Dieser Kandidat der Grünen will Bürgermeister von Bergkamen werden

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Bergkamen – Thomas Grziwotz soll für die Bergkamener Grünen ins Rennen um das Bürgermeister-Amt gehen. Das ist zumindest der Wille des Ortsverbandsvorstands, wie Harald Sparringajetzt bekannt gab. Sparringa bildet gemeinsam mit Anita Greinke die Doppelspitze beim Vorsitz der Bergkamener Grünen.

Klar wird diese Bürgermeister-Personalie aber erst sein, wenn auch die 35 Mitglieder des Ortsverbands dem Vorschlag ihres Vorstands gefolgt sind. Zur Versammlung mit Wahl des Kandidaten wurden alle für den 20. Mai eingeladen – und eventuell könnte es dann auch noch einen Gegenkandidaten für Thomas Grziwotz geben. 

Ein ehemaliger Bergkamener, der inzwischen in Fröndenberg lebt, hatte sein Interesse am Bürgermeister-Amt bekundet, allerdings sei der im Moment nicht erreichbar, erklärte Sparringa. Aus der langen Bekanntschaft heraus sei man auch eher skeptisch, dass der in der Mitgliederschaft eine Chance haben könne. „Der Vorstandsbeschluss war daher einstimmig für Thomas Grziwotz“, erklärte Sparringa. 

Lange Zeit der Entscheidungsfindung

Dabei hatten die Bergkamener Grünen lange mit sich gerungen, ob man überhaupt einen eigenen Kandidaten für die Nachfolge von Amtsinhaber Roland Schäfer aufstellen wollte. „Wir hatten intensive Diskussionen“, erklärte Sparringa und gibt zu: Wenn sich die SPD bei der Kandidaten-Aufstellung für eine Frau entschieden hätte, „dann wären wir sehr ins Grübeln gekommen“, erklärt Sparringa. 

Thomas Grziwotz will Bürgermeister werden.

So aber sei man zu dem Entschluss gekommen: „Wir können das genauso gut wie die anderen“, sagt Sparringa. Dass es jedoch Thomas Grziwotz werden würde, war lange nicht klar gewesen. Der Ortsverbandsvorstand hatte seine Fühler nach allen Seiten ausgestreckt, hatte sowohl Externe angesprochen wie auch Kontakte zum Landesverband der Grünen geknüpft. „Aber bei der Größenordnung unserer Stadt ist es schwierig, jemanden von außerhalb zu finden“, erklärte Sparringa. 

Hoffnung auf Stichwahl

Denn da vielerorts in NRW die historische Chance bestehe, dass ein Grüner das Rennen machen könne, war das Angebot an geeigneten Kandidaten begrenzt – und Bergkamen musste sich der Konkurrenz von Städten ganz anderen Kalibers stellen. „Die Kontakte zum Land waren daher nicht vielversprechend“, sagt Sparringa. 

Nun soll es Thomas Grziwotz für die Grünen richten. Gegen Amtsinhaber Roland Schäfer war der 62-Jährige bei vergangenen Wahlen chancenlos, wie es gegen Bernd Schäfer (SPD) und Thomas Heinzel (CDU) aussehen wird, bleibt abzuwarten. „Spannend wird sein, wer in die Stichwahl kommt“, sagt Sparringa. Denn die drei bislang bekannten mutmaßlichen Kandidaten – nicht nur Grziwotz, sondern auch Heinzel muss noch von der Parteibasis als Kandidat nominiert werden – sind erfahren und gut bekannt. 

Grziwotz sitzt seit über 30 Jahren im Rat der Stadt Bergkamen und ist Träger des Ehrenrings. Der 62-Jährige ist Lehrer an einer Altenpflegeschule der Arbeiterwohlfahrt sowie Koordinator der Weiterbildung. „Als Fachausschussvorsitzender hat er längst bewiesen, dass er sowohl Politik als auch Verwaltung kann“, schreibt Sparringa dem Mann ins Stammbuch. 

Kandidatenwahl im Ratssaal

Die Wahl des Bürgermeister-Kandidaten der Grünen am 20. Mai wird jedoch unter den Vorzeichen von Corona anders ausfallen als gewohnt. Ausnahmsweise darf der Ratssaal genutzt werden, der für Parteien eigentlich tabu ist. Die angeschriebenen 35 Mitglieder müssen sich per Email für die Versammlung anmelden und bekommen dann personalisierte Sitzplätze zugewiesen. Maskenpflicht und andere Hygiene- und Sicherheits-Vorschriften sind dann einzuhalten. 

Aus Gründen des Gesundheitsschutzes darf die Versammlung auch nicht öffentlich sein. „Öffentlichkeit bedeutet ja nicht nur den Zutritt von Pressevertretern, dann dürfte ja jeder kommen“, erklärt Sparringa. Und das sei in Corona-Zeiten nicht zu leisten.

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