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Kreis Unna verschickt Corona-Informationen jetzt per SMS

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Von: Sabine Pinger

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Kreis Unna verschickt Corona-Informationen jetzt per SMS
Infizierte bekommen die Corona-Informationen vom Kreis Unna jetzt per SMS auf ihr Mobiltelefon. © Lehrke/Kreis Unna

Wer künftig positiv auf das Corona-Virus getestet wird, wird sich kurz danach über eine SMS wundern. Absender: der Kreis Unna. Das Gesundheitsamt geht in der Kontaktnachverfolgung und Dokumentation von Corona-Infizierten nun den digitalen Weg mittels SMS-Versand. Das soll dem Gesundheitsamt Arbeit und Infizierten und Kontaktpersonen Zeit ersparen.

Wer zuletzt ein positives PCR-Ergebnis erhielt, bekam schon keine Quarantäneanordnung mehr. Das ist auch nicht nötig, denn laut Landesverordnung ist jeder selbst verantwortlich, sich in Isolierung zu begeben. Eine telefonische Kontaktaufnahme durch das Gesundheitsamt findet inzwischen auch nicht mehr statt, zu viele Fälle gab es in den vergangenen Wochen. Eine Quarantäne-Bescheinigung mit Hinweisen zu den aktuellen Regeln und ein Zugang zum Covid-19-Informations- und Mitteilungsportal gab es bislang per Post. Ab sofort ist der Übermittlungsweg ein anderer.

Die mit einem positiven Testergebnis an das Gesundheitsamt im Kreis Unna übermittelte Handynummer erhält ab sofort eine SMS. Hier findet sich der Link zum Corona-Portal und ein individueller PIN-Code zum Einwählen. Gibt man im Portal nun PIN und Geburtsdatum ein, gelangt man zu den persönlichen Corona-Dokumenten.

Das ist zum Beispiel die Quarantäne-Bescheinigung mit Hinweisen zu den zurzeit geltenden Regeln, die zuvor noch per Post verschickt wurde. Das Dokument gilt auch als Genesenennachweis oder für den Arbeitgeber.

Im Corona-Portal müssen auch die im Haushalt lebenden Kontaktpersonen angegeben werden, diese erhalten daraufhin ebenfalls eine SMS, inklusive Zugang zum Portal. Wer sich „freigetestet“ hat, kann das auch negative Testergebnis hier hochladen.

Hotline bei Problemen anrufen

100 Tage ist ein Dokument im Portal gespeichert. Änderungen sollen unkompliziert erfolgen können. Stimmt etwa das Datum der positiven Testung nicht, soll sich das via Anruf bei der kürzlich ausgebauten Corona-Hotline (0800/1020205 oder 02303/676280) schnell korrigieren und das Dokument ersetzen lassen. Auch dann erhält die betroffene Person eine SMS: der Hinweis auf eine Änderung oder ein neues Dokument im Portal. Die Hotline ist auch erster Ansprechpartner bei Problemen mit dem Log-in.

Ist keine Handynummer hinterlegt, wird der Versand aller Dokumente und Hinweise weiterhin per Post abgewickelt. Empfänger müssen in diesem Fall allerdings deutlich länger auf ihre Dokumente warten.

Die übermittelte Handynummer wird im System des Gesundheitsamtes automatisch über den Provider geprüft. Gibt es sie gar nicht, wird automatisch der Postversand eingeleitet. Sollte die Nummer jemand anderem gehören, kann sich die Person ohne das zugehörige Geburtsdatum auch mit der PIN nicht in das Corona-Portal eines anderen einwählen.

Wichtig ist also, eine richtige und aktuelle Handynummer beim Test anzugeben. Auch beim Hausarzt sollte die aktuelle Nummer hinterlegt sein. pku

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