Zwei Männer vor Gerícht

Doppel-Überfall auf Netto Weddinghofen: Das erwartet die Räuber jetzt

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Gleich zweimal war der Netto in Weddinghofen im Herbst 2017 überfallen worden.

Bergkamen/Dortmund – Am kommenden Freitag beginnt die juristische Aufarbeitung zweier bewaffneter Raubüberfälle in Bergkamen.

Zwei 50 und 22 Jahre alte Männer aus Lünen stehen vor dem Dortmunder Landgericht wegen einer ganzen Serie von gemeinschaftlich verübten Überfällen.

Innerhalb weniger Tage sollen sie im Herbst 2017 zwei Mal denselben Lebensmitteldiscounter an der Schulstraße in Bergkamen überfallen, im Laufe der der folgenden Tage außerdem Supermärkte in Lünen und Dortmund überfallen und jeweils vom Kassenpersonal die Tageseinnahmen erpresst haben.

Mutmaßliche Serientäter hatten offenbar ein Muster

Die mutmaßlichen Serientäter gingen offenbar stets nach dem gleichen Muster vor: In wechselnder Beteiligung, zum Teil auch mit weiteren Mittätern, fuhren sie zu dem ausgespähten Objekt, hatten Gesichtsmasken sowie Gaspistolen oder Messer als Waffen dabei. Während ein Komplize mit dem Fluchtwagen Schmiere stand, drang der andere maskiert und bewaffnet in den Laden, forderte unter vorgehaltener Waffe die Tageseinnahmen und stürmte wieder heraus.

Beim ersten Überfall auf den Bergkamener Discounter erbeutete das angeklagte Duo laut Staatsanwaltschaft am 22. September 2017 exakt 4 433 Euro, zwölf Tage später flüchteten die Räuber mit 1 831 Euro aus den Tageseinnahmen.

Erst knapp ein Jahr nach dem letzten Überfall in Lünen Ende Oktober vergangenen Jahres wurden die beiden Männer im September vergangenen Jahres festgenommen und sitzen seither in Untersuchungshaft. Sollten sie der angeklagten Taten überführt werden, drohen ihnen langjährige Haftstrafen.

„Die Mindeststrafe für einen schweren Raub beträgt fünf Jahre. Diese Strafe wird dann durch weitere Taten angemessen erhöht“, erklärte auf WA-Anfrage Gerichtssprecher Dr. Thomas Jungkamp. Für den Prozess sind mehrere Verhandlungstage bis Anfang April terminiert.

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