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Elternbildungsprogramm auf gutem Weg

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- Foto: Volkmer
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Bergkamen - In Nordrhein-Westfalen gibt es bereits über 300 Rucksack-Gruppen in Kindertageseinrichtungen. In der Nordbergstadt wurden vor über zehn Jahren die ersten Konzepte dieser Art zur Spachförderung und Elternbildung für Zuwanderer im Elementarbereich umgesetzt.

„Das Programm basiert aus der sprachwissenschaftlichen Erkenntnis, dass für einen guten Erwerb der deutschen Sprache eine ausreichende Basis der Herkunftssprache der Familien vorhanden sein sollte. Das Lernen kann nur funktionieren, wenn beide Sprachen sich weiterentwickeln“, fasst Maria Trepper vom Kommunalen Integrationszentrum zusammen.

Die Erfahrung habe gezeigt, dass Kinder, die zusammen mit einem Elternteil schon in der Kita an dem Sprach-Programm zur Integration teilgenommen haben, weniger Probleme beim Übergang in die Schule haben. „Es ist auch schon vorgekommen, dass Mütter beim Übergang zur Grundschule gefragt haben, ob es auch dort ein Rucksack-Projekt gibt“, freut sich Trepper über positives Feedback.

Unter dem Strich ist die Zahl der Teilnehmer allerdings noch überschaubar. Immerhin sei ein leichter Anstieg der Bildungsinteressierten Familien festzustellen. „Doch es ist ein langer Prozess“, so Trepper.

Aktuell läuft das Projekt unter anderem im AWO-Familienzentrum an der August-Bebel-Straße. Hier sind deutsche Kinder in der Minderheit. „Unsere Sichtweise hat sich verändert, denn der Fokus liegt nicht mehr nur auf dem Kind allein, sondern auch auf dem familiären Umfeld“, beschreibt die stellvertretende Einrichtungs-Leiterin Stefanie Patowsky. - chv

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