Schritt für Schritt

Tanzschule AK-Dancers kreiert eigenen Tanz auf Distanz

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Die Tanzlehrer Michael Krause und Kerstin Larm haben die ersten Schritte vorgegeben.

Die Tanzschule: Für viele ist sie der Ausgleich zum Alltag, eine Möglichkeit neue Kontakte zu knüpfen und Bewegung ins Leben zu bringen. Doch die Corona-Krise sorgt dafür, dass das Leben gerade in vielen Bereichen still steht. So auch in der Tanzschule „AK-Dancers“, in der normalerweise die beiden Tanzlehrer Kerstin Larm und Michael Krause mit ihren Schülern übers Parkett schwingen.

Bergkamen – Die Tanzschule: Für viele ist sie der Ausgleich zum Alltag, eine Möglichkeit neue Kontakte zu knüpfen und Bewegung ins Leben zu bringen. Doch die Corona-Krise sorgt dafür, dass das Leben gerade in vielen Bereichen still steht. So auch in der Tanzschule „AK-Dancers“, in der normalerweise die beiden Tanzlehrer Kerstin Larm und Michael Krause mit ihren Schülern übers Parkett schwingen.

Da das momentan nicht möglich ist, haben sich Larm und Krause etwas einfallen lassen. Eigentlich studieren sie mit ihren Tanzschülern von Angesicht zu Angesicht gemeinsam Choreografien ein. Doch sie wollten beweisen, dass das in der aktuellen Situation auch auf Distanz möglich ist. Die beiden Tänzer haben jeweils vier Tanzschritte zum Song „194 Länder“ von Mark Forster aufgenommen und die Videos in eine eigens für das Experiment erstellte Whatsapp-Gruppe geschickt.

Willkommene Abwechslung

Die Aufgabe: Diese Schritte nach dem Prinzip „Ich packe meinen Koffer und nehme mit...“ einüben und neue Schritte dazu erfinden, sodass aus kurzen Sequenzen am Ende ein ganzer Tanz entsteht. „Einige haben sich daran aktiv beteiligt und neue Schritte hinzugefügt, andere waren eher passiv und haben die Schritte für sich zuhause getanzt“, erzählt Tanzlehrer Michael Krause. Er hält die ungewöhnlichen Tanzstunden für eine willkommene Abwechslung.

Von der Idee ihrer Tanzlehrer direkt begeistert waren Sandra Walkenhaus und Franziska Rubow, die sowohl privat als auch in der Tanzschule ein eingespieltes Paar sind. Seit Januar 2018 sind sie bei den AK-Dancers. „Wir waren sofort dabei und haben auch Schritte kreiert“, erzählt Walkenhaus. Zuerst haben die beiden ihre Schritte vorgetanzt und diese dann mit den schon vorhandenen kombiniert. Die Choreografien ihrer Vorgänger haben Walkenhaus und Rubow recht schnell hinbekommen: „Viele merken sich die Schritte anhand von Eselsbrücken. Wir haben versucht, uns die Gesichter zu den einzelnen Schritten zu merken, also welcher Schritt von welcher Person kam. Das hat geholfen“, so Walkenhaus.

Hat sich auch Schritte überlegt: Sandra Walkenhaus.

Ihr und ihrer Partnerin habe das Tanzen per Whatsapp viel Spaß gemacht. „Es hat uns gefallen, dass so viele Ideen kamen. Wir haben auch Feedback von den anderen bekommen. Diese Wertschätzung in der Gruppe ist toll“, freut sich Walkenhaus.

Tanzschüler geben Schritte vor

Auch für Friedhelm Wittlieb, der seit 2013 in der Tanzschule ist, war diese Idee etwas Besonderes. „Das war mal was ganz Neues. Normalerweise geben uns die Tanzlehrer vor, was wir machen müssen. Jetzt haben wir mal vorgegeben, was getanzt werden soll“, erzählt Wittlieb, der selbst ein paar Schritte kreierte. Es sei gar nicht so einfach gewesen, an die bereits vorgegebenen Schritte anzuknüpfen. „Das eine oder andere Mal hatte ich am Anfang schon Knoten in den Beinen“, gesteht der begeisterte Tänzer. Doch nach und nach hat es dann immer besser funktioniert. Statt in der Tanzschule tanzte Wittlieb in seinem Wohnzimmer. Eine neue Erfahrung für ihn, wie er selbst sagt. „Die sozialen Kontakte fehlen natürlich“, sagt er. Spaß gemacht habe es trotzdem.

Die einzelnen Sequenzen sollen am Ende zu einem Video zusammengeschnitten werden, wie Tanzlehrer Michael Krause berichtet. „Wir wollen den Tanz, wenn es wieder geht, dann auch live nachstellen.“ Die Kurse in der Tanzschule AK-Dancers sollen wahrscheinlich nach den Sommerferien wieder stattfinden, wie Krause berichtet.

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