Coronavirus im Kreis Unna

Zwei Mitarbeiter des Schmallenbach-Haus in Fröndenberg an Corona gestorben

Zwei Mitarbeiter aus dem Schmallenbach-Haus sind am Coronavirus gestorben.
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Zwei Mitarbeiter aus dem Schmallenbach-Haus sind am Coronavirus gestorben.

Zwei Mitarbeiter des Schmallenbach-Haus in Fröndenberg (NRW) sind an ihren Erkrankungen mit dem Coronavirus gestorben. Insgesamt sind in Fröndenberg die meisten Infektionen im Kreis Unna zu beklagen.

Fröndenberg/Kreis Unna – Zwei Mitarbeiter aus dem Schmallenbach-Haus in Fröndenberg sind mit einer Covid-19-Infektion gestorben. Sie wurden 55 und 58 Jahre alt. Das teilte Heinz Fleck, der Geschäftsführer der Pflegeeinrichtungen, mit.

Insgesamt sinken nach langem Kampf die Infektionszahlen im Schmallenbach-Haus, 17 Bewohner sind derzeit positiv auf das Virus getestet. Die Lage entspannt sich somit etwas, aber der Tod von insgesamt zwölf Bewohnern und den beiden Mitarbeiter überschattet jeden Optimismus.

Am Wochenende erlag ein Bewohner im hohen Alter der Krankheit. Der Schock im Haus ist aber vor allem über die beiden Verstorbenen des Personals groß. Auch der 55-jährige Betreuer starb am Wochenende, die 58-jährige Pflegerin ist am 20. April verstorben.

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Coronavirus im Kreis Unna: Pflegerin starb, nachdem sie das Krankenhaus verlassen konnte

Fleck bestätigte, dass der 55-Jährige einige Vorerkrankungen hatte. Nach vom Kreis Unna bestätigten Informationen wurde die Frau aus dem Krankenhaus entlassen und habe sich auf dem Weg der Besserung befunden, als sie dann einer Lungenembolie erlag. Es sei unklar, ob sich die beiden Mitarbeiter im Schmallenbach-Haus angesteckt haben, sagte Fleck. Die Infektion kann überall geschehen.

Über ein Monat ist vergangen, seit die ersten Erkrankungen mit dem Coronavirus im Schmallenbach-Haus bekannt wurden. Seit drei Wochen kommt ein Arzt aus dem Kreis-Gesundheitsamt täglich für zwei Stunden zur Visite, Bewohner und Mitarbeiter werden regelmäßig nachgetestet. Diese Unterstützung sei ein wichtiger Rückhalt für alle, sagt Fleck. 

Coronavirus im Kreis Unna: Schmallenbach-Haus kämpft gegen das Virus

Zu Beginn der Krise musste die Einrichtung um Unterstützung kämpfen, hing in der telefonischen Warteschleife des Gesundheitsamts fest. „Wir hatten keinen Beistand“, sagte Fleck.

Niemals werde er den Tag vergessen, an dem vier Krankenwagen vor den Gebäuden des Schmallenbach-Hauses und der Beerdigungswagen dahinter standen. Umso dankbarer sind er und sein Team für den positiven Rückhalt, den sie aus der Bevölkerung erfahren. Freiwillige nähten ihnen 1000 Schutzkittel in den ersten drei Wochen und halfen beim Kochen aus, weil die Arbeit in den Wohngruppen umgestellt werden musste und die Kantine überlastet war. „Wir haben ganz viel Zuspruch, Respekt und Wertschätzung erfahren“, sagte Fleck.

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