung wurden hinzugezogen, lange Zeit sank der Pegel aber nicht.
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Die Pumpe der Feuerwehr Bönen leistete wichtige Dienste. Zwei weitere mit jeweils doppelter Leistung wurden hinzugezogen, lange Zeit sank der Pegel aber nicht.

Der Unwetterregen hatte gut 24 Stunden aufgehört, aber vor Gut Velmede am Rand von Weddinghofen liefen plötzlichen Wassermassen auf. Die Feuerwehr stoppte sie in einer Technikschlacht.

Bergkamen – Das Ärgste schien geschafft, nachdem Bergkamens Feuerwehrkräfte im Donnerstag gegen 3 Uhr den härtesten Einsatz aller Zeiten beendeten und sich nach der Verschnaufpause entspannter der verbliebenen Arbeit widmen konnten. Doch am Abend war wieder reichlich Wasser da: Vor Gut Velmede, an der Lünener Straße vor der A 2 und dem Sesekedeich gelegen, staute sich plötzlich Wasser.

Düker verstopft? Lippeverband prüft

Wo es herkam, blieb ein Rätsel, dass es viel wird, war schnell klar, wie Feuerwehrsprecher Patrick Gundlach berichtete. Die Einsatzkräfte brachten ihre Pumpe in Stellung, um das Wasser über den Deich in den Bach zu Pumpen. Das müsste eigentlich das Pumpwerk des Lippeverbandes am anderen Ufer leisten. Vermutet wurde, dass der Düker dorthin verstopft war. Der Lippeverband prüft das noch.

Hochwassereinsatz auf Gut Velmede in Bergkamen

Hochwassereinsatz auf Gut Velmede in Bergkamen
Hochwassereinsatz auf Gut Velmede in Bergkamen
Hochwassereinsatz auf Gut Velmede in Bergkamen
Hochwassereinsatz auf Gut Velmede in Bergkamen
Hochwassereinsatz auf Gut Velmede in Bergkamen

Verstärkung kam aus Bönen mit einer Pumpe und dem Aggregat der Kreisfeuerwehr sowie der Werkfeuerwehr von Bayer. Zusammen 25 Kubikmeter Förderleistung pro Stunde genügte bis zum frühen Nachmittag nicht, um den Anstieg aufzuhalten. Dann zeigte sich an den Pegeln der Erfolg.

Am Damwildgehege Nottötung befürchtet

Aufatmen ließ die Wende auch Rolf Humbach, der auf der Südseite der Seseke neun Stück Damwild in einem Gehege hält. Die Feuerwehr zog eine Tierrettung in Betracht, mit dem Kreisveterinär erörtert der Halter schon eine Nottötung, falls das Wasser auf dem zur Hälfte überfluteten Areal weiter steigen würde. Einfach woanders hinbringen ließe sich das Damwild nicht. Doch die beteiligten THW-Kräfte taten noch eine Pumpe auf und warfen sie vorm Gehege an. Die Tiere bekommen es zurück.

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