Wiederholungstäter

Handel mit Ecstasy: Mann aus Bergkamen in Erklärungsnöten

Ecstasy
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Symbolfoto

Die Polizei erwischt einen 21-Jährigen mit fast 100 Ecstasy-Pillen, die ihm ein Bergkamener verkauft hatte. Das hatte nun Folgen für 32-jährigen Drogenhändler.

Bergkamen – Weil ein 21-Jähriger auffällig am Bahnhof in Lünen gesessen hatte, entschied sich eine Polizeistreife, den Mann zu kontrollieren. Sofort rückte dieser zwei Tüten mit insgesamt 95 Ecstasy-Tabletten heraus. Auch beim Liefern eines Namens von dem Mann, der ihm die Tabletten verkauft hatte, war er schnell. Und so gelangten die Beamten zu einem 32-jährigen Bergkamener, der sich nun im Amtsgericht Kamen wegen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln verantworten musste.

Der Prozess endete mit einer viermonatigen Haftstrafe auf Bewährung. Dabei war der Verkauf der Ecstasy-Tabletten nur einer von insgesamt drei Vorwürfen. Der Angeklagte soll nämlich demselben Mann, den die Polizei aufgegriffen hatte, Marihuana für zehn Euro verkauft haben. Zudem fanden Ermittler bei einer Wohnungsdurchsuchung am 21. November vergangenen Jahres 8,6 Gramm Amphetamin sowie zwei Cannabis-Stecklinge.

Cannabis-Stecklinge in der Wohnung

Bezüglich des Amphetamins gab der Angeklagte im Gericht an, er habe zahlreiche Bekannte in der Wohnung gehabt, denen der Stoff gehörte. Die Stecklinge seien zwar seine, aber sie seien schon tot gewesen.

Und bezüglich des aufgegriffenen Mannes erklärte der 32-Jährige: „Ich habe dem nie was verkauft.“ Nach der Vernehmung von mehreren Polizeibeamten, die bei der Wohnungsdurchsuchung dabei waren oder den 21-Jährigen am Bahnhof aufgegriffen hatten, sowie dem Anhören des 21-Jährigen selbst entschied der Richter, dem Angeklagten keinen Glauben zu schenken. Vielmehr stand für ihn fest, dass der Bergkamener Handel mit den Ecstasy-Tabletten getrieben hatte. Die restlichen Vorwürfe stellte der Vorsitzende im Hinblick auf die für das Ecstasy zu erwartende Strafe ein.

Der Angeklagte war schon einmal 2018 wegen Besitzes von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge zu neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Auch dieses Mal setzte der Richter die vier Monate Haft noch einmal zur Bewährung aus. Als Auflage muss der Angeklagte 80 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.

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