"Dream It": Schreberjugend Bergkamen tanzt bei Benefizgala

Bergkamen/Kamen – Sanfte Melodien, stampfende Rhythmen, wilde Choreografien und donnernder Applaus: Die Schreberjugend hat bei der Benefizgala des Lionsclubs Bergkamen wieder für einen spannenden Abend gesorgt. In der Konzertaula am Kamener Gymnasium entführten rund 150 Tänzerinnen ihr Publikum in eine Traumwelt.

Nach einem eher sanften und ruhigen Auftakt ging es auf der Bühne der ausverkauften Aula den Abend über Schlag auf Schlag. „Dream it“ („Träume es“) war die Gala betitelt. Und mit träumerischer, nahezu schlafwandlerischer Sicherheit bewegten sich die Tänzerinnen auf der Bühne. Schon die Kleinen waren dabei und genossen ihre Zeit im Rampenlicht.

„Es stehen Tänzer zwischen sechs und 66 Jahren auf der Bühne“, kündigte Schreberjugend-Vorsitzende Maria Franke an. Sie übernahm nach der Begrüßung des Publikums durch Lions-Präsident Martin Brandt, Bergkamens Bürgermeister Roland Schäfer und Kamens erstem Beigeordneten Dr. Uwe Liedtke die kurze Einführung in die Gala, deren Reinerlös der Lionsclub für die Aktion „Kinderarmut – dagegen stellen wir uns auf“ spendet.

Benefizgala "Dream it" der Schreberjugend Bergkamen

Benefizgala "Dream it" der Schreberjugend Bergkamen

Danach gehörte die Bühne endgültig den Gruppen der Schreberjugend. Beteiligt waren Flowerpowers, Rockies, Blueberries, Shorties, Polka Dots, Smart!, Allstars, Jumpsticks, Wild Beats, Starlights, Crazy! und Freunde. Mal begeisterten zwei oder drei von ihnen, mal eine Handvoll Tänzerinnen mit ausgefeilten Choreografien – allesamt erarbeitet von den Gruppenleitern und einem externen Helfer. Und bei manchen Auftritten war die Bühne so rappelvoll, dass es kaum möglich war, alle kleinen Details zu entdecken, die die Choreografen in die Performance eingearbeitet hatten. Damit die bei allen Akteuren absolut sicher saß, lagen vor dem Abend viele Monate Proben hinter ihnen. „Wir haben uns ein Jahr darauf vorbereitet und intensiv geprobt“, erzählte Franke.

Und so ging es auf der Bühne mal ruhig zu – wie Traumwelten, die den Schlafenden im sanften Schlummer wohlig umfangen. Dann wirbelten die Tänzerinnen wild über die Bühne, waren scheinbar überall zugleich und rissen die Zuschauer in die Performance hinein wie ein intensiver Traum, der atemlos macht. Doch es waren nicht nur schöne Träume, die mal aus Kinder- und mal aus Erwachsenensicht in der Aula zu sehen waren. Auch beklemmende Träume wurden in Szene gesetzt.

Donnernder Applaus als Belohnung

Darauf abgestimmt waren nicht nur die Melodien, auch die Texte gaben Hinweise: „Hör nicht auf zu träumen“ von Xavier Naidoo war da eine der deutlichsten Botschaften der Benefizgala. „Wovon sollen wir träumen“, fragten die Tänzerinnen mit dem Song von Frida Gold. Und gaben sich, unterstützt vom rhythmischen Klatschen des Publikums, immer neue Antworten darauf. Träumten mit Filmmusik aus „Vaiana“, ließen die Angst hinter sich, überstanden Albträume und ließen sich am Ende mit donnerndem Applaus belohnen.

Der wird für diese Show einmalig bleiben: Wer nicht dabei war, hat Pech: In der Form wie am Samstag wird es „Dream it“ nicht mehr zu sehen geben. „Tänze daraus nutzen wir natürlich weiter“, sagt Franke. „Die Show an sich haben wir aber extra für die Benefizgala konzipiert, sie war nur dort zu sehen.“

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