Umbau durchläuft drei Phasen

Fesch und funktional: Stadtmuseum bekommt eine goldene Fassade

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Ein neues Aushängeschild der Stadt soll das Stadtmuseum werden. Im Entwurf des Architekten Markus Meier soll in den Neubau im linken Bereich eine Cafeteria einziehen und eine neue Fassade den Altbau (rechts) schmücken.

Der neue Entwurf für den Ausbau des Stadtmuseums hat es in sich. Kein Wunder, denn binnen der nächsten zwei Jahre sollen 5,89 Millionen Euro in Arbeiten im und am Gebäude fließen.

Bergkamen – Eine enorme Bedeutung messen die Verantwortlichen der Stadt der Umgestaltung des Stadtmuseums bei. Ein Ort für alle soll es werden, Anlaufpunkt und Forum für alle Bürger der Stadt. Wie genau dieser Anlaufpunkt in Zukunft aussehen soll, stellte der Architekt Markus Meier am Montag den Mitgliedern des Kulturausschusses vor. Er will dem Gebäude mit seinem Plan eine ganz neue Strahlkraft verschaffen.

Bereits mit der Fassade des Altbaus beginnen die Ideen des Hagener Architekten. In mattem Gold soll der Außenbereich künftig erblühen. Doch was rein ästhetisch anmutet, ist in erster Linie funktional. „Es handelt sich um eine Doppelfassade“, erklärt Museumsleiter Mark Schrader. Durch eine sogenannte variable Südverschattung soll es in den Räumen möglich sein, den Lichteinfall besser zu regulieren.

Vor allem in heißen Sommermonaten ist das von Vorteil. Damit sich die Besucher der Hitze besser entziehen können, soll es zudem zeitgemäße Lüftungen in der Cafeteria und dem neuen Multifunktionsraum geben. Letzterer soll unter anderem eine moderne Belichtungsanlage beinhalten.

Darüberhinaus plant Architekt Markus Meier den Einbau einer variablen Bühne, sodass künftig ohne großen Aufwand Kulturveranstaltungen den Weg ins Stadtmuseum finden. Von der Fassade bis hin zur Bühne, alles soll modifizierbar sein. Und auch generell ist es Mark Schrader ungemein wichtig, dass die Umbauten einer sinnvollen Funktion zugutekommen. „Klar, muss es auch ansehnlich sein. Aber die funktionale Komponente überwiegt“, erklärt der Museumsleiter und deutet auf die Nachhaltigkeit des Projekts. „Wir haben ein möglichst dauerhaftes Konzept entwickelt“, betont Schrader. Deshalb seien neue Wasser- und Stromanschlüsse für den Umbau enorm wichtig.

Die Vorderseite des Museums soll eine goldene Fassade bekommen.

Diese und auch folgende Maßnahmen der energetischen Instandhaltung tragen laut dem Museumsleiter dazu bei, dass das Gebäude den neuen technischen Standards wieder genügen wird. Der neue Anbau dürfte besonders Rollstuhlfahrer erfreuen. Denn ein großer Teil der Fördergelder fließt in den Zwischentrakt, der Neu-und-Altbau verbindet. Dort soll ein Treppenhaus mit einem neuen Fahrstuhl entstehen. „Im bestehenden Museum hätte das nicht geklappt. Deswegen ist der Bau des Nebengebäudes ja überhaupt nötig“, sagt Schrader und verweist gleichzeitig auf die Wichtigkeit eines barrierefreien Projekts: „Es geht darum, dass alle beteiligt werden“. Zu den Eingangstüren führt daher bereits eine Rampe für Rollstuhlfahrer.

Der Zwischentrakt ist auch der Bereich, welcher die Umbauten einleiten wird. Erst dann widmet sich die Stadt der Sanierung des Altbaus. „Alles gleichzeitig umzusetzen, ist gar nicht möglich“, beteuert Schrader. Das Projekt, an dem aktuell noch mehrere Planungsbüros feilen, sei nun in drei Phasen unterteilt. Die Neugestaltung des Museumsplatzes soll der letzte Schritt sein und laut Schrader Ende 2020 in Angriff genommen werden. Aber gewiss soll auch dieser genauso glanzvoll daherkommen wie die goldene Fassade.

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