Das „Florian Lohoff Trio“ gab beim Grand-Jam musikalisch Vollgas

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Das Trio um Florian Lohoff (links) lieferte ein mitreißendes Konzert ab

Bergkamen - Zum wiederholten Mal standen die Veranstalter des Sparkassen Grand-Jam vor der Aufgabe, einen erkrankten Stargast kurzfristig ersetzen zu müssen. Die Jungs des „Florian Lohoff Trios“, die Will Jakobs ersetzten, wussten die Zuschauer bei der November-Gig im Thorheim zu begeistern.

„Ich habe die Jungs bei einem Konzert erlebt und war sofort begeistert, was die auf der Bühne draufhaben“, erklärte Tommy Schneller bei der Begrüßung des Publikums. Wenige Momente später war auch auf dem letzten Zuschauerplatz klar: Da hatte sich Tommy bei der kurzfristigen Wahl einer Ersatzband mal wieder als das sprichwörtliche Trüffelschwein erwiesen.

So jung die drei Musiker auch sind (Lohoff ist mit 30 Jahren der Älteste) – sie zeigten sich musikalisch von einer Reife, die begeisterte. Der Berliner Lohoff schreibt die meisten Stücke selbst. „Die Themen sind dabei Blicke in mein eigenes Leben. Da ist viel Biografisches drin. Ich würde mich musikalisch im Bereich des Modern Blues Rock verorten“, erklärte er dem WA vor dem Gig.

Feinmechaniker an Instrumenten

Albert King und natürlich Altmeister B. B. King seien beispielsweise Vorbilder für ihn. Auf der Bühne zeigte er, dass er den kompositorisch ohnehin fein geschriebenen Stücken an der Gitarre und mit beeindruckender Stimme ein Leben einhaucht, das fasziniert. Dabei beherrscht er nicht nur die richtig rockig-fetzigen Passagen: Lohoff und seine beiden Mitstreiter meistern auch den gefühlvollen und erdigen Blues.

Wohin die musikalische Reise hauptsächlich gehen sollte, zeigte am Mittwochabend schon der erste Titel „Beautiful“, rockig und fetzig interpretiert. Beim zweiten Titel, „Thorazine Shuffle“ von Gov’t Mule, hatte Drummer Marius Gebhardt seinen ersten mitreißenden Soloeinsatz. Was er dabei „raushaute“, war absolut hörenswert und fesselnd. Lohoff an der Gitarre und Bassist Arne Horstmann glänzten als echte Feinmechaniker an ihren Instrumenten.

Viel Applaus

Auffällig an Lohoffs selbst geschriebenen Titeln: Sie klingen sehr melodisch und eingängig, schaffen einen gefälligen Spagat zwischen Vollgasmusik und ruhigeren Passagen. Dieser Mix aus guter Musik, exzellentem Können der Interpreten und eigener Freude an der Arbeit war es, der jeden im Publikum begeisterte. Das belohnten die Zuschauer auch mit viel Applaus.

Der Sparkassen Grand-Jam machte außerdem neugierig auf das neue Album, das Lohoff derzeit in Arbeit hat und das er im Frühjahr 2019 auf den Markt bringen will.

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