Teleskopmast der Bergkamener Wehr ist nach Einsatz in Bönen in der Werkstatt

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Bergkamen - Krisensitzung, Begutachtung und Ersatzbeschaffung: Zwei arbeitsreiche Tage liegen hinter der Feuerwehrleitung und den Verwaltungsmitarbeitern. Dass beim Großbrand des GWA-Recyclingbetriebs in Bönen der Teleskopmast der Einheit Oberaden schwer beschädigt wurde, stellt Stadt und Feuerwehr vor Herausforderungen. 

„Eine Stadt unserer Größenordnung braucht zwei Hubrettungsgeräte“, erklärte die zuständige Dezernentin Christine Busch. Mit dem Ausfall des Teleskopmastes bliebe aber nur noch die in Weddinghofen stationierte Drehleiter. „Feuerwehrintern wird sich daher auch schon um Ersatz gekümmert“, sagte Busch. 

Es läge auch schon eine Mitteilung einer Berufsfeuerwehr vor, dass man gerne helfen würde, und auch eine Firma habe bereits signalisiert, dass es möglich sei, ein Fahrzeug zu leihen. „Die Entscheidung wird relativ schnell fallen. Am liebsten hätten wir das Fahrzeug ja schon morgen“, sagte Busch gestern. Zusammenhalt gefordert So schnell wird es aber aller Voraussicht nach wohl nicht gehen, weshalb die Alarmierungsordnung verändert wurde. 

Hilfe aus der Nachbarschaft 

Die Drehleitern und Hubrettungsfahrzeuge der benachbarten Kommunen werden nun im Fall eines Einsatzes nach Bergkamen fahren. In Rünthe passiert dies aufgrund der räumlichen Nähe zur Feuerwehr Werne ohnehin schon regelmäßig, in den anderen Ortsteilen rücken die Feuerwehren Kamen beziehungsweise Lünen an. „Das würden wir andersherum genauso tun“, erklärt Feuerwehrchef Dietmar Luft. „Das ist eben die große Feuerfamilie. Da unterstützt man sich.“ 

Was jedoch mit dem schwer beschädigten Teleskopmast ist, muss die nächste Zeit zeigen. Als der Brand in Bönen von einer Halle auf die anderen beiden überging und das Feuer durchzündete, stand das im Innenhof parkende Fahrzeug plötzlich mitten in den Flammen. „Wichtig ist, dass die Kameraden weitestgehend gesund und munter davongekommen sind“, betonte Luft auch gestern noch zutiefst erleichtert. 

„Wahrscheinlich kein Totalschaden“

Mit der gesamten Oberadener Einheit habe man am Sonntagabend noch zusammengesessen und Gespräche geführt und das werde fortgesetzt. Fahrzeug unter Verschluss Bessere Nachrichten als erhofft gab es auch über das Fahrzeug selbst, das nach dem Vorfall in Bönen an Ort und Stelle geblieben war und mitten auf dem Gelände stand. „Es ist wahrscheinlich kein Totalschaden“, hatte Christine Busch bereits am Morgen gesagt. 

„Die Finanzierung der Schadensbehebung ist aber nicht unerheblich“, schränkte sie ein, dass es eventuell eben doch ein wirtschaftlicher Totalschaden sein könnte. Außer viel Ruß könne der Laie da aber wenig erkennen. Die Kamener Reparaturwerkstatt Kollmer schaffte es jedoch bereits in mehrstündiger Arbeit, dass der Teleskopmast wieder eingefahren und das Fahrzeug von seinen Stützen abgesenkt werden konnte. 

Schadensaufnahme benötigt Zeit

„Es ist dann selbstständig von der Einsatzstelle in Richtung Werkstatt gefahren“, beschrieb Luft. „Das Auto ist jetzt aber unter Verschluss. Nun folgen Schadensaufnahme, Begutachtung und so weiter. Das braucht alles seine Zeit.“ Dass es in Oberaden jedoch in absehbarer Zeit wieder ein Hubrettungsfahrzeug gäbe, stünde außer Frage.

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