Feuer vernichtet Rünther Schützenheim

Wieder loderten die Flammen am Schacht III in Bergkamen-Rünthe. Brandstiftung nicht ausgeschlossen.
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Wieder loderten die Flammen am Schacht III in Bergkamen-Rünthe. Brandstiftung nicht ausgeschlossen.

BERGKAMEN ▪ Der Schützenverein Rünthe steht nahezu vor dem Nichts: Ein Feuer vernichtete in der Nacht das Vereinsheim am Schacht III. Als die Feuerwehr eintraf, brannte das Gebäude bereits lichterloh.

Gegen 1.25 Uhr waren Feuerwehr und Polizei von einem Passanten alarmiert worden, der den Brand in der Straße Zum Schacht III bemerkt hatte. Zwar gelang es den Kameraden, ein angrenzendes Lagergebäude zu retten, dessen Dach bereits Feuer gefangen hatte, doch für das Vereinsheim selbst gab es keine Chance mehr.

„Das Haus war komplett in Holzbauweise errichtet worden“, erklärte der Rünther Löschgruppenführer Dirk Kemke. „Das stand von vorne bis hinten in Flammen.“ Mit 40 Mann und sechs Fahrzeugen aus Rünthe und Overberge war die Feuerwehr im Einsatz, die aus Werne angeforderte Drehleiter wurde nicht benötigt und rückte wieder ab – zumal es in Werne an der Capeller Straße einen Paralleleinsatz gab.

„Was wir noch erreichen konnten, haben wir getan. In dieser Hinsicht haben wir gute Arbeit geleistet“, erklärte Stadtbrandinspektor Dietmar Luft.

Für den Schützenverein ist der Brand dennoch mehr als bitter. „Wir können nichts mehr retten“, erklärte Schützenkönigin Ellen Sawitza im WA-Gespräch. Ihr Mann Jörg, der nicht nur König, sondern auch Vorsitzender des Vereins ist, wurde in der Nacht von der Feuerwehr verständigt und eilte zum Vereinsgelände. Sein Versuch, in Nacht noch weitere Vereinsmitglieder zu erreichen, schlug fehl.

„Das Feuer hat alles vernichtet“, weiß Ellen Sawitza. Pokale, Elektrogeräte inklusive Mischpult und Laptops, die zur Vorbereitung der für Freitag geplanten Versammlung bereits im Vereinsheim waren, wurden zerstört. Wie hoch der materielle Schaden ist, kann derzeit niemand abschätzen. Der ideelle Wert ist ohnehin unbezahlbar.

„Unsere alte Fahne“, erklärt Ellen Sawitza traurig, „die wir extra im Schaukasten hatten, damit da nichts drankam, ist ebenfalls verbrannt.“ Ein Zeugnis der Vereinsgeschichte wurde unwiederbringlich zerstört.

Ob es einen Wiederaufbau des Vereinsheims geben wird, ist noch fraglich. Finanziell ist der gerade mal noch knapp 50 Mitglieder zählende Verein nicht besonders gut aufgestellt. Zwei Einbrüche im Laufe des letzten Jahres zerrten ebenfalls an den Nerven. Jetzt der Brand. Gemeinsam muss nun entschieden werden, wie es für den Verein weitergehen kann.

Mit in die Überlegungen einfließen werden auch die Gründe für das Feuer. Denn warum das etwa fünf mal zehn Meter große Gebäude des Vereins in Brand geriet, ist bislang offiziell noch unklar. „Unsere Brandsachverständigen ermitteln noch“, erklärte Polizei-Pressesprecherin Ute Hellmann. ▪ tat

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