Segen „to go“ an der Sankt-Barbara-Kirche

Pfarrei Heilig Geist in Bergkamen geht in der Krise ungewöhnliche Wege

Pfarrei Pfarrei Heilig Geist in Bergkamen verteilt Blasiussegen „to go“.
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Den Segen und eine kleine Überraschung zum Mitnehmen bekamen die Katholiken durch das Autofenster an zwei Stationen vor der Sankt-Barbara-Kirche.

Bergkamen – Der Heilige Blasius ist ein vielseitiger Schutzpatron, sein Segen soll vor Halskrankheiten und anderem Übel bewahren. Die katholische Pfarrei Heilig Geist in Bergkamen hat am Sonntag dieses Sakrament in besonderer Form an rund 60 Gemeindemitglieder übermittelt – auf einem Parkplatz als „Segen to go“.

Vor der Sankt-Barbara-Kirche in Oberaden erwartete die Gläubigen eine Art Segensparcours mit zwei Stationen, bei dem die Angereisten in ihren Autos den Blasiussegen empfingen. Trotz Schnee, Eis und Wind rollten binnen 90 Minuten 13 zumeist gut gefüllte Fahrzeuge an. Ein örtlicher Landwirt hatte vor der Veranstaltung das Gelände rund um die Kirche vom Schnee befreit, sodass eine Rundfahrt möglich war. „Dadurch, dass eine Eisdecke darunter war, war die Fläche befahrbar“, schilderte Pfarrer Sebastian Zimmert.

Der Geistliche selbst positionierte sich mit Mund- und Nasenmaske hinter einem Tisch, um den nötigen Abstand zu den Insassen der Fahrzeuge bei der Verteilung des Segens einzuhalten. „Das Wetter hat sicher viele Leute abgehalten, sodass wir von Staugefahr weit entfernt waren. Insgesamt sind immerhin 13 Autos mit etwa 60 Personen vorbeigekommen“, stellte Pfarrer Zimmert am Ende der ungewöhnlichen Aktion fest.

Zuspruch gerade in der Pandemie wichtig

Nach Erteilung des Segens erwarteten Mitglieder der Pfarrei am zweiten Tisch die Teilnehmer noch mit einer kleinen Überraschung zum Mitnehmen, die in Form einer Greifzange in die Fahrzeuge gereicht wurde. In der Tüte befand sich Weihwasser, Weihrauch, ein Gebetszettel und eine Kerze.

Ausführliche Gespräche waren anlässlich des intensiven Schneetreibens und der Wahrung der Abstände jedoch kaum möglich. „Wenn die Fensterscheiben nicht festgefroren und unten waren, haben wir immer hinter den Masken freundliche Gesichter erkannt. Die Leute haben sich gefreut, dass sie mal raus konnten und das war ja auch unser Anliegen, denn in Zeiten der Pandemie ist Zuspruch besonders wichtig und Segen ist immer ein Zuspruch“, so Sebastian Zimmert, der überzeugt war, dass bei besseren Witterungsverhältnissen sicher noch deutlich mehr Menschen einen Stopp bei der Drive-In-Kirche eingelegt hätten.

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