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Endspurt: Sonntag letzter Tag im Wellenbad Bergkamen

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Von: Bernd Kröger, Raphael Balke, Carola Schiller

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Bergkamener Wellenbad in Weddinghofen
Am 14. August ist Schluss im Bergkamener Wellenbad in Weddinghofen. © Robert Szkudlarek

Am kommenden Sonntag rollt die letzte Woge durch das Wellenbad. Der 14. August wird 51 Jahre nach Fertigstellung der damaligen Errungenschaft als Schließungstag in die Annalen eingehen, das haben die Gemeinschaftsstadtwerke am Dienstagnachmittag auf Anfrage des WA mitgeteilt.

Bergkamen - Noch bei der letzten Sause im Freibad namens „Abrissparty“ am Samstag war offen geblieben, wie lange Badegäste noch zu ihrem Vergnügen kommen. In Abhängigkeit zu den Wetteraussichten sollte das Saisonende bestimmt werden. Am Dienstagnachmittag kündigte die Ghana-Hilfe an, am Montag, 22. August, mit der Demontage der Umkleiden und anderer Spenden zu beginnen, die für ihren Krankenhausbau nach Afrika verschifft werden sollen. Damit schien der Schlusspunkt gesetzt.

Anfrage bei den GSW: „Wir haben in der Tat am heutigen Nachmittag entschieden, am 14. August um 19 Uhr Schluss zu machen“, sagte Sprecherin Andrea Wellerdiek. Das bevorstehende heiße Wochenende verspreche noch Badegäste, danach seien die Aussichten eher mäßig.

Ohnehin hat die Aussicht auf die allerletzte Saison – trotz mancher Schwärmerei von früher – nicht gerade für Besucherströme gesorgt. Auch nicht bei der „Abrissparty“ getauften Sause. Da lockten Musik, DJ und ein Wasserparcours zum Tollen.

Die letzten Schwimmer haben vier Pfoten

Fest steht aber, dass die letzten Schwimmer auf allen Vieren kommen werden: Am 3. September findet das Hundeschwimmen statt, mit dem traditionell die Saison endet. Bis dann der Abrissbagger kommt, dauert’s noch ein Weilchen. Ende September/Anfang Oktober könnte der Neubau des Kombibades auf diese Weise beginnen.

Kabinen, Spinde, Kleiderhaken und einiges mehr kommen bei den Abrissarbeiten keineswegs auf den Schrott. Wie berichtet, geht Wiederverwertbares auf weite Reise nach Ghana. Dort leitet Dr. Samuel Okae, Oberarzt an der Paracelsus-Klinik Hemer, mit seinem Projekt „Krankenhaus Ghana“ den Bau eines Krankenhauses nahe der Hauptstadt Accra. Dort haben Teile des Bades dann ein „zweites Leben“.

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