Coronavirus sorgte für Schließung

Chaos bleibt aus: Wertstoffhöfe sind wieder geöffnet

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Der Wertstoffhof ist wieder geöffnet.

Eine Woche lang waren die Wertstoffhöfe geschlossen - seit Freitag kann wieder abgegeben werden, was vom Rasenschneiden über bleibt. 

Bergkamen/Bönen – Das große Chaos blieb aus: Als am Freitagmorgen nach einer Woche wieder die Wertstoffhöfe öffneten, reihten sich in Bergkamen zwar die Fahrzeuge aneinander, doch jeder wartete geduldig, bis er an der Reihe war. In Bönen kam es am Vormittag nicht einmal zu einer Schlange. Die ankommenden Fahrzeuge konnten direkt vorfahren und nach Rücksprache passieren.

„Gott sei Dank ist es hier nicht so wie in Hamm“, sagte GWA-Sprecher Andreas Hellmig. Dort war es zu einem heillosen Durcheinander gekommen. In Bergkamen und Bönen ging es hingegen mehr als zivilisiert zu. 

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Coronavirus in Bergkamen und Bönen: Dankbarkeit überwiegt

Die Dankbarkeit, den Grünschnitt ordentlich los werden zu können, überwog. Denn das Frühlingswetter und die viele freie Zeit hatte so mancher genutzt, um den Garten in Schuss zu bringen. „Wir haben den Rasen gemäht“, berichtete Ute Steinberg, „und dann war von jetzt auf gleich der Wertstoffhof geschlossen“, ergänzte ihr Mann Eckhard. Der heimische Kompost konnte nicht alles aufnehmen, die Biotonne ebenfalls nicht – und so standen bei den Steinbergs Säcke mit Rasenschnitt. „Das fängt ja dann auch an zu stinken“, erklärte Ute Steinberg. 

Auch Bernd Wagner hatte bei sich zuhause „klar Schiff“ gemacht. „Mein Auto ist bis zum Rand voll. Ich habe alle Säcke vollgemacht, die ich hatte“, erklärte er, während er geduldig in der Schlange wartete. Weil die GWA-Mitarbeiter nur fünf Fahrzeuge gleichzeitig auf das Gelände lassen, staute es sich in Bergkamen bis zur Straße zurück, doch war man an der Reihe, ging es schnell. 

Coronavirus & Wertstoffhöfe: Viel Abstand zueinander

Mit viel Abstand zueinander parkten die Fahrzeuge vor den Abladeplätzen und die Fahrer leerten Säcke, Kofferräume und Anhänger. Die je drei diensthabenden GWA-Mitarbeiter, mit Atemschutzmasken ausgestattet, behielten die Lage im Blick.

Zu ihrem Schutz und um Virus-Übertragungen vorzubeugen helfen sie jedoch nicht beim Ausladen. „Das können wir derzeit nicht verantworten“, so Hellmig. „Wir sind so froh, dass der Wertstoffhof wieder geöffnet ist“, sagte nicht nur Ute Steinberg. „Hoffentlich ist die Krise aber auch bald vorbei, ich habe kaum noch was zu tun“, sagte Bernd Wagner lachend, denn: „So aufgeräumt und ordentlich wie grad war es bei uns wohl noch nie.“ 

Weil es jedoch heißt, dass „überwiegend Grünschnitt“ abgegeben werden kann, wird in Bönen und Bergkamen auch Sperrmüll angenommen. Allerdings, so bittet Hellmig, sollten die Fahrzeuge nur mit jeweils einem Gut beladen sein, damit auf dem Wertstoffhof nicht rangiert werden muss.

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