Anklage wegen Körperverletzung

Faustschläge: Streit um Grundstück endet in Bergkamen mit Gewalt

Gewaltprävention für Kinder
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Streit eskaliert: Einer der beiden Männer schlug zu.

Eigentlich waren sie beste Freunde, aber ein Streit über einen Grundstückskauf zwischen den Bergkamenern endete mit Gewalt. Wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung stand ein 35-Jähriger nun vor Gericht.

Bergkamen – Er hatte seinem langjährigen Freund vertraut, ihm von einem Grundstück erzählt, das er unbedingt kaufen wollte. Doch statt sich für den anderen zu freuen, entschied der Kumpel, dem 35-Jährigen das Grundstück vor der Nase wegzuschnappen. Darüber war der Bergkamener natürlich alles andere als erfreut. Als die beiden Männer am 14. Februar, Valentinstag, beim Gartencenter Röttger in Bergkamen aufeinandertrafen, eskalierte die Situation. Der 35-Jährige holte im Laufe eines Streitgesprächs aus und verpasste seinem Gegenüber eine Ohrfeige. Anschließend ließ er sich am Wagen des Mannes aus, brachte mit Faustschlägen eine Seitenscheibe zum Zerbersten.

Im Amtsgericht Kamen lautete der Vorwurf daher Körperverletzung und Sachbeschädigung. Beides räumte der Angeklagte ein. „Ich war emotional aufgeladen“, erklärte der Bergkamener. Er sei wütend über das Verhalten seines bis dato besten Freundes gewesen. Er habe ihm eine Backpfeife verpasst, weiter habe er den Mann allerdings nicht verletzen wollen. Deshalb habe er seine Wut anschließend an dessen Auto ausgelassen.

Prozessende ohne Urteil

Der Geschädigte, 32 Jahre alt, berichtete im Zeugenstand, dass zwischen ihm und dem Angeklagten und dessen Familien eine jahrzehntelange Freundschaft bestehe. Bezüglich des Grundstücks erwähnte er nur kurz, dass „etwas Grundstücksrechtliches“ zwischen ihre Freundschaft gekommen sei. Auch, wenn die Verbindung nun nicht mehr existiere, habe er kein Interesse an der Strafverfolgung des Angeklagten. „Ich will einfach nur, dass die Sache beendet wird“, gab der Bergkamener an.

Und so endete der Prozess tatsächlich nicht mit einem Urteil, sondern mit einer vorläufigen Einstellung. Zahlt der Angeklagte 1200 Euro an die Stiftung evangelische Jugendhilfe in Menden, wird die Akte geschlossen.

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