Rund 180 Kontaktpersonen

Die größten Test-Aktionen bislang: In Bergkamen sind an zwei Schulen Corona-Fälle aufgetreten

Das Städtische Gymnasium hat erstmals mit Corona zu kämpfen, an der Gesamtschule in Bergkamen tritt das Virus bereits zum dritten Mal auf.
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Das Städtische Gymnasium hat erstmals mit Corona zu kämpfen, an der Gesamtschule in Bergkamen tritt das Virus bereits zum dritten Mal auf.

Am Städtischen Gymnasium in Bergkamen fand am Donnerstag eine der größten Corona-Testungen statt, die der Kreis Unna im Zuge der Pandemie durchgeführt hat. Von rund 100 Schülern und Lehrern wurden Rachenabstriche gemacht. Derweil werden an der Willy-Brandt-Gesamtschule am Freitag rund 80 Personen getestet.

Mit den ersten Ergebnissen ist frühestens am Samstag zu rechnen.

Dass die Testungen nach Auftreten nachgewiesener Corona-Fälle an den beiden Schulen nicht zeitgleich über die Bühne gehen, hat mit den Kapazitäten im Gesundheitsamt zu tun. „Unsere mobilen Einsatzkräfte können die Menge an Testungen nur nacheinander vornehmen“, sagt Max Rolke, Sprecher der Kreisbehörde.

Ein sehr, sehr großer Teil der Schüler trägt den Mund-Nasen-Schutz auch während des Unterrichts.

Schulleiterin Bärbel Heidenreich

Am Gymnasium hatten sich zwei junge Menschen aus dem Q1-Jahrgang mit dem Virus infiziert. Zu den Kontaktpersonen zählen die Mitschüler aus den jeweiligen Kursen und zehn Lehrkräfte. „Sie alle stehen mindestens bis zum 2. Oktober unter Quarantäne“, berichtet Schulleiterin Bärbel Heidenreich. Sie sieht die Schule angesichts der hohen Zahl von Betroffenen auch mit organisatorischen Herausforderungen konfrontiert. Der Vertretungsplan am Donnerstag jedenfalls war ziemlich lang. Q2-Schüler lösten Aufgaben teils von zu Hause aus.

Die Corona-Fälle sind am Dienstagabend bekannt geworden. Die Schüler hatten sich direkt an die Schulleitung gewandt. Für Heidenreich ein Zeichen, dass sie ein hohes soziales Verantwortungsgefühl in sich tragen. Dies zeige auch die übrige Schülerschaft. „Ein sehr, sehr großer Teil trägt den Mund-Nasen-Schutz auch während des Unterrichts, obwohl dies nicht vorgeschrieben ist“, erzählt die Schulleiterin. Das sei lobenswert und mache das Kollegium auch stolz.

Lehrer wurden noch am Mittwoch getestet

Die Testungen fanden über den Tag verteilt in der Turnhalle statt; sie kann durch einen Nebeneingang betreten werden. Für die 74 Lehrerinnen und Lehrer am Gymnasium wurden bis dato routinemäßig Testungen angeboten. Erst am Mittwoch, zum dritten Termin während der Pandemie, war dazu ein niedergelassener Arzt im Haus.

Eine Schule könne nicht wirklich damit rechnen, vom Coronavirus verschont zu bleiben, sagt Heidenreich. Insofern kämen die Fälle nicht überraschend. Sie zeigten überdies, wie wichtig die AHA-Regel (Abstand halten – Hygiene beachten – Alltagsmaske) sei. Das verantwortungsvolle Verhalten der Schüler stimme sie optimistisch, dass die Schule diese Zeit gut überstehe.

Gesamtschule zum dritten Mal betroffen

Während das „Städtische“ erstmals mit Corona zu kämpfen hat, tritt das Virus an der Gesamtschule in Bergkamen bereits zum dritten Mal auf. Zunächst kurz vor den Sommerferien, als zwei damalige Neuntklässler infiziert wurden, dann neuerlich Anfang September, als ein „neuer“ Neuntklässler betroffen war. Die darauffolgende Testung von 60 Schülern, Lehrern und auch Eltern verlief negativ.

Diesmal ist laut Dirk Rentmeister, dem kommissarischen Schulleiter, ein Achtklässler betroffen, dessen Vater zuvor Symptome gezeigt hatte. Zu den Kontaktpersonen gehören die Schüler und fünf Lehrer, mit denen der Betroffene auf Klassenfahrt in der Jugendbildungsstätte Nordwalde war.

In der Regel kommen die Testergebnisse nach und nach aus den Laboren. „Wir werden wohl erst am Montag einen vollständigen Überblick über die Situation am Gymnasium erhalten“, sagt Rolke. Am Dienstag wäre dann der Stichtag für die Gesamtschule.

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