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Nach zähem Ringen: Grünes Licht für Schnellbus-Haltestellen auf dem Ostenhellweg

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Von: Werner Lindemann

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Die Haltestelle Industriestraße ersetzt nahe des Sandbochumer Wegs die frühere Haltestelle im Geschäftskarree (heute Bummansburg), bietet aber keinen Wetterschutz. Das ändert sich mit der Verlegung zum Ostenhellweg.
Die Haltestelle Industriestraße ersetzt nahe des Sandbochumer Wegs die frühere Haltestelle im Geschäftskarree (heute Bummannsburg), bietet aber keinen Wetterschutz. Das ändert sich mit der Verlegung zum Ostenhellweg. © Robert Szkudlarek/Digitalbild

Die Fahrgäste der Schnellbuslinie 20 haben ab Sommer einen komfortableren Anschluss an die Verbindung nach Hamm und das Geschäftskarree An der Bummannsburg. Auf dem Ostenhellweg werden in Höhe des Kaufland-Marktes die lange versprochenen Haltestellen gebaut.

Rünthe – Gut eine Woche, nachdem die neue Linienführung der S 20 mit der Verlängerung nach Hamm in Betrieb genommen wurde, hat die Stadt Bergkamen nun die Verwirklichung des lange geplanten Projektes angekündigt. In Höhe des Kaufland-Parkplatzes unmittelbar östlich der Einmündung der Straße „An der Bummannsburg“ sollen die gleichnamigen neuen Haltepunkte für beide Fahrtrichtungen entstehen.

Mit Wetterschutz und Radbügel

Wie die aussehen sollen, erläuterte Fachbereichsleiter Thomas Reichling auf Anfrage unserer Zeitung. „Die Haltepunkte werden barrierefrei ausgebaut. Zudem werden dort Bügel errichtet, um Fahrräder anschließen zu können“, sagt er. Neben der neuen Beleuchtung im Haltestellenbereich seien auf beiden Straßenseiten auch rund vier Meter lange Buswartehäuschen mit einer Dachbegrünung vorgesehen. Zudem könnten die aus Hamm kommenden Busfahrgäste dank der Fußgängerampeln dort auch bequem zu Kaufland und den umliegenden Geschäften kommen, so Thomas Reichling.

Drei Jahre Ausweichhalt

Eigentlich sollte das Vorhaben schon im Frühjahr 2019 zusammen mit der Eröffnung des Kaufland-Neubaus im Zuge der dafür notwendigen Straßenausbauarbeiten realisiert werden. „Damit war ja auch die Haltestelle dort weggefallen“, nennt der städtische Fachbereichsleiter noch einmal die Gründe für die Notwendigkeit einer Alternativlösung.

Förderung nahm Zeit in Anspruch

Dass von der Planung bis zur Umsetzung mehr als drei Jahre vergehen würden, hatten die Verantwortlichen im Rathaus allerdings nicht erwartet. „Als sich die Chance auftat, eine erhebliche finanzielle Förderung für die neuen Bushaltestellen aus Landesmitteln zu bekommen, haben wir natürlich einen entsprechenden Antrag beim Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe gestellt“, berichtet Thomas Reichling.

Gesamtkosten von 230 000 Euro

Zunächst habe sich die Stadt in langwierigen Verhandlungen mit Straßen NRW als Baulastträger des Ostenhellwegs (L736) einigen müssen. Und nun sei endlich auch die entsprechende Förderzusage des Landes eingegangen. Damit stehe dem Neubau nichts mehr im Wege, freut sich der Fachbereichsleiter. „Die Bauarbeiten können nach Ausschreibung und Vergabe voraussichtlich im Frühsommer begonnen werden, die Bauzeit beträgt acht bis zehn Wochen“, so die Einschätzung von Thomas Reichling. Die Kosten der Gesamtmaßnahme belaufen sich nach Angaben der Stadt auf rund 230 000 Euro, davon werden 150 000 Euro durch den NWL gefördert.

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