Wechsel aus Präsenz- und Distanzunterricht

Corona am Gymnasium Bergkamen: Große Auswirkungen auf Unterricht

Städtisches Gymnasium Bergkamen
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Einen Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht gibt es jetzt am Städtischen Gymnasium.

Bergkamen – Nach der bisher größten Corona-Testreihe im Kreis Unna, die am Donnerstag am Städtischen Gymnasium stattfand, warten Schulleitung, Lehrer, Schüler und ihre Familien jetzt auf die Ergebnisse. „Die werden wir aber erst am Wochenende erhalten“ sagt Schulleiterin Bärbel Heidenreich. 

Bergkamen –Für die nächste Woche wurden jetzt die Unterrichtspläne umgebaut, so dass bis auf die Jahrgänge fünf und sechs sowie Q2 jeder Jahrgang für einen Tag zu Hause bleiben wird.

Zwei infizierte Schüler aus dem Jahrgang Q1 hatten ihre Erkrankung am Dienstagabend der Schulleitung gemeldet. Daraufhin waren von 100 Schülern und Lehrern Abstriche genommen worden. Bis die Ergebnisse des Labors vorliegen, ob möglicherweise weitere Personen betroffen sind, bleiben die Mitschüler der Betroffenen sowie zehn Lehrer bis zum 2. Oktober in Quarantäne.

Klausuren müssen verschoben werden

Das hat natürlich auch Auswirkungen auf die weitere Unterrichtsplanung. Schulleiterin Bärbel Heidenreich hat inzwischen den Unterrichtsplan so abgeändert, dass jede Jahrgangsstufe einen Tag in der Woche abwechselnd zu Hause bleibt und im Distanzunterricht lernt. „Dazu arbeiten Schüler und Lehrer auf unserer Lernplattform Moodle“, erläutert die Schulleiterin.

Ausgenommen von dieser Regel sind die Jahrgänge fünf und sechs in der Erprobungsstufe. „Die sollen möglichst im Präsenzunterricht weiter betreut werden. Ebenso wie die Schüler des Jahrgangs Q2, die sich auf das Abitur vorbereiten.“ Der Jahrgang Q1 befindet sich im Moment eigentlich in der Klausurenphase. „Alle Klausuren müssen in der derzeitigen Situation verschoben werden. Wir hoffen, dass wir das vor den Ferien noch schaffen.“

Aktuell umfasst das Kollegium 62 Lehrer

Aus dem Kollegium, das 74 Lehrer umfasst, stehen aktuell 62 Lehrer zur Verfügung, um den Lehrplan umzusetzen – sowohl im Präsenz- aus auch im Distanzunterricht. „Zwei Kolleginnen stehen ohnehin aus gesundheitlichen Gründen für den Präsenzunterricht nicht zur Verfügung, zehn Kollegen befinden sich in Quarantäne, bis das Untersuchungsergebnis vorliegt“, rechnet Heidenreich vor. „Wir hoffen, dass uns am Wochenende nicht noch mehr Nachrichten von Infizierungen erreichen, damit wir diesen Plan zunächst bis zum 2. Oktober durchführen können. Wenn weitere Infizierungen auftreten, dann müssen wir gucken, welche Kollegen und Fächer betroffen sind.“ Der Hybridunterricht – also der Wechsel zwischen Präsenz- und Distanzunterricht würde dann ausgeweitet auf zwei oder drei Tage Homeschooling pro Woche.

„Wir haben versucht, uns vernünftig auf den Ernstfall vorzubereiten, aber wenn er dann eintritt, ist das noch mal eine andere Sache“, sagt die Schulleiterin . Das sei eine enorme Belastung. „Was uns besonders drückt, ist die Verantwortung, die wir tragen – nicht nur im Bezug auf unseren Bildungsauftrag, sondern auch für die gesundheitliche Unversehrtheit von Kollegen und Schülern.“

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