Endlich wieder Kultur

Stadt Bergkamen stellt neues Veranstaltungsprogramm vor

Duo Fortecello
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Im Rahmen des Celloherbstes spielt das Duo Fortecello aus Frankreich im Studiotheater.

Optimistisch und mit voller Kraft voraus: So lassen sich die Planungen des Kulturreferats Bergkamen für die Saison 2021/2022 beschreiben. Herausgekommen ist ein bunter Mix aus Kleinkunst, Musikveranstaltungen, Lesungen, Kreativangeboten und Ausstellungen.

Bergkamen – Am Montag stellten Dezernent Marc Alexander Ulrich, Kulturreferentin Simone Schmidt-Apel und Gereon Kleinhubbert, Werner Ottjes, Jörg Feierabend sowie Mark Schrader – die Leiter von Jugendkunstschule, Musikschule, Stadtbibliothek und Stadtmuseum – das Programm vor. Die Nachfrage ist schon groß. „Wir könnten das Doppelte oder Dreifache anbieten, um die Nachfrage zu erfüllen“, so Ulrich.

Präsentierten das neue Kulturprogramm: (von links) Anne Mandok (Kulturreferat), Azubi Dominik Günsch, Kulturreferentin Simone Schmidt-Apel, Jörg Feierabend (Leiter Stadtbibliothek), Dezernent Marc Alexander Ulrich, Gereon Kleinhubbert (Leiter Jugendkunstschule/Kreative Erwachsenenbildung), Werner Ottjes (Leiter Musikschule), Mark Schrader (Leiter Stadtmuseum).

Kabarett

„Wir haben ein Programm zusammengestellt, das ein Mix ist aus neuen Veranstaltungen und solchen, die im vergangenen Jahr verschoben werden mussten“, so Schmidt-Apel. Mit dabei sind zum Beispiel Kabarettist Jochen Malmsheimer mit seinem Programm „Dogensuppe Herzogin – ein Austopf mit Einlage“ und Simone Solaga, die ihr Programm „Ihr mich auch“ spielt. Bei einer Sonderveranstaltung an einem besonderem Ort – in der Trauerhalle am Hauptfriedhof – ist zudem „Der Tod“ mit seinem Death-Comedy-Programm „Zeitlos“ zu sehen.

„MittwochsMix“

Der „MittwochsMix“ bleibt auch in dieser Saison erst einmal am Standort Studiotheater. Mit dabei ist unter anderem Matthias Reuter, der klar sagt: „Wenn ich groß bin, werd‘ ich Kleinkünstler“, und Ill-Young Kim, der in seinem Programm „Kim kommt“ von seinen haarsträubenden Erlebnissen als Deutscher mit asiatischem Aussehen berichtet.

Weltmusik

Bei diversen Konzerten können Liebhaber anderer Kulturkreise beim Klangkosmos Weltmusik wieder im Trauzimmer in der Marina Rünthe in deren Musik eintauchen. Es spielt unter anderem Mari Kalkun baltische Hymnen an die Natur. Auch Musiker aus Kasachstan, Italien, Kolumbien und Marokko sind dabei.

Larry Garner & Michael van Merwyk gestalten neben anderen Künstlern das musikalische Angebot.

Festivals

Zum Kulturprogramm gehört auch in dieser Spielzeit eine „Mord am Hellweg“-Lesung, obwohl die Jubiläumsfeier der Krimireihe auf das kommende Jahr verschoben wurde. Wilsberg-Autor Jürgen Kehrer kommt mit seiner Geschichte „Bergkamen darf nicht sterben“ in die Schießhalle an der Hansastraße. Im Rahmen des Celloherbsts spielet das Duo Fortecello aus Frankfreich im Studiotheater. Und auch die Nachtfrequenz (Lange Nacht der Jugendkultur), das Take5-Jazz-Festival in diesem Jahr mit Irio Rantala und Uli Bär und die ABC-Jazzband gehören zum Festivalprogramm.

Jugendkunstschule

„Noch sind nicht alle Kurse am Start, aber wir erweitern das Programm beständig“, so Gereon Kleinhubbert. So biete das Team beispielsweise wieder Parkour sowie den Manga-Kurs an, einzusehen wie alle Angebote über die Homepage der Stadt, www.bergkamen.de.

Musikschule

„Da die Bands und Ensembles kaum Möglichkeit hatten zu proben, belassen wir es erst einmal hauptsächlich bei Kursen der Musik-Akademie“, so Werner Ottjes. Die Orchestermatinee und der Swing in den Heiligen Abend stehen aber auf dem Plan. „Die Ensembles haben signalisiert, dass sie da spielbereit sein könnten.“

Stadtbücherei

Was Veranstaltungen angeht, ist das Team um Jörg Feierabend noch zurückhaltend, klar ist aber: Klassische Bücherei-Veranstaltungen wie den Sommerleseclub, den Tag des Buches, den Tag der Bibliotheken soll es nun wieder geben. Zudem sei geplant, samstags von 10 bis 14 Uhr zu öffnen, um ein Angebot für Familien zu schaffen.

Stadtmuseum

Noch ist das Museum eine Baustelle. „Die europaweite Ausschreibung des Ausstellungshauses läuft“, berichtete Mark Schrader. Er sei optimistisch, dass im kommenden Jahr wieder mehr Veranstaltungen möglich seien - dann soll es zum Beispiel auch wieder das Drusus-Camp geben. Aktuell werde die Holz-Erde-Mauer an jedem Wochenende bespielt. „Und es sieht so aus, als wenn wir kurz davor stehen, den Besucherrekord von vor zwei Jahren zu knacken.“

Ausstellungen

Die Galerie Sohle 1 bleibt wegen der Bauarbeiten im Museum auf Wanderschaft. „Das Konzept wollen wir auch für die Zukunft ausbauen“, kündigte Schmidt-Apel an. Daher gibt es für viele der geplanten Ausstelllungen – beispielsweise „Wanderlust“ von Dirk Schmitt – im kommenden Jahr auch noch keinen konkreten Ort.

Klar dagegen ist, dass Jan-Philip Scheibe mit seiner Kunstperformance „Shouldered Streetlights“ im Stadtgebiet unterwegs ist, und die niederländische Künstlerin Femke Schaap in Bergkamen ist, wen es bei der fünften Nacht der Lichtkunst in Westfalen heißt „Hellweg meets Niederlande“.

Info: Erhältlich ist das komplette Kulturprogramm im Kulturbüro, Rathausplatz 4 (neben der Sparkasse). Zu haben sind die Tickets für die jeweiligen Veranstaltungen im Kulturreferat Bergkamen, ansässig im Erdgeschoss des Stadtfensters, Telefon 02307/965-464.

Bei allen Veranstaltungen gelten die Auflagen der dann jeweils gültigen Corona-Schutzverordnung. Aktuell bedeutet das: 3G - gesundet, geimpft, getestet. Je nach Landesvorgaben, darauf weist Dezernent Marc Alexander Ulrich hin, könnte sich das aber auch in 2G (gesundet, geimpft) ändern.

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