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Havarie auf Datteln-Hamm-Kanal: Das war die Ursache

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Von: Stephanie Tatenhorst

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Das Unglück ereignete sich im Hafen des Staeg-Kraftwerks. © Karin Hillebrand

Heil - Am Montagabend kam es im Hafen des Steag-Kraftwerks zu einem Zusammenstoß zwischen Schiffen, tausende Liter Kraftstoff flossen ins Wasser. Die Ursache für die Havarie auf dem Datteln-Hamm-Kanal scheint bereits gefunden. Wir berichten über den aktuellen Stand der Dinge.

Es war offenbar ein Fahrfehler des niederländischen Schiffsführers. Der 68-Jährige gab bei der Wasserschutzpolizei an, die Ruderanlage falsch eingestellt zu haben, weshalb er gleich drei im Hafen des Steag-Werks liegende Schiffe rammte. 

„Ein Schiffsruder lässt sich nicht so schnell herumreißen wie das Steuer im Straßenfahrzeug“, erklärte Stefanie Bersin, Sprecherin der Wasserschutzpolizei. „Einmal in Bewegung gesetzt, stoppt es auch nicht so schnell.“ 

Lesen Sie hier unsere Erstberichterstattung

Bei dem Unfallverursacher handelte es sich um einen Schubverband, bei dem ein Schiff die Ware geladen hat und von einem anderen geschoben wird. 

Durch das Leck traten über 2500 Liter Gasöl aus 

In der Außenhülle der beiden Schiffe entstand durch den Unfall ein großes Leck, wodurch Gasöl austreten konnte. Dabei handelt es sich wegen der anderen chemischen Zusammensetzung nicht um Schiffsdiesel. Gasöl ist lediglich ein Vorprodukt.

Verunreinigt wurde eine Fläche von 100 mal 20 Metern, denn es sollen 2500 Litern Treibstoff und der Inhalt des Tagestanks ausgelaufen sein. 

Verunreinigung auf dem Kanal noch nicht beseitigt

Die Absaugarbeiten zogen sich daher hin: „Am Montagabend waren bis 22 Uhr neun Kubikmeter Flüssigkeit vom Kanal abgesaugt worden“, erklärte Kreis-Sprecherin Constanze Rauert für die Untere Wasserbehörde. 

Da war das Leck im Schiff zwar geflickt, aber noch nicht alle Spuren beseitigt. Den Schiffsführer erwartet nach Angaben der Wasserschutzpolizei in jedem Fall eine Anzeige wegen Gewässerverunreinigung. Weiteres müssen die Ermittlungen zeigen.

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