Viele Regeln bei Eisdielen

Coronavirus im Kreis Unna: Eisessen ist trotzdem beliebt

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Die Lust auf Eis bleibt: Eisdielen waren am Wochenende bei sommerlichen Temperaturen beliebt.

Ein bisschen Normalität bleibt den Menschen im Kreis Unna erhalten. Trotz des Kontaktverbots trauten sich am Wochenende bei dem sommerlichen Wetter viele vor die Tür, um leckeres Eis zu genießen.

Bergkamen/Bönen - Das freut besonders Ilhan Islak, Inhaber des Eis-Treffs an der Landwehrstraße. „Langsam kommen die Leute wieder raus. Das ich besonders in den letzten Tagen bemerkt“, sagt Islak. Obwohl viele Cafés aufgrund einer Landesverordnung schließen mussten, dürfen Eisdielen nun wieder öffnen. Dafür müssen sie aber einige Auflagen erfüllen: „Wir dürfen nur außer Haus verkaufen. Dafür haben wir auch die Bänke weggeräumt, die sonst vor dem Laden stehen.“ 

Neben den bereits bekannten Sicherheitsabständen in den Warteschlangen und der Reduzierung der Kunden in den Geschäften sollten Eisliebhaber eine Sache besonders beachten: „Wenn wir den Kunden nun das Eis verkaufen, müssen sie sich erst 50 Meter vom Laden entfernen, bevor sie es essen, weil sie sonst Strafe zahlen müssen.“ Das Ordnungsamt achte besonders darauf. Bei einem einzigen Verstoß sind beim Kunden 200 Euro fällig. Trotz aller Umstände ist der Eiscafé-Inhaber Ilhan Islak froh, dass alle Kunden Verständnis zeigen: Auch wenn der Verkauf wegen der vielen Vorgaben etwas länger dauern kann. Da die Kunden sowieso draußen warten müssen, konnten sie dabei immerhin die Sonnenstrahlen genießen. 

Hier lesen Sie die aktuelle Entwicklung im Kreis Unna.

Die Krisensituation hat das Eiscafé Pelle in der Bergkamener Fußgängerzone härter getroffen. Bereits vor einigen Wochen blieben die Kunden aus. An der verschlossenen Tür hängt inzwischen ein Schild: „Wegen Corona geschlossen“. Bönener können sich auch nur noch am Eiscafé Bella Italia an der Bahnhofstraße über frisches Eis freuen. Doch Inhaber Giuseppe Cesari sieht die Situation nicht so positiv wie sein Bergkamener Kollege Ilhan Islak. „Es ist eine Katastrophe. Ich habe geschätzt 80 Prozent weniger Kunden“, beklagt der Inhaber. Doch wegen des gutes Wetters konnte er am Samstag einige Kunden bedienen. 

Marcia Teriete findet es „richtig super“, dass es auch in Krisenzeiten frisches Eis gibt. Neben ihr zeigen auch die anderen Kunden Verständnis für die Maßnahmen. 

Normalerweise haben Bönener auch noch die Möglichkeit, bei der Kuhbar-Filiale in der Bäckerei Grobe am Pennymarkt in Bönen frisches Eis zu erwerben. Doch aktuell gibt es dort noch kein Eis zu kaufen. Filialleitung Ilona Sawicki erklärt den Grund: „Eigentlich betreiben wir unsere Eistheke immer ab dem 25. März. Doch wegen der aktuellen Situation wird noch darauf verzichtet Eis zu verkaufen.“ Ab wann sich das ändert, kann Sawicki noch nicht voraussagen. Sie vermutet, dass es nach dem Osterferiertagen wieder frisches Eis geben wird.

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