Neue Konzept

Evangelische Friedhöfe in Bergkamen sollen „Orte der Hoffnung" werden

Evangelischer Friedhof Sophie Ihne Orte der Hoffnung
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Pfarrerin Sophie Ihne zeigt die neuen Schilder, die ab Samstag die evangelischen Friedhöfe in Rünthe, Heil und Oberaden als „Ort der Hoffnung“ ausweisen sollen.

Bergkamen – Die Friedhöfe Oberaden, Heil und Rünthe sind in Trägerschaft der Evangelischen Martin-Luther-Kirchengemeinde Bergkamen. „Dass sie evangelische Friedhöfe sind, das sieht man ihnen aber nicht unbedingt an“, sagt Pfarrerin Sophie Ihne als Vorsitzende des Presbyteriums. Das will sie ändern.

Auftakt dazu ist am kommenden Samstag, wenn zum Tag des Friedhofs auf den drei evangelischen Friedhöfen in Rünthe, Oberaden und Heil jeweils zeitversetzt ein Schild enthüllt wird: um 15 Uhr in Rünthe mit einer Ansprache von Pfarrerin Sophie Ihne, um 16.15 Uhr in Heil mit einer Ansprache von Pfarrer Reinhard Chudaska und um 17.30 Uhr in Oberaden mit einer Ansprache von Pfarrerin Petra Buschmann-Simons.

„Das ist der Auftakt“, erklärt Sophie Ihne, „und für uns ein Auftrag, an den Friedhöfen etwas zu machen – mit Umgestaltung, mit einem Aufwecken der Flächen, mit Aktionen.“ Denn natürlich, so erklärt Sophie Ihne, sei ein Friedhof ein Ort der Trauer. „Aber gleichzeitig ist er auch ein Ort, an dem Erinnerungen weiterleben. Erinnerungen an unsere Verstorbenen, die sie in unseren Herzen weiterleben lassen.“ Und verbunden mit dem Gedanken an die Auferstehung sei ein Friedhof so auch ein Ort der Hoffnung. „Das wollen wir kenntlich machen.“

Anziehungspunkt nicht nur für Trauernde

Dabei sind die Friedhöfe nicht nur für Trauernde ein Anziehungspunkt: „Unsere Friedhöfe haben ja sogar in großen Teilen Parkcharakter und laden zu Spaziergängen ein“, wirbt Ihne, die Friedhöfe mal mit einem anderen Blick auf die Anlagen zu betreten. „Die Allee in Rünthe, oder im hinteren Bereich der Blick auf die Lippe, das ist einfach wunderschön“, sagt Ihne. Die Seele baumeln zu lassen und Kraft zu tanken in der einen umgebenden Ruhe, das gehe aber auf allen Friedhöfen in Oberaden, Heil und Rünthe ganz von alleine. Die Friedhöfe würden so zu einem Ort, der den Besuchern Hoffnung gebe.

Deshalb hat sich die Evangelische Martin-Luther-Kirchengemeinde Bergkamen im Juni einer Initiative der Landeskirche angeschlossen, die Friedhöfe als Ort der Hoffnung sichtbar machen will. Der Beitritt der Bergkamener bringt da zunächst einmal nicht viel mehr als drei Schilder für die drei Friedhöfe, doch darüber gibt es einen Marketing-Effekt.

Jeder Friedhof hat ein Motto

Die ansprechend gestalteten Schilder werden am Eingangsbereich der Friedhöfe angebracht und am Samstag feierlich enthüllt. Jeder der drei Friedhöfe in Oberaden, Rünthe und Heil steht als Ort der Hoffnung unter einem besonderen Motto: In Rünthe ist es aufgrund der Parkähnlichkeit der „Ort der vielen Wege“, in Heil „der Ort, der ein Stück Heimat ist“ und in Oberaden der Ort der Ruhe. Hier, so Ihne, werde der Gedanke des vorhandenen Ruhegartens aufgegriffen.

„Unsere Friedhöfe haben alle Potential in Sachen Hoffnung“, erklärt Ihne, und das solle in Zukunft herausgearbeitet werden.“ Zum einen in der Gestaltung, zum anderen auch durch Aktionen und Veranstaltungen. Die Geschichte der Friedhöfe soll daher auf Tafeln nachlesbar sein, und auch Konzerte mit klassischer Musik oder Liedern wie „Tears from Heaven“ oder Leonard Cohens „Halelujah“ kann sie sich vorstellen. Vor allem auf dem Rünther Friedhof will Ihne aktiv werden: „Hier ist einiges, was anders werden darf“, sagt sie, und der Ort der Hoffnung sei nun der passende Aufschlag dafür.

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