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Bergkamener verpasst erfolglosem Räuber eine brutale Abreibung

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Von: Sylvia Mönnig

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Unabhängigkeit der Justiz - Justitia
Ein Urteil fällt das Gericht. Das muss ein 46-jähriger Bergkamener nun mithilfe eines Haftbefehls lernen. © Peter Steffen

Nachdem sein Sohn in Bergkamen Opfer einer Straftat wurde, nahm ein 46-Jähriger das Recht offenbar in die eigene Hand und verpasste einem Täter eine brutale Abreibung. Die mutmaßliche Selbstjustiz sollte ihn nun vor Gericht bringen. Er fehlte. Das hat böse Folgen.

Im Februar 2020 versuchte eine Gruppe, mehrere Jugendliche auszurauben – was an der erfolgreichen Flucht der Teenies scheiterte. Einer der Angreifer, ein 39-jähriger Lünener, wurde unlängst wegen seiner Beteiligung an der versuchten räuberischen Erpressung zu 18 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

Doch zuvor soll er bereits eine Sanktion der anderen Art erhalten haben. Anfang März 2020, so zumindest der Vorwurf gegen den Vater eines Jugendlichen, sollen er und mehrere Mittäter den erfolglosen Räuber auf der Straße Am Römerberg in eine Garage gedrängt, ihn mit einem Elektroschocker zu Boden gebracht, auf ihn eingetreten und mit einer Eisenstange auf ihn eingeprügelt haben. Der Mann zog sich dabei laut Anklage unter anderem einige Platzwunden zu.

Wegen gefährlicher Körperverletzung sollte sich der Vater nun vor dem Unnaer Schöffengericht verantworten. Er erschien jedoch nicht zu seiner Verhandlung. Eine denkbar schlechte Idee: Es erging ein Haftbefehl.

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