Sechs Monate Strafe

Drogen und kein Führerschein: Bergkamener ist unbelehrbar

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Symbolbild

Bergkamen – Ein unbelehrbarer Autofahrer und Straftäter muss erneut für sechs Monate ins Gefängnis. Weitere Gerichtsverfahren sowie laufende Bewährungen könnten seinen Aufenthalt hinter Gittern außerdem noch deutlich verlängern.

Der 38-jährige Bergkamener war trotz einschlägiger Vorverurteilungen und Kontrollen durch Führungsaufsicht und Bewährungshilfe zweimal dabei erwischt worden, wie er ohne Führerschein unterwegs war. In einem Fall hatte er zudem beträchtliche Mengen Amphetamin im Blut. 

Kopfschüttelnd reagierten die Prozessbeteiligten auf Informationen der Staatsanwaltschaft, dass eine weitere einschlägige Anklage gegen ihn vorliegt und zudem in wenigen Wochen gegen ihn wegen eines Drogendeliktes verhandelt wird. 

Angeklagter ist kein Unbekannter 

Der Platz auf der Anklagebank ist dem auffälligen Mann mit Glatze und großflächigen Tätowierungen am Hals bestens bekannt. Er hat unter anderem wegen schwerer Brandstiftung, Einbruchdiebstahls und gefährlicher Körperverletzung etliche Jahre im Gefängnis und in einer geschlossenen Entzugsanstalt gesessen. 

„Gearbeitet habe ich noch nie, habe damit totale Probleme“, erklärte der Bergkamener, der bislang auch 600 Stunden früher verhängte Sozialstunden nicht abgeleistet hat. 

Nach Angaben seines Verteidigers leidet er an starken Konzentrationsstörungen und Unruhezuständen, die seit kurzer Zeit medikamentös behandelt würden. Ein Bewährungshelfer hatte ihm durchaus positive Entwicklungen bescheinigt, er sei jetzt Vater eines Säuglings und wolle diese Rolle ausfüllen. 

Gericht bleibt skeptisch

Das Amtsgericht Unna zeigte sich dagegen skeptisch und verhängte für die beiden Fahrten ohne Führerschein eine sechsmonatige Gefängnisstrafe. Dieses Urteil wurde jetzt in zweiter Instanz vor dem Dortmunder Landgericht rechtskräftig.

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