Zweite Versteigerungsrunde der Bundesnetzagentur

Erneut keine Stilllegungsprämie für Kraftwerk in Bergkamen-Heil

Kühlturm Kraftwerk Bergkamen-Heil
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Das Kraftwerk in Heil bleibt vorerst am Netz.

Bergkamen – Die Ungewissheit bleibt: Das Steinkohlekraftwerk in Bergkamen-Heil wird auf jeden Fall noch bis Oktober 2022 Kohle verfeuern dürfen, um Strom ins Netz einzuspeisen. Die Jury der Bundesnetzagentur hat dem Betreiber Steag auch bei der zweiten Versteigerung der Stilllegungsprämien im Rahmen des Kohleausstiegsgesetzes, keinen Zuschlag für die frühzeitige Abschaltung des Kraftwerkblockes am Datteln-Hamm-Kanal gegeben.

Ob sich die Steag mit dem Standort Heil überhaupt an der Auktion beteiligt hat, bleibt auch für die rund 140 Mitarbeiter in Heil ein Geheimnis. Aus Wettbewerbsgründen nennt die Bundesnetzagentur nur die Anlagen, die für die Abschaltung eine Prämie erhalten. Das sind diesmal zwei Steinkohle-Kraftwerke in Wilhelmshaven (Uniper) und in Mehrung in der Nähe von Peine (ebenfalls in Niedersachsen) sowie Braunkohle-Kraftwerksblöcke in Deuben (Sachsen-Anhalt).

Die Bundesnetzagentur lässt nur wissen, dass es wieder deutlich mehr Bewerber um eine Stilllegungsprämie gegeben hat und kündigt bereits die nächste (dritte) Versteigerungsrunde an. Abgabefrist für die Gebote ist am 30. April. Das Ergebnis will die Regulierungsbehörde drei Monate später, also Anfang August bekannt geben. Weiterhin gilt: alle Kraftwerksbetreiber dürfen keinerlei Angaben über ihr Gebot machen.

Sollte sich die Steag in der dritten Auktionsrunde erfolgreich um eine Stilllegungsprämie bemühen, muss sie das Kraftwerk spätestens ab 31. Oktober 2022 vom Netz nehmen, wie Pressesprecherin Ulrike Platz von der Bundesnetzagentur bestätigt. Der Termin für das das sogenannte „Kohleverfeuerungsverbot“ ist in dem Gesetz zur Beendigung der Kohleverstromung genau festgelegt.

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