In Zeiten des Coronavirus: Einkaufsbummel mit Maskenpflicht

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Sie fühlen sich mit den Masken bei ihrer Arbeit sehr sicher: Yasemin Milivojevic, Leiterin der Deichmann-Filiale in Bergkamen-Rünthe und ihre Mitarbeiter Alexander Mut und Gideon Beier.

Seit Montag gilt die Maskenpflicht in NRW beim Einkaufen sowie in Bus und Bahn. Doch wie kommen die Menschen mit ihrem neuen Accessoire zurecht? Und hält sich überhaupt jeder dran? Der WA war in Bergkamen und Bönen unterwegs, um sich einen Eindruck zu verschaffen.

Bergkamen/Kreis Unna – „Die Kunden halten sich bis jetzt alle an die Maskenpflicht“, sagt Mireelle Gabriel, Leiterin der Jeans Fritz Filiale an der Bummannsburg in Bergkamen Rünthe am Montagvormittag. Sie und die Auszubildende Diana Saado tragen ebenfalls Mundschutz, bereits seit der Wiedereröffnung vor rund einer Woche. „Wir haben uns also schon ein bisschen dran gewöhnt“, sagt Gabriel. Auch beim Elektrofachmarkt Berlet in Rünthe, der seit Montag wieder öffnen darf, tragen die Mitarbeiter Masken. Am Eingang begrüßt die Kunden Auszubildende Naemi Schröder. „Ein bisschen anstrengend ist es schon, die Maske zu tragen, da meine Brille schnell beschlägt“, sagt Schröder, die trotz der kleinen Umstände gute Laune verbreitet. Das Problem mit der Brille kennt auch ihre Kollegin Giuseppina Klein nur zu gut. „Aber was sein muss, muss sein“, sagt Klein, die gerade an der Kasse sitzt. Sie trägt eine Maske, die ihr das Unternehmen zur Verfügung stellt.

Giuseppina Klein, Mitarbeiterin im Berlet Elektrofachmarkt in Rünthe, trägt eine Maske, die ihr das Unternehmen zur Verfügung gestellt hat.

Annika Schrewe, die ein paar Gänge weiter arbeitet, hat dagegen ihre eigene Maske mitgebracht. Die hat ihre Schwester für sie genäht. Auf ihre graue Maske mit weißen Punkten hat sie extra ihr Outfit abgestimmt. Das erleichtert ihr das Tragen der Maske aber nicht unbedingt. „Ich finde es schlimm. Es ist sehr warm da drunter“, erzählt Schrewe. Zudem sei der Kontakt zu den Kunden mit Maske unpersönlich. „Wenn man lächelt, dann kommt das beim Kunden nicht an“, bedauert sie. „Aber man macht es mit.“ Bereits an ihre Masken gewöhnen konnten sich Yasemin Milivojevic, Leiterin der Deichmann-Filiale an der Bummannsburg, sowie ihre Mitarbeiter Alexander Mut und Gideon Beier.

Nicht nur ihre Kunden tragen eine Maske. Auch Mireelle Gabriel, Jeans Fritz Filialleiterin in Rünthe und ihre Auszubildende Diana Saado (links) arbeiten mit Maske im Laden.

Der Schuhladen hat bereits seit knapp einer Woche wieder auf. Die Masken haben die drei vom Unternehmen zur Verfügung gestellt bekommen. „Wir fühlen uns bei der Arbeit sehr sicher“, sagt Milivojevic. Die Kunden hielten sich zudem an die Maskenpflicht. „Manchmal fragen uns die Kunden, warum sie die Masken tragen müssen. Das erklären wir ihnen dann in ein paar kurzen Sätzen“, berichtet die Filialleiterin. Auch in Bönen scheint die neue Verordnung weitestgehend eingehalten zu werden. Bereits vor den Läden tummeln sich viele Menschen mit Masken. Auch die Kunden im Blumenladen „Blumenkästchen“ an der Bahnhofstraße tragen fleißig ihr neues Accessoires.

Die Maske ihrer Arbeit im Laden „Blumenkästchen“ an der Bahnhofstraße angepasst hat Kristina Koch.

Besonders stolz ist Verkäuferin Kristina Koch über ihre Maske im Blumendesign. „Ich habe sogar eine Wechselmaske, auch passend zum Blumenladen“, sagt sie. „Eine liebe nette Nachbarin hat die für mich genäht.“ Sie gehe zwischendurch viel raus, um mal Luft zu schnappen. „Man bekommt nicht so gut Luft“, so Koch. Das findet auch Canan Colakbas, der im Ege Kebap und Pizzahaus an der Bahnhofstraße arbeitet. Nicht nur am Grill ist es richtig warm, auch unter der Maske steigen die Temperaturen. „Es erschwert die Arbeit schon etwas. Wenn kein Kunde da ist, nehme ich die Maske kurz ab und hole tief Luft “ sagt Colakbas.Galerie im Internet.

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