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Corona-Demo: Gegendemonstranten setzen ein klares Zeichen gegen Rechts

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Von: Markus Liesegang

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Demonstranten gegen Rechts in Bergkamen
Rund 100 Gegendemonstranten hatten sich versammelt, um ein Zeichen gegen Rechts zu setzen. © Liesegang Markus

Um die 60 Gegner der Corona-Schutzmaßnahmen beteiligten sich am Sonntag an einer von einem mutmaßlichen Neonazi aus Lünen angemeldeten Demonstration vom Rathaus aus durch die Bergkamener Mitte. Knapp 100 Gegendemonstranten aus nahezu allen in Bergkamen vertretenen Parteien und Gruppierungen setzten derweil ein Zeichen auf der anderen Seite des Busbahnhofs vor dem Gebäude der Sparkasse.

Bergkamen – „Ich habe die Demo spontan angemeldet, aber als Privatperson“, erklärte der Grüne Andreas Worch, „spontan, weil ich der Meinung war, es geht so nicht. Dass die Rechten hier demonstrieren, die Demokraten sich nicht dagegen stellen.“

Bürgermeister Bernd Schäfer schließt sich Gegendemonstranten an

Genau das taten sie dann, auch Bürgermeister Bernd Schäfer schloss sich an: „Als Bürgermeister ist es wichtig, solch eine Aktion zu unterstützen, die sich auf die Fahne geschrieben hat, rechtes Gedankengut abzulehnen. Es ist schön, dass sich so viele Menschen hier zusammengefunden haben.“

Die Redner vor der Sparkasse vertraten alle eine klare Meinung gegen Rechts, riefen zugleich die „zivilen“ Impfskeptiker dazu auf, sich nicht mit ihnen auf den Weg zu machen. Das offensichtlich ohne Erfolg.

Demonstration der Coronaleugner Impfgegner in Bergkamen
Etwa 60 Coronaleugner waren dem Aufruf eines mutmaßlichen Neonazis aus Lünen gefolgt und zogen durch die Bergkamener Innenstadt. © Liesegang Markus

„Wir haben den Anmelder darauf hingewiesen, dass er dafür zu sorgen hat, dass die Teilnehmer Masken tragen“, erklärte Benedikt Müller, einer von drei Mitarbeitern aus dem Bergkamener Ordnungsamt. Knallhart durchgesetzt wurde die Forderung nicht. „Wir wollen deeskalierend damit umgehen. Werden nur eingreifen, wenn es Überhand nimmt“, erklärte er.

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