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Ernte-Kolonne in Bereitschaft: In Bergkamen beginnt bald die Spargelzeit

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Von: Christoph Volkmer

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Spargel
Nicht mehr lange, dann zeigen sich die ersten Köpfe. Die Spargelsaison wird in den nächsten Tagen starten, wenn kein Nachtfrost dazwischen kommt. © Volkmer

Das Wetter ist für Spargelanbauer im Moment nahezu ideal. Kein Wunder, dass auf den rund 360 landwirtschaftlichen Betrieben, die das Edelgemüse anbauen, die Vorbereitungen auf die Saison längst laufen. Das ist auch dem Hof Schulze Elberg am Ostenhellweg in Rünthe nicht anders.

Rünthe - Aus beheizten Beeten ist im Rheinland schon vor knapp zwei Wochen der erste Spargel der Saison gestochen worden. Bis der erste Spargel „Made in Rünthe“ auf den Teller kommt, wird es noch ein wenig dauern. Auf einen Termin für die erste Ernte möchte sich Antje Schulze-Elberg lieber noch nicht festlegen. Es könne allerdings sein, dass zum nächsten Wochenende die ersten Stangen gestochen werden.

Fünf Helfer aus dem Süden von Polen, die regelmäßig als Saisonarbeitskräfte nach Rünthe kommen, sitzen in ihrer Heimat quasi auf Abruf bereit. „Die sind alle geimpft und freuen sich, wenn es losgeht“, berichtet die Landwirtin. Untergebracht werden die Erntehelfer, die wohl Anfang April anreisen werden, in einem zum Hof gehörigen Haus – auf Wunsch auch in Einzelzimmern.

Anbaufläche kleine geworden

Die Anzahl der Unterstützer ist etwas geringer als sonst, weil die Fläche, auf denen das Gemüse wächst, in diesem Jahr nicht über fünf, sondern lediglich gut drei Hektar groß ist. Zudem kommt der gestiegende Mindestlohn, den die Unternehmerin ebenso im Blick behalten muss. Die Helfer kommen aus einem Land, welches gerade eine große Flüchtlingsbewegung meistern muss. Dies habe auf die Verfügbarkeit der Gruppe jedoch keine Auswirkungen gehabt.

Spargel Spargelhof Hofladen Rünthe
Den Großteil der Ernte verkauft Antje Schulze Elberg im eigenen Hofladen. © Robert Szkudlarek/Digitalbild

Wunschlos glücklich ist Schulze-Elberg kurz vor dem Start der Saison mit der personellen Situation dennoch nicht. Gern hätte die Landwirtin noch eine zusätzliche Kraft engagiert, die einen Führerschein besitzt. Das ist bisher nicht gelungen. „Das bedeutet, dass ich die Gruppe immer selbst rausbringen muss oder organisieren muss, dass das jemand macht. Das ist unpraktisch, weil ich dadurch sehr gebunden bin.“

Wetter spielt bisher mit

Immerhin spielt das Wetter dem Wachstum in die Karten. Wenn da nicht die kalten Nächte wären. Die Temperaturschwankungen sind teils noch sehr groß. „Wenn es noch Frost gibt, wenn der Spargel dann unter der Dammkrone angekommen ist, bekommt der Spargelkopf möglicherweise einen Frostschaden, dann muss man leider die ganze Stange wegschmeißen.

In Schulze-Elbergs Hofladen kann das Gemüse dann bald frisch erworben werden. Wer von der ersten Ernte nichts mitbekommt, muss sich nicht grämen, denn dank des Anbaus verschiedener Sorten, die zu unterschiedlichen Zeiten sprießen, wird es immer wieder Nachschub geben. Wie der Preis für ein Kilo ausfallen wird, steht noch nicht fest. Da in allen Bereichen seit Monaten die Kosten gestiegen sind, ist dies auch beim Spargel überaus wahrscheinlich.

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