Mutmaßlicher Dealer vor Gericht

Einhandmesser und 1,7 Kilogramm Marihuana im "Drogenbunker"

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Der 27-Jährige habe vor allem seinen eigenen Gebrauch finanziert.

Bergkamen/ Dortmund - Er fiel auf, weil er seine Drogen dem falschen verkaufte. 45 Gramm Marihuana für 325 Euro bot ein mutmaßlicher Drogendealer aus Bergkamen einem Scheinkäufer der Polizei an.

Nun steht der mutmaßlicher Drogendealer aus Bergkamen  vor dem Dortmunder Landgericht. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt den arbeitslosen Türken, in der Wohnung eines Bekannten in Weddinghofen rund 1,7 Kilogramm Marihuana gebunkert sowie die Verkäufe an den Polizisten getätigt zu haben. 

Handelte es sich um bewaffneten Drogenhandel?

Besonders strafschärfend: In der als „Drogenbunker“ benutzten Weddinghofener Wohnung des Bekannten fanden die Drogenfahnder bei einer Razzia ein Einhandmesser. 

Sollte das Gericht daher von einem bewaffneten Drogenhandel ausgehen, würde dem Angeklagten eine Mindeststrafe von fünf Jahren drohen.

Völlig vermüllte und versiffte Wohnung

Die Verteidiger versuchten daher direkt zu Prozessbeginn, diesen gewaltigen Vorwurf zu entkräften. „Die Wohnung des Bekannten war völlig vermüllt und versifft. Was unter dem Sofa lag, konnte unser Mandant absolut nicht wissen“, ließen die Anwälte wissen. 

Richtig aber sei, dass er in Weddinghofen die beschlagnahmte Menge Marihuana gelagert habe – für den Verkauf und den Eigenkonsum. Auch das Drogengeschäft mit dem verdeckten Ermittler der Polizei wurde eingeräumt. 

Der 27-Jährige sei seit vielen Jahren Haschischkonsument, habe mit den Verkäufen vor allem seinen eigenen Gebrauch finanziert. 

Der Prozess wird fortgesetzt.

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