Elf Töpfe mit Cannabis-Pflanzen

Entlaufender Hund bringt Polizei auf Drogenspur in Bergkamen

Hanfpflanzen
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Die Polizei entdeckte in Bergkamen eine kleine Hanfplantage

Bergkamen/Kamen – Der Hund ist der beste Freund des Menschen, heißt es. Manchmal kann der vierbeinige Gefährte seine Besitzer aber auch in Bredouille bringen, wie ein Fall im Amtsgericht Kamen zeigt. 

1800 Euro Strafe muss ein Bergkamener zahlen, weil er in seiner Wohnung elf Töpfe mit Cannabis-Pflanzen aufbewahrt hatte. Entdeckt worden war die Plantage mit Fiffis Hilfe.

Der Hund war nämlich ausgebüxt, weshalb einige Anwohner der Bergkamener Wohnsiedlung die Polizei riefen. Die Beamten kamen und stießen auch schnell auf das Tier. Dieses zeigte sich friedlich, sodass die Polizisten es an die Leine nehmen konnten. Und auch den Weg nach Hause kannte die Fellnase gut. An der Wohnung des Besitzers und späteren Angeklagten angekommen, vernahmen die Beamten laut Aktenlage vom Inneren der Wohnung Fernsehgeräusche.

Drogenspur in Bergkamen: Einspruch eingelegt

Zudem brannte das Licht. Mehrfaches Klingeln war jedoch erfolglos, weshalb die Beamten entschieden, durch die nur angelehnte Tür zu gehen, um nach einer, sich eventuell in Notlage befindlichen Person zu suchen. In der Wohnung roch es plötzlich verdächtig. Und tatsächlich: Ihre Nasen hatte die Polizisten nicht getäuscht. Hinter einem Vorhang entdeckten sie eine kleine Plantage mit elf Töpfen Cannabis-Pflanzen. Als der 38 Jahre alte Angeklagte etwa fünf Minuten nach Eintreffen der Polizei in seiner Wohnung ankam, blieb ihm kaum mehr, als ein Geständnis abzulegen. Kurz darauf flatterte dem Bergkamener ein Strafbefehl über 180 Tagessätzen zu je 10 Euro ins Haus. Dagegen legte der Mann Einspruch ein, was nun zum Prozess im Amtsgericht Kamen führte.

Im Gericht gab der Mann den Anbau der Cannabisplantage sofort zu. Er sei selbst Konsument und die Preise auf der Straße seien ihm einfach zu hoch geworden. Was denn dann Ziel des Einspruchs wäre, wollte der Richter wissen. Nun, holte der Angeklagte aus, er könne die Strafe nicht akzeptieren, da die Polizisten seine Haus- und Wohnungstür aufgebrochen hätten. Beide seien nämlich verschlossen gewesen.

Er sehe nicht ein, eine Strafe zu zahlen, obwohl in seinen Augen eigentlich die Polizisten auf die Anklagebank gehörten. Der Richter erklärte, dass die Türen, gar nichts mit dem Strafbefehl zu tun hatten. Zudem führte er an, dass der Angeklagte mit den 180 Tagessätzen zu je 10 Euro gut weggekommen wäre. Bei ihm läge der Tagessatz bei Hartz-IV-Empfängern in der Regel bei 15 Euro. Nach kurzer Bedenkzeit entschied der 38-Jährige schließlich, den Einspruch gegen den Strafbefehl zurückzunehmen.

In einem anderen Fall war in Bergkamen ebenfalls eine Hanfplantage entdeckt worden und die Polizisten machten noch eine weitere Entdeckung.

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