Feuerwehr rettet immer mehr Menschen aus Wohnungen

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Zum Austausch trafen sich die Führungskräfte der Feuerwehr und Mitarbeiter der Stadtverwaltung bei der Firma Herbert Heldt KG: (von links) Stefan Wulf (Heldt-Mitarbeiter), Manuela Schardin (Heldt-Mitarbeiterin), Dietmar Luft (Feuerwehrchef), Christine Busch (Beigeordnete) und Ralf Klute (stellvertretender Feuerwehrleiter).

Bergkamen - Die Aufgabe der Feuerwehr wandelt sich immer mehr. Das war am Samstag eines der Hauptthemen beim Jahrestreffen der Feuerwehrführungskräfte mit der Stadtverwaltung. 

Nicht nur, dass die Feuerwehrleute 2018 oft gegen Wasser ankämpften, wie in den Turmarkaden (1,6 Millionen Liter) oder auf der Bayer-Hauptzufahrt (vier Millionen Liter Wasser). Mit deutlich steigender Tendenz werden sie auch für die Rettung von Personen gerufen, die sich hilflos etwa hinter verschlossenen Wohnungstüren befinden. 

Der Zeitaufwand ist groß

Von 93 Fällen im Jahr 2017 stieg die Zahl im vergangenen Jahr auf 114. „Das ist für die Ehrenamtler nicht nur ein großer Zeitaufwand“, gab die zuständige Beigeordnete Christine Busch zu bedenken, „manches ist dann auch sehr belastend“. Das, so ergänzte Feuerwehrchef Dietmar Luft, müsse kompensiert werden, und darunter litten Familie, Beruf und Freundschaften. „Unser großer Dank gilt daher den Partnern, aber auch den Arbeitgebern, die die Kameraden im Einsatzfall ziehen lassen und das Konstrukt Freiwillige Feuerwehr unterstützen“, sagte Luft. 

2018 insgesamt 481 Einsätze

In 2018 481 Einsätzewar das auch oft nötig: Auf insgesamt 481 Einsätze können die 208 Freiwilligen Feuerwehrleute in der Stadt zurückblicken. Nicht nur deren große Zahl, sondern auch der überaus gute Ausbildungsstand erfüllen Luft und seinen Stellvertreter Ralf Klute mit Stolz. „Der Brandschutzbedarfsplan wurde ohne Ressentiments genehmigt“, erklärte Luft, und auch die Nachfolgersuche für die Wehrleitung erwies sich so als erfolgreich. „Wir haben ein hohes Niveau bei den Führungskräften und eine hohe Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen“, freute sich Luft, denn: „Es geht hier um die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt und all derer, die unsere Stadttore passieren.“

Keine Nachwuchssorgen

In die Zukunft kann die Führungsriege auch dank der Jugendfeuerwehr gelassen blicken: Die Kaderschmiede verzeichnet wieder einen stetigen Zuwachs, es gibt wieder eine Warteliste und neben den feuerwehrspezifischen Dingen werde dort auch ein „wertvoller Beitrag zur Jugendarbeit in unserer Stadt“ geleistet, lobte Busch. 

Doch die Feuerwehr begibt sich auch immer wieder in Gefahrensituationen. Mit Blick auf eigene Unfälle und Schäden habe man 2018 „trotz aller Extreme glücklich abgearbeitet“, resümierte Busch.

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