Verdachtsfall bestätigt sich nicht

Grünkohl unverdächtig: Kein erhöhter PCB-Wert in Bergkamen

Analysen von Grünkohlpflanzen ergaben keinen besorgniserregende PCB-Befund.
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Analysen von Grünkohlpflanzen ergaben keinen besorgniserregende PCB-Befund.

Entwarnung in Bergkamen: Der PCB-Verdacht, aufgrund dessen im vergangenen August für zwei Bereiche im Stadtgebiet einvorsorgliches Verzehrverbot von selbst angebautem Blattgemüse herausgebeben worden war, hat sich als unbegründet herausgestellt.

Bergkamen – „Die Ergebnisse liegen im Bereich der Hintergrundbelastung für Nordrhein-Westfalen“, teilte die Bezirksregierung Arnsberg mit. Das ist das Ergebnis einer Beprobung mit Grünkohl durch das Landesumweltamt, das nun vorliegt.

Im Gebiet nördlich der Fritz-Husemann-Straße im Bereich Buchenweg, Nußbaumweg, Zum großen Holz, Körnerstraße mit einem Teilabschnitt der Gartensiedlung sowie dem Areal nördlich und südlich der Erich-Ollenhauer-Straße im Bereich der Einmündung Binsenheide kann in Feldsalat, Spinat, Rucola und alles weitere Gemüse, von dem die Blätter verzehrt werden, wieder – und konnte letztlich auch immer – beherzt zugebissen werden.

Es wird weiter geprüft

2019 hatte es Hinweise auf eine erhöhte PCB-Belastung gegeben. Daraufhin war im Frühjahr an vier Messpunkten Löwenzahn auf poly-chlorierte Biphenyle (PCB), dioxinähnliche PCB (dl-PCB) sowie Dioxine und Furane (PCDD/F) untersucht worden. An zwei Stellen wurde „der Orientierungswert für den maximalen Hintergrundgehalt“ für PCB- und dl-PCB-Werte überschritten, so dass mit Grünkohl eine standardisierte Untersuchung durchgeführt wurde. Die gab nun Entwarnung. Die Bezirksregierung erklärte allerdings, dass auch 2021 erneut auf die Giftstoffe überprüft wird. „Man will sich nicht auf eine einjährige Untersuchungsphase beschränken“, erläutert Sprecher Christoph Söbbeler. Wie es zu den erhöhten Werten, die zum Anfangsverdacht führten, gekommen ist, ist unklar.

Als Verursacher galt zunächst die seit einiger Zeit zum Konzern Remondis gehörende „M&R Recycling Solutions GmbH“ an der Rathenau Straße, die Elektroschrott wiederverwertet. Ein Verdacht, der bislang nicht erhärtet wurde. Es könnte sich auch um Altlasten auf dem Gelände handeln, hieß es damals. In gemeinsamer Anstrengung seien aber trotzdem „zusätzliche Emissionsminderungsmaßnahmen“ unternommen worden und sollen weiter folgen.

Die bisherigen Prozesse seien „ausgeschärft“ worden, so Söbbeler, der davon berichtet, dass M&R „sehr akribisch“ der Frage nachgegangen sei, welches Material angeliefert werde und wo in der Verarbeitung mit Emissionen zu rechnen sei, um noch sauberer arbeiten zu können.

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