Neuer Radweg an der Landwehrstraße in Bergkamen

Projekt gelingt nur durch Engagement der Anwohner

Alle Beteiligten sind froh, dass der Bürgerradweg an der Landwehrstraße in Bergkamen nun genutzt werden kann.
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Sebastian Felgenhauer von Straßen.NRW, Norman Raupach, Fahrradbeauftragter der Stadt, Baudezernent Dr. Hans-Joachim Peters, Anlieger Dirk Darenberg, Bauausschuss-Vorsitzender Knut Bommer, Bürgermeister Bernd Schäfer, Initiator Helmut Edel und Ortsvorsteher Rainer Bartkowiak (von links) sind stolz auf den Bürgerradweg.

Bergkamen – Gut eingefahren ist er ja – soweit die überwiegend kalten Monate seit der Fertigstellung Ende 2020 dazu verleiten konnten. Aber was dem neuen Radweg an der Landwehrstraße Richtung Hamm zugrunde liegt, lässt sich jederzeit loben. Ohne Initiative der Anlieger aus dem Sprengel samt Burgemeisterweg und Gutsweg/Haus Reck und der Überlassung zweier Grundstücke bekämen Radler die gefährliche Nähe nicht immer rücksichtsvoller Autofahrer noch wie ehedem zu spüren.

Dass sie nun neben der Landesstraße ab der Hansastraße einen asphaltierten Fußgängerweg mitnutzen können, verdanken Radfahrer zuerst Helmut Edel, der 2015 damit begonnen hat, bei der Stadt und Stellen des Landes für den Radweg zu werben. 100 Meter Grundstück hat er entlang des Schützenheims für die 2,5 Meter breite Trasse abgetreten und sein Nachbar Dirk Darenberg sogar 470 Meter. „Kostenlos“, wie Bürgermeister Bernd Schäfer bei einem Termin zur Würdigung des Projekts am Donnerstag betonte. Das machte das Vorhaben zu einem „Bürgerradweg“ nach Maßgabe des Landes.

Mit diesem Einsatz ist das Vorhaben auf die Überholspur gelangt, während Radwegebau über die übliche NRW-Rahmenförderung nur etwas für Leute mit ganz langem Atem ist. „So aber sind die Kosten aus dem laufenden Baubudget bestritten worden“, erläuterte Baudezernent Dr. Hans-Joachim Peters den Unterschied.

Hamm möchte Verbindung verlängern

Straßen.NRW steuerte nicht nur 80 Meter Fläche bei, sondern vor allem 260 000 Euro für den Bau. Mit Vermessungs- und Planungsleistungen für 50 000 Euro leistete die Kommune ihren Beitrag. Das reichte für zunächst 650 Meter bis kurz vor die Autobahnbrücke. Wenn die im Zuge des Ausbaus der A 1 demnächst durch eine neue ersetzt werden muss, soll Platz für die Fortführung geschaffen werden. Der Nachbar Hamm sei interessiert, die Verbindung zu verlängern, hieß es.

Das Modell macht seit 2009 Schule und hat bis 2019 dafür gesorgt, dass 300 Kilometer Radweg gebaut wurden, berichtete Sebastian Felgenhauer als Vertreter des Landesbetriebes Straßenbau.

Übertriebene Beschilderung

Ortsvorsteher Rainer Bartkowiak bestätigte als Ortskundiger die Herausforderungen, denen sich Radler, Anlieger und, nicht zuletzt, deren Kinder an der vertrackten, weil versetzten Kreuzung Hansastraße/Landwehrstraße ausgesetzt sahen und teils noch sehen. Die neue Mittelinsel verhindert immerhin, dass die Verwegenen von Nord nach Süd die Einmündung auf der Gegenfahrbahn schneiden.

Übertrieben haben es die Verantwortlichen nach Auffassung von Anlieger Darenberg übrigens mit der Beschilderung. Dass an der Kreuzung für Aufmerksamkeit und somit Sicherheit gesorgt werde, verstehe er wohl. „Aber die Schilder stehen am Gutshof bis in den Wald, wo praktisch kein Auto fährt.“ Nun ja, Deutschlands Vorschriften ...

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