Tod eines Säuglings beschäftigt Gericht

BERGKAMEN -  Tragischer Unfall oder brutale Straftat? Unter dieser Fragestellung wird ab Montag vor dem Dortmunder Schwurgericht der tragische Tod eines sieben Monate alten Säuglings aus Bergkamen verhandelt.

Auf Anfrage des WA bestätigte der Sprecher des Dortmunder Landgerichts, Dr. Alexander Donschen, dass sich die Mutter des Jungen wegen Körperverletzung mit Todesfolge, fahrlässiger Körperverletzung und unterlassener Hilfeleistung vor Gericht verantworten muss.

Sie soll am 20. Juni 2010 ihren im November des Vorjahres geborenen Sohn in der damaligen Familienwohnung so stark verletzt haben, dass der Säugling einen Tag später im Krankenhaus verstarb. Nach den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft hatte die heute 32-Jährige in den frühen Morgenstunden des Tattages den Jungen zunächst massiv geschüttelt und anschließend mit dem Kopf gegen einen harten Gegenstand geschlagen. Als sich der Zustand des schwerstverletzten Kindes zusehends verschlechterte, soll sie ihrem Sohn unachtsam ein viel zu heißes Körnerkissen auf den Körper gelegt und so dem Kind fahrlässig auch noch Hautverbrennungen zugefügt haben. Im Verlaufe des Tages alarmierte die junge Frau dann schließlich den Rettungswagen – doch offenbar zu spät. Der durch mehrere Schädelbrüche schwerstverletzte Säugling starb am darauf folgenden Tage.

Bei Befragungen durch die Polizei hatte die tatverdächtige Mutter die Misshandlungen ihres Sohnes stets abgestritten und von einem Unfall gesprochen. Ihr Verteidiger Christian Koch aus Dortmund erklärte gegenüber dem WA: „Meine Mandantin beteuert ihre Unschuld und das soll auch in dem Verfahren bewiesen werden.“ -  mw

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