Zuwendung beschlossen

Freiwillige Feuerwehr erhält 30.000 Euro: Stadt unterstützt Ehrenamt

Der Hochwasser-Einsatz im Juli zeigte der Feuerwehr Bergkamen auch ihre personellen Grenzen auf.
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Der Hochwasser-Einsatz im Juli zeigte der Feuerwehr Bergkamen auch ihre personellen Grenzen auf.

Es ist eine kleine Anerkennung für vorbildlichen Einsatz und großes soziales Engagement: Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Bergkamen erhalten aus der Stadtkasse 30.000 Euro – auch zur Kameradschaftspflege.

Bergkamen – Die Bergkamener können sich auf sie verlassen, wenn’s brennt, es zu Unfällen gekommen ist oder Katzen aus Baumwipfeln gerettet werden müssen. Gemeint ist die Freiwillige Feuerwehr. Die Arbeit der Ehrenamtler zu unterstützen, ist erklärtes Ziel von Stadtverwaltung und Politik. Für Extra-Beschaffungen und Maßnahmen zur Förderung der Kameradschaft in den einzelnen Einheiten gibt’s in diesem Jahr – wie schon 2020 – insgesamt 30.000 Euro.

Werbe-Pavillon und Imagefilm

Im Ausschuss für öffentliche Sicherheit und Ordnung wurde nun – nach Absprache der Beteiligten – entschieden, wie das Geld genau verwendet wird. Demnach soll ein Drittel der Summe in die Anschaffung eines Pavillons und die Erstellung eines neuen Imagefilms fließen. Beides soll nicht zuletzt der Nachwuchsgewinnung dienen. 20.000 Euro werden an die Einheiten in den Stadtteilen zur eigenen Verwendung weitergereicht, wobei die Wehrleitung, die Jugendfeuerwehr, der Spielmannszug sowie die Ehrenabteilung Pauschbeträge erhalten.

Eine „Rente“ anderer Art

„Feuerwehrrente“ – unter diesem Begriff wird die Unterstützung des Ehrenamts landauf, landab diskutiert. In der Tat zahlen einzelne Kommunen für ihre freiwilligen Retter und Brandschützer regelmäßig Beiträge, die später verzinst zur Auszahlung kommen sollen.

Bergkamen geht aber angesichts begrenzter finanzieller Mittel und damit erwartbar geringer Rentenleistungen einen anderen Weg. Zudem sei eine Rentenlösung ungerecht für all jene, die schon in naher Zukunft aus dem aktiven Dienst ausscheiden würden, sich aber dennoch über Jahre und auch Jahrzehnte engagiert hätten, verdeutlichte Feuerwehrchef Dirk Kemke in der Sitzung des Ausschusses.

Fokus liegt auf Nachwuchs

Kemke nahm den Dank der Politiker für die geleistete Arbeit gerade auch während des Hochwassers im Juli entgegen. Genau dieser Langzeiteinsatz habe seiner Wehr aber auch personelle Grenzen aufgezeigt, meinte Kemke. Neue Mitglieder zu gewinnen, sei unerlässlich. Dabei gehe ausgerechnet vom Starkregenereignis ein positiver Effekt aus: „Im Zuge der Berichterstattung hatten wir in den vergangenen Wochen sieben Neuanmeldungen zu verzeichnen.“

Feuerwehrangehörige erhalten als Dank für ihren Einsatz für die Allgemeinheit schon jetzt verschiedene Vergünstigungen. So können sich aktive Mitglieder zum Beispiel kostenlos in den Bädern der Gemeinschaftsstadtwerke fit halten. Funktionsträger in der Feuerwehr erhalten Aufwandsentschädigungen. Für Dienste außerhalb des Einsatzdienstes, etwa Brandwachen, wird eine Stundenvergütung von bis zu 15 Euro gezahlt.

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