Im Drehbuch trifft das Gute auf das Böse 

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Der Drehbuchworkshop unter Leitung von Daniel Schinzig, 2.vli., im Rahmen des Bollywoodprojekts der Streetworker und der Jugendkunstschule begann im Pestalozzihaus.

Bergkamen - Stuntleute, Schauspieler, Regisseur - sie sind unabdingbar für einen Filmdreh. Aber: kein Film ohne Drehbuch. Mit der Grundlage jedes Films beschäftigen sich rund zehn Jugendliche und junge Erwachsene im Drehbuchworkshop des Projekts „Bergkamen goes Hollywood“. Von Daniel Schinzig, der beim eigentlichen Filmdreh Regie führen wird, lernen sie, worauf es bei der Geschichte für einen Film ankommt.

Bereits am Montag startete der zweiwöchige Workshop in der Anlaufstelle Anstoß der Streetworker. „Das meiste ist trotzdem noch völlig offen“, erzählte Daniel Schinzig. Ein paar mögliche Szenen haben er und seine Schützlinge zwar schon recht genau vor den Augen - tatsächlich kann sich aber alles nochmals ändern. Auch die Drehorte, wobei eins jedoch klar ist: „Es wird ein, zwei Orte geben, bei denen ganz eindeutig ist, dass der Film in Bergkamen gedreht ist“, sagte Schinzig. Ein relativ sicherer Drehort wird beispielsweise die Marina Rünthe sein.

 Und auch auf das klassische Aufeinandertreffen von Gut und Böse haben die jungen Drehbuchschreiber sich schon verständigt. „Dabei finden sie die Bösen deutlich spannender.“ Das Gefüge der „Unterwelt“ sei weitaus fortgeschrittener als alle Überlegungen zu den Guten der Handlung. „Da wissen wir noch nichts“, sagte Schinzig lachend. Während die Teilnehmer Ideen diskutieren, behält er im Hinterkopf, worauf es bei einem guten Drehbuch ankommt. „Wichtig ist beispielsweise ein Spannungsbogen“, erklärte er. 

Spannung und Humor erzeugen 

Um seinen Schülern zu vermitteln, wie sie Spannung oder auch Humor erzeugen können, brachte er zu Beginn einige Drehbücher mit. „Danach haben wir ganz grob überlegt, worum es bei unserem Film gehen könnte. Heute widmen wir uns langsam einzelnen Handlungssträngen“, erzählte Kristin Haumann. Die 20-Jährige hat sich für den Drehbuchworkshop entschieden, um kreativ tätig zu sein. „Ich finde es spannender, eine Geschichte mit zu entwickeln, als beispielsweise bei den Stunts dabei zu sein.“ Ähnlich geht es dem 18-jährigen Renas Hassan, der mit seinen Mitstreitern am Tisch sitzt und sich Gedanken über mögliche Szenen machte. 

Von Hauptthema „Bollywood“ lassen die Akteure sich dabei nicht einschränken. „Momentan sieht es eher so aus, als würde es eine Action-Krimi-Comedy, die sich ums Thema Zivilcourage dreht und Bollywood-Elemente hat“, sagte Schinzig. Auch für ihn selbst bietet der Kurs eine neue Herangehensweise an die Arbeit. „Wir schauen genau darauf, was die Teilnehmer in den anderen Workshops machen, um das, was die Stuntleute oder die Tänzer lernen, ins Drehbuch aufnehmen zu können“, erklärte er. Schließlich sollen beim Filmdreh alle Beteiligten das Gelernte auch in Szene setzen können.

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