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Drogen nicht geliefert: Trio bricht beim Dealer ein

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Von: Jana Peuckert

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Diebe brachen in einen Baumarkt in Werl ein.
Ein Bergkamener ist in die Wohnung eines Drogendealers eingebrochen. (Symbolbild) © Daniel Maurer

Nach einem Streit über nicht gelieferte Drogen ist ein Trio in die Wohnung eines Dealers in Bergkamen eingestiegen. Eine der Beteiligten musste sich dafür nun verantworten.

Bergkamen – Mühsam bekam eine junge Frau aus Bergkamen im Februar 2020 120 Euro für Drogen zusammen. Zwei Freunde sollten noch Geld dazu tun und es einem Dealer übergeben. Stoff bekamen sie allerdings nicht. Der Dealer behielt das Geld. Darüber wütend, beschloss die Frau, in die Wohnung des Dealers in Bergkamen einzubrechen.

Zwei Freunde standen ihr zur Seite. Einer verwüstete mit ihr die Wohnung, der zweite stand Schmiere. Eine Stereoanlage und zwei Playstation sollten die Einbrecher erbeutet haben. Bei dem Bergkamener, der aufgepasst hatte, fanden Ermittler später bei einer Wohnungsdurchsuchung 4,6 Gramm Marihuana.

Beihilfe zum Einbruch

Die Staatsanwaltschaft warf dem 23-Jährigen vor, sich bezüglich des geplatzten Drogendeals wegen versuchtem unerlaubten Erwerbs von Betäubungsmitteln, des Weiteren wegen Beihilfe zum Einbruch sowie wegen unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln strafbar gemacht zu haben.

Im Schöffengericht des Amtsgerichts Unna erklärt der Bergkamener: „Ich habe kein Geld mit den anderen zusammengelegt.“ Und: „Eingebrochen bin ich nicht. Ich habe Wache gestanden.“ Die Drogen in seiner Wohnung gehörten einem Kollegen. Aus reiner Freundschaft habe er der jungen Frau helfen wollen.

Angeklagter ohne Vorstrafen

Das bestätigte die 21-jährige Einbrecherin. Sie gab zu: „Ich war sauer, brauchte jemanden, der Schmiere stand.“ Also habe sie sich den Angeklagten „geschnappt“. Der habe kein Geld zum geplatzten Drogendeal dazugegeben. Dieser Vorwurf fällt weg. Beihilfe im unteren Bereich zum Einbruch sowie der Besitz des Marihuana bleiben.

Vorstrafen hatte der Bergkamener nicht. Das Gericht stellte sein Verfahren vorläufig ein. Ein spürbarer Denkzettel musste aber sein, weshalb der 23-Jährige mit einem weshalb der 23-Jährige mit einem Nettoeinkommen von 1450 Euro, als Auflage innerhalb eines halben Jahres 1800 Euro zahlen muss.

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