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Erste Hilfe auf dem Schulhof

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Mit praktischen Beispielen erklärten die Gäste vom DRK Situationen, in denen Erste Hilfe geleistet werden muss.
Mit praktischen Beispielen erklärten die Gäste vom DRK Situationen, in denen Erste Hilfe geleistet werden muss. © Köckmann

BERGKAMEN - Auf dem Schulhof des achten bis zehnten Jahrgangs der Willy-Brandt-Gesamtschule stehen Schüler neben einem Rettungswagen um eine Trage. Ein Rettungsassistent und ein -sanitäter vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) sind dabei und erklären Erste-Hilfe-Maßnahmen.

Gestern Vormittag fand eine Fortbildung für die Schulsanitäter des zehnten Jahrgangs und der Oberstufe der Gesamtschule statt. „Ich freue mich sehr, dass das Deutsche Rote Kreuz aus Bönen bereit war, vorbeizukommen und die Fortbildung zu machen“, sagte Jan Wiemhoff, Schüler und Ersthelfer-Gruppenleiter der Oberstufe und Schulkoordinator für die Gesamtschule beim Jugend-Rot-Kreuz.

Auf dem Programm stand unter anderem die Erläuterung verschiedener Medikamente. Die Gäste vom DRK stellten auch den Defibrilator mit EKG-Gerät und Pulsmessfunktion vor. „Im Moment haben wir in der Schule eine Tasche mit diversen Ausrüstungsstücken für den Notfall“, sagte Wiemhoff. „Ich hoffe aber, dass wir bald neues Material und Geräte bekommen können, wie zum Beispiel einen Beatmungsbeutel.“

Aktuell gibt es an der Gesamtschule insgesamt 87 Schulsanitäter, davon waren 32 zur gestrigen Fortbildung eingeladen. „Ab dem siebten Jahrgang besteht die Möglichkeit, sich als Ersthelfer einzusetzen.“ Zuvor sei die Teilnahme an einer AG aber nötig, erläuterte Jan Wiemhoff. Sie besteht aus einem 16-stündigen Kurs. Da die Willy-Brandt-Gesamtschule mit dem Jugend-Rot-Kreuz kooperiert, sei eine Anmeldung dort ebenfalls nötig.

„Unser Einsatzfeld reicht von Schnittwunden, über Bauchschmerzen und Übelkeit, bis hin zu Bewusstlosigkeit und epileptischen Anfällen.“ In den vergangenen Wochen sei es immer mal wieder zu Einsätzen der Schulsanitäter gekommen, erzählte Wiemhoff.

„In den Pausen haben wir in unserem Schulsanitäts-Raum Bereitschaftsdienst. Dort befindet sich auch unsere Ausrüstung“, sagte der 18-Jährige. „Wir haben außerdem Schulsanitäter-Handys, über die wir im Notfall erreichbar sind.“ Wiemhoff hofft, dass die Schule in Zukunft Alarmsysteme installiert, die durch die Schulleitung betätigt werden können und so alle Schulsanitäter auf einmal erreichen kann.

Es sei wichtig, so Wiemhoff weiter, dass die Schulsanitäter im Training bleiben. Daher seien Veranstaltungen wie die gestrige notwendig. „Dadurch werden wir in der Benutzung des Erste-Hilfe-Materials geschult und kommen nicht aus der Übung.“

Nach der Fortbildung im Freien gingen die Schüler in einen Klassenraum, wo sie unter anderem Hilfsgeräte wie Schaufeltrage und Vakuummatratze ausprobieren durften. - tim

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