Das Geld reicht: Gästehaus kann gebaut werden

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estlich des Hauptgebäudes der Ökologiestation entsteht bis zum Frühjahr nächsten Jahres das Gästehaus. ▪

HEIL ▪ 1,35 Millionen Euro und keinen Cent mehr – das war die Vorgabe für die Kreisverwaltung und das Umweltzentrum, um das geplante Gästehaus zu bauen. Finanziert aus dem Konjunkturpaket II, weitere Gelder sollten nicht in den Bau investiert werden, lautete der Beschluss des Kreistages. Nach der Sitzung der Kreis-Baukommission, die über die Ausschreibung und Vergabe entscheidet, konnte Dezernent Dr. Detlef Timpe nun grünes Licht geben. Die Summe reicht, um das Übernachtungsgebäude an der Ökologiestation zu verwirklichen. Ende des Monats soll mit den Arbeiten begonnen werden.

„Im Frühjahr wollen wir fertig sein“, kündigte der Dezernent an, der auch Geschäftsführer des Trägers, der Umweltzentrum Westfalen gGmbH, ist. Hätte die kalkulierte Summe nicht gereicht, wäre das Geld in Baumaßnahmen am Haus Opherdicke investiert worden.

Trotz der Zustimmung des Kreistages war lange Zeit nicht klar, ob das Gästehaus zu dem Preis verwirklicht werden kann. Es mussten im Vorfeld Abstriche gemacht werden und auch während der jetzigen, noch nicht beendeten Ausschreibung, wurde deutlich, dass an weiteren Stellen gespart werden muss. Als ein Beispiel nannte Timpe die Fenster. „Wir hatten Dreifach-Verglasung mit Innenjalousetten vorgesehen“, so der Dezernent. Bei der Verglasung bleibt es, die Fenster erhalten allerdings herkömmliche Jalousien. Letztlich brachte die Ausschreibung aber Gewissheit, dass das Gästehaus für 1,35 Millionen gebaut werden kann.

Noch ist die Ausschreibung nicht abgeschlossen. Erstaunlich sei es gewesen, so Dr. Timpe, dass sich in einigen Bereichen die Resonanz der Unternehmen in Grenzen gehalten habe. „Bei der Ausschreibung für die Außendämmung ging sie fast gegen Null“, sagte der Kreisdezernent. Die Gründe sind ausgerechnet in dem Programm zu suchen, das den Bau erst ermöglicht: Wegen des Konjunkturpaketes und der damit verbundenen Baumaßnahmen vor allem im Energiesparbereich an öffentlichen Gebäuden sind zahlreiche Betriebe derzeit bestens ausgelastet – genau das war eigentlich auch der Sinn des Programmes.

Das Grundkorsett für das Gästehaus bleibt. Es soll ein zweigeschossiges Gebäude im Holzsystembau mit Niedrigenergiestandard und 44 Betten entstehen. Zielgruppen sind Schulklassen und Seminarteilnehmer.

Im Herbst beginnt der Bau. „Bis Ende November muss das Gebäude winterdicht sein, damit im Winter innen gearbeitet werden kann“, erläutert Timpe. Der Beginn muss auf alle Fälle noch in diesem Jahr erfolgen, sonst würden die Gelder des Konjunkturpaktes verfallen. Teile der Holzverkleidung werden in vorgefertigtem Zustand angeliefert, was die Arbeiten beschleunigt.

Erst zu einem späteren Zeitpunkt will sich Dr. Detlef Timpe zum Betreiber äußern. Wie berichtet, kommt der Diakonieverein in Frage, der das Gästehaus im Rahmen eines integrativen Konzeptes betreiben könnte. Aber auch der Betrieb in eigener Trägerschaft des Kreises wäre eine Möglichkeit. ▪ hal

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