Bad wieder freie Fahrt

Erster Bauabschnitt auf der Kamer Heide ist am Mittwoch abgeschlossen

Straßenbauarbeiter Kamer Heide
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Die Bauarbeiten auf der Kamer Heide sind soweit gediehen, dass Anfang der kommenden Woche die Fahrbahn asphaltiert werden kann.

Die Kamer Heide in Overberge soll nach monatelanger Vollsperrung vor der Kindertagesstätte und der Grundschule spätestens ab Mittwoch wieder voll befahrbar sein. Die von der Ruhrkohle AG beauftragte Tiefbaufirma Tillmann aus Recklinghausen hat mit dem Endspurt des ersten Bauabschnitts begonnen, nachdem die Kanalsanierung in diesem Bereich abgeschlossen ist.

Overberge – „Am Montag und Dienstag wird die Fahrbahn einschließlich Gladiolenweg asphaltiert“, kündigte Mark Gerling, der Projektleiter der RAG, nach der jüngsten Baubesprechung mit Vertretern der Stadtverwaltung und des Bauunternehmens an. Dann heißt es wieder freie Fahrt zwischen Landwehrstraße und Obere Erlentiefenbachstraße. Die lange Umleitung hat ein Ende. Das gilt auch für die Schulbusse der VKU. Die mussten wegen der Bauarbeiten seit Anfang Mai auf die Haltestelle an der Landwehrstraße ausweichen.

Die Bewohner der angrenzenden Blumensiedlung sind unterdessen schon gespannt, wie und wann die Bauarbeiten zur Kanalsanierung vor ihrer Haustür fortgesetzt werden. Schließlich hat das Baunternehmen bereits am Mittwoch zahlreiche Halteverbotsschilder im Bereich von Efeu- und Weißdornweg sowie am Veilchen- und Rosenweg aufstellen lassen. Ab Dienstag – so die zusätzlichen Hinweise – sollen die absoluten Halteverbote gelten. „Wir verschieben den zweiten Bauabschnitt aber etwas nach hinten, so dass wir die gesamte Ausschilderung kurzfristig noch mal verändern werden“, lässt Projektleiter Mark Gerling wissen. Es bleibe aber dabei, dass im Zuge der Bauarbeiten eine vorübergehende Verkehrsverbindung vom Efeuweg zur Landwehrstraße geschaffen werden soll.

Bis Anfang 2022 alle Maßnahmen abgeschlossen

Die gesamte Maßnahme zur Kanalsanierung soll in mehreren Bauabschnitten bis Anfang 2022 abgeschlossen werden. Das 2,2-Millionen-Euro-Projekt wird zu 40 Prozent, also mit 900 000 Euro, von der Ruhrkohle AG finanziert. Die Stadt Bergkamen trägt mit 1,3 Millionen Euro nur 60 Prozent der Kosten, weil neben dem üblichen Verschleiß auch durch den früheren Bergbau verursachte Schäden für die Probleme in diesem Bereich verantwortlich sind. Die Kanalrohre haben nicht mehr genügend Gefälle, so dass es zu Ablagerungen und damit zu Geruchsbelästigungen in der Siedlung kommt.

Aus diesem Grund ist die Kanalisation in einigen Stich- und Nebenstraßen der Kamer Heide bereits vor einigen Jahren erneuert worden. Das war laut Auskunft der RAG größtenteils unterirdisch möglich – wie zuletzt auch im Bereich des Radweges auf der ehemaligen Klöcknerbahn-Trasse und des Anschlusses an die Kamer Heide. Nun müssen allerdings die Fahrbahnen aufgerissen werden, um die maroden Kanalrohre in offener Bauweise zu ersetzen. Die Anwohner müssen deshalb in den nächsten Wochen und Monaten einige Verkehrsbehinderungen in Kauf nehmen.

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