Grubenwasser-Leitung zur Lippe wird erneuert

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Vor zwei Jahren hatte die RAG Maßnahmen gegen die Geruchsbelästigung ergriffen und den Anwohnern vorgestellt.

Bergkamen - Im Zuge der Umgestaltung des ehemaligen Bergwerkgeländes Haus Aden zur „Wasserstadt“ wird die RAG die Grubenwasserableitung und den Hochwasserabschlag des Pumpwerks Oberaden erneuern.

Zunächst muss die bereits bestehende Trasse zwischen Datteln-Hamm-Kanal und B61 an der Ortsgrenze zu Lünen vom Bewuchs befreit werden. Die Arbeiten starten laut Ruhrkohle AG Ende Januar/Anfang Februar. Sie müssen wie alle anderen Vegetationsarbeiten bis zum 28. Februar abgeschlossen sein. Die alte Leitung wird nach Angaben der RAG durch eine neue Rohrleitung ersetzt. Außerdem kommt eine zweite Leitung als Ersatz und Unterstützung hinzu. Beide Rohre unterqueren zukünftig den Datteln-Hamm-Kanal in begehbaren, fast drei Meter hohen Röhren und enden in der Lippe.

Maßnahmen gegen Geruchsbelästigung 

Die neuen Leitungen sollen in einem quasi geschlossenen System so konzipiert werden, dass von dem Grubenwasser voraussichtlich keine Geruchsbelästigung mehr ausgeht. Darüber hatten sich in der Vergangenheit einige Male Anwohner der Königslandwehr in Bergkamen und ihre Nachbarn auf der Lüner Seite beschwert. Vor zwei Jahren waren wegen des Gestanks bereits die Übergabestellen zum Düker unter dem Datteln-Hamm-Kanal auf der Seite des Bergwerkes Haus Aden und in der Nähe des Siedlungsbereiches sowie etliche Kanaldeckel stärker abgedichtet worden. 

Einleitung unter dem Wasserspiegel 

Die neue Druckrohrleitung wird unterhalb des Lippewasserspiegels eingeführt werden, um auch direkt an der Einleitstelle keine Geruchsentwicklung mehr zu haben. Ab 2023/24 sollen laut Abschlussbetriebsplan dort jährlich rund 13 Millionen Kubikmeter Grubenwasser aus dem gesamten östlichen Revier gehoben und der Lippe zugeführt werden. Für die Arbeiten im Landschaftsschutzgebiet wurden die Anträge zur Genehmigung bei der zuständigen Behörde des Kreises Unna über die Bergbehörde Dortmund gestellt. Für die Rodungsarbeiten wurden ebenfalls die Anträge eingereicht. 

Arbeiten dauern zwei Jahre

Die Tiefbauarbeiten für die Rohrleitungen werden ca. zwei Jahre dauern und beginnen im Zeitraum Ende Mai/Anfang Juni. Während dieser Zeit wird die Straße Am Rothenbach – schon auf Lüner Gebiet – aufgrund der Arbeiten für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Eine Ausnahme stellt der Anlieferungsverkehr der Firma Knepper dar. Die Sperrungen betreffen auch die Zufahrten der Königslandwehr und Kleinen Heide zum Am Rothenbach. Die Straßen werden während der Arbeiten regelmäßig gereinigt.

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