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Gesamtschul-„Drama“ mit Happy End? Fachräume sollen wieder nutzbar werden

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Von: Jürgen Menke

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Die Notausgangstreppe an der Willy-Brand-Gesamtschule in Bergkamen
Die bestehenden Rettungsausgänge am naturwissenschaftlichen Trakt können aus technischen Gründen nicht erweitert werden. Daher muss eine neue Treppe bis ins Obergeschoss gebaut werden. © Robert Szkudlarek

In der Willy-Brandt-Gesamtschule dürfte sich Erleichterung einstellen: Der Bau einer zusätzlichen Brandschutztreppe am naturwissenschaftlichen Trakt soll Ende Januar, spätestens Anfang Februar beauftragt werden. Mit Fertigstellung des Bauwerks wären die vier Fachräume im Obergeschoss wieder nutzbar.

Bergkamen – Vor knapp zwei Jahren waren sie außer Betrieb genommen worden. Der Grund: Durch geänderte Auflagen war der Brandschutz in der ersten Etage des 1991 errichteten Gebäudes nicht mehr gewährleistet. Das machte schnelles Handeln nötig.

Dass es so lange dauert mit der neuen Treppe, führt Ralf-Dieter Brauner, Leiter des Amts für Immobilienwirtschaft bei der Stadt, auf das Brandschutzkonzept zurück, das noch habe erstellt werden müssen. Damit sei eine externe Firma beauftragt worden, die sich „aus innerbetrieblichen Gründen“ viel Zeit für die Aufgabe habe nehmen müssen.

Baugenehmigung erteilt

Mittlerweile seien der Bauantrag gestellt und die Baugenehmigung erteilt worden, schildert Brauner. Die Submission ende am 24. Januar, danach könne der Auftrag an das Unternehmen mit dem besten Angebot vergeben werden. Wann das Bauwerk dann steht, bleibe abzuwarten. „Ich hoffe zeitnah“, sagt Brauner. Bekanntlich hätten Handwerksbetriebe derzeit große Probleme mit der Materialbeschaffung.

Die neue Feuerschutztreppe soll aus verzinktem Metall gefertigt werde. Dafür ist eine fünfstellige Summe an Geld veranschlagt. Eine Erweiterung bestehender Rettungsausgänge sei aus technischen Gründen nicht möglich gewesen, heißt es.

Schluss mit Experimenten

Eine, die die vier Fachräume lieber heute als morgen wieder nutzen möchte, ist Dr. Jennifer Lach. „Immerhin sind wir Mint-Schule“, verweist die Leiterin der Gesamtschule auf die dortigen Schwerpunkt-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

Als „Drama“ bezeichnet Lach die aktuelle Situation. „Die Bio- und Chemielehrer geben ihren Unterricht teilweise in normalen Klassenräumen.“ Dass sie dort – auch aus Sicherheitsgründen – nicht ihr komplettes Equipment einsetzen könnten, sei nachvollziehbar. So könne das eine oder andere Experiment zurzeit nicht durchgeführt werden.

Die Linke hatte nachgefragt

Um das Treppen-Ärgernis ging es jüngst auch im Schulausschuss. Die Linken-Fraktion hatte per Antrag um Erläuterungen zum Sachstand gebeten und dazu aufgerufen, Maßnahmen zu ergreifen, dass es an anderer Stelle nicht zu ähnlichen Verzögerungen kommt. Der Ausschuss folgte allerdings mehrheitlich der Einschätzung der Stadtverwaltung, dass das Thema von den Fachpolitikern im Bereich „Bauen und Verkehr“ erörtert werden müsse.

Dieses Fachgremium tagt das nächste Mal am Mittwoch, 9. Februar, ab 17 Uhr im Ratssaal des Ratstraktes. Eine Tagesordnung liegt noch nicht vor.

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