Freiherr-von-Ketteler-Schule ist bereit für den Start ins neue Schuljahr 

+
Der Schulstart an der Freiherr-von-Ketteler-Schule in Rünthe wird in diesem Jahr anders ausfallen.

Bergkamen – Der Start in das Schuljahr 2020/2021 steht vor der Tür, und nach dem Corona-Lockdown sowie den teilweisen Lockerungen vor den Sommerferien soll nun eine Rückkehr zur möglichst weitgehenden Normalität geben. Als Grundschule ändert sich für die Freiherr-von-Ketteler-Schule in Rünthe im Unterricht selbst wenig, dennoch gibt es viel zu beachten.

Bergkamen – Das NRW-Bildungsministerium hat den Schulen einen umfangreichen Katalog an die Hand gegeben, an deren Umsetzung das Kollegium der Freiherr-von-Ketteler-Schule in Rünthe derzeit sitzt. Trotz Corona soll den Erstklässlern ein schöner Start in das Schulleben bereitet werden. 

Die Einschulung 

Zwei Klassen mit zusammen 49 Schülern beginnen am Donnerstag ihre Schullaufbahn in Rünthe. Im angepassten Rahmen soll die Einschulungsfeier am Donnerstag gestaltet werden. Zu unterschiedlichen Zeiten werden die 1a um 9 Uhr und die 1b um 11 Uhr in der Turnhalle begrüßt. 

Diesmal sind allerdings aufgrund der Abstandsregelungen nur zwei Begleitpersonen pro I-männchen vorgesehen, während sonst Eltern, Großeltern, Paten und Geschwister gern gesehene Gäste waren. Alle müssen ihre Kontaktdaten hinterlassen, und es wird eine feste Sitzordnung erstellt. Die Bewirtung mit Kaffee und Kuchen und kalten Getränken muss diesmal ausfallen. 

Aufführungen der anderen Jahrgänge zur Begrüßung wie in den Vorjahren sind diesmal nicht möglich, dafür soll ein kindgerechter Film einen Rundgang durch die Schule mit allen wichtigen Stationen zeigen. „Den haben wir selber gedreht. Da waren wir zum Glück vor den Ferien vorausschauend“, sagt Schulleiterin Heike Prochnow. 

Sie wird in der Turnhalle den Eltern auch viele wichtige Informationen mitgeben, da es eine Veranstaltung, wo das sonst geschehen war, nicht gegeben hatte. Nach der kurzen Feier gehen die Kinder dann in ihre Klassenräume und legen los. 

Unterricht

Da Grundschulkinder auf ihren Sitzen im Klassenraum vom Tragen der Maskenpflicht befreit sind, ändert sich am normalen Unterricht nichts. „Wir haben es in den 14 Tagen vor den Ferien schon genauso gemacht, wie es jetzt beschrieben ist“, sagt Prochnow. An der Kettelerschule wird es weiter versetzte Anfänge um 8 und 8.30 Uhr geben. 

In den kommenden Wochen und Monaten müsse, so Prochnow, auf die weiteren Regelungen durch das Ministerium und Entwicklungen der Pandemie geguckt und dementsprechend reagiert werden. Der Unterricht soll weiterhin in festen Gruppen stattfinden, eine Ausnahme bildet der Religionsunterricht, bei dem klassenübergreifend gelernt werden kann. Eine Jahrgangsdurchmischung soll so verhindert werden – auch beim Offenen Ganztag, bei dem die ihn nutzenden Kinder in verschiedenen Räumen zusammenkommen werden. „Wir arbeiten mit möglichst festen Gruppen, das schützt auch die Kolleginnen und Kollegen. Da bin ich ja auch in der Pflicht“, sagt die Schulleiterin. Wichtig sei bei allem die Rückverfolgbarkeit. 

Musik, Sport und Schwimmen 

Im Musikunterricht muss weiter auf Singen und Musizieren mit Blasinstrumenten verzichtet werden. „Alles was man verteilt, muss nachher desinfiziert werden“, sagt Prochnow. Dennoch ist sie sicher, dass ein gutes musikalisches Lernen möglich ist durch Zuhören oder die Auseinandersetzung mit Komponisten. 

Sportunterricht soll bis zu den Herbstferien im Freien stattfinden. Die Kettlerschule kann den Sportplatz am Schacht III nutzen, der fußläufig erreichbar ist. Außerdem bietet der eigene Bolzplatz vielfältige Möglichkeiten. „Wenn das Wetter mitspielt“, schränkt Prochnow ein, „wenn es nicht mitspielt, entfällt der Sportunterricht leider.“ Schwimmen ist ab September möglich, dann sei die Halle in Bergkamen wieder geöffnet. 

Personal 

Das Ministerium kündigt groß an, neue Lehrstellen zu schaffen, zum Beispiel durch befristete Verträge. Grundschulen sollen insbesondere von zusätzlichen sozialpädogischen Fachkräften profitieren, die besonders in der Schuleingangsphase den Präsenzunterricht unterstützen sollen. 

Mehr Personal für die Kettelerschule also? „Gar nicht“, sagt Prochnow, „Es sind keine Neuen da, und es sieht auch nicht so aus laut Aussage des Schulamts, dass sich das auf Dauer ändern wird.“ Es bleibt daher knapp, denn drei Personen aus dem Kollegium hatten sich vor den Ferien mit einem Attest vom Präsenzunterricht befreien lassen, weil sie zur Risikogruppe gehören. „Das werden sie wohl erneuern“, sagt Prochnow. Die Ausfälle belasten natürlich den Stundenplan, der Regelunterricht soll aber gesichert sein. 

Corona 

Präzise Regelungen wie bei einem möglichen Coronafall vorzugehen ist, sind im Konzept des Landesministeriums zu finden. An der Kettelerschule ist das bereits Alltag, da schon vor den Ferien dreimal wegen des Virus mit dem Gesundheitsamt zusammengearbeitet werden musste. „Das hat gut funktioniert“, sagt Prochnow. 

Da würden Absprachen über das Vorgehen getroffen und geschaut, welche Schritte zu unternehmen seien, ob eine Klasse beispielsweise vorsorglich zuhause bleiben müsse. Die Lehrer können sich alle zwei Wochen freiwillig auf Covid-19 testen lassen. Das Land übernimmt die Kosten. Das genaue Prozedere will die Schulleiterin ihrem Kollegium am Montag vorstellen. 

Husten und Schnupfen 

Für viel Diskussion sorgte die Regelung, dass Kita-Kinder schon bei Schnupfen und Husten nach Hause geschickt werden sollen, weil das mögliche Virussymptome seien. 24 Stunden soll dann abgewartet werden, ob weitere Symptome dazukommen. Das wird nun auch an den Schulen eingeführt. 

„Das ist schwierig“, findet Prochnow: „Wir mutieren zu kleinen Krankenschwestern oder Ärzten. Das ist nicht so einfach.“ Problematisch sei auch, dass die Frage, ob krank und nach Hause, oft nur vage zu beantworten sei. Sie hofft, das die Eltern wie in den 14 Tagen vor den Ferien behutsam mit möglichen Anzeichen umgehen.

Digitalisierung 

Von Jetzt auf Gleich mussten die Schulen vor den Osterferien auf einen Distanzunterricht umstellen. „Das hat mal mehr, mal weniger gut geklappt“, bilanziert Prochnow rückblickend. Nun sollen die Schulen fit für den Fall eines weiteren Lockdowns gemacht werden. „Der Schulträger ist dran, und wir sind dran“, ist sie guter Dinge, dass es in diesem Punkt vorangeht.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare