News-Ticker zur Pandemie

Corona im Kreis Unna: Seniorenheime betroffen - Ein Verbot wird Montag aufgehoben

Der Kreis Unna ist weiterhin Risikogebiet. Die aktuelle Inzidenz liegt inzwischen sogar im dunkelroten Bereich. Es gelten neue strenge Corona-Regeln. Wir berichten im News-Ticker.

  • Das Gesundheitsamt meldet am Freitag 68 Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Kreis Unna
  • Die 7-Tages-Inzidenz liegt bei 97
  • Ein Verbot wird am Montag wieder aufgehoben

Update vom 24. Oktober: Weiter kein Rückgang der Infektionszahlen mit dem Coronavirus im Kreis Unna. Der Wert der 7-Tage-Inzidenz bewegt sich weiter um die Marke von 100. Das Robert-Koch-Institut weist am Samstag einen Wert von 97 für den Kreis Unna aus. Neue Infektionszahlen wird der Kreis Unna am Montag veröffentlichen.

LandkreisKreis Unna
Fläche542,6 Quadratkilometer
Bevölkerung393.869
VerwaltungssitzUnna

In ganz NRW gibt es übrigens nur noch 4 Landkreise, in denen die 7-Tage-Inzidenz unter der ersten kritischen Marke von 35 liegt. Dies sind der Kreis Soest (33,8), der Kreis Minden-Lübbecke (32,9), der Kreis Höxter (32,8) und der Kreis Paderborn (22,7). Trauriger Spitzenreiter in NRW ist die Stadt Solingen mit einem Wert von 197,2.

Corona im Kreis Unna: Verbot am Montag wieder aufgehoben

Update vom 23. Oktober, 15 Uhr: 68 Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat der Kreis Unna am Freitag gemeldet. Am stärksten sind erneut Lünen (+25) und Unna (+13) betroffen. 47 Personen gelten wieder als gesund. 812 Bürger des Kreises sind bekannt, die das Virus in sich tragen. Die 7-Tages-Inzidenz ging leicht zurück auf 102,5. Über das Wochenende könnte der Wert allerdings wieder steigen, wenn die relativ niedrigen Zahlen des vergangenen Wochenendes aus der Wertung fallen.

In Bergkamen gab es 13 neue Fälle. Unter anderem ist eine Mitarbeiterin eines Seniorenheimes infiziert. 50 Personen stehen unter Quarantäne und sollen am Montag getestet werden. Noch dramatischer ist die Situation in einem Altenheim in Unna. Nach dem Test von 350 Personen zeigen erste Ergebnisse, dass sich 45 Personen der Einrichtung angesteckt haben. Weitere Testergebnisse stehen noch aus.

Ab nächster Woche darf im Kreis Unna wieder Fußball gespielt werden. Der Kreis hat angekündigt, das am Sonntag auslaufende Verbot nicht zu verlängern. Das Land NRW pocht auf verbindliche Regeln für das gesamte Land, die ein Verbot von Fußballspielen derzeit nicht vorsehen. „Ich bin überzeugt, dass unsere Allgemeinverfügung viele Quarantänen verhindert hat“, bilanziert Gesundheitsdezernent Uwe Hasche den präventiven Einsatz der Sonderregeln.

Update vom 22. Oktober, 17 Uhr: Das Kreis-Gesundheitsamt wird seit gestern durch Soldaten der Bundeswehr verstärkt. Die ersten zehn Soldaten sind da und werden eingewiesen. In der nächsten Woche können sie die Arbeit aufnehmen und werden am 2. November von fünf weiteren Soldaten unterstützt, sodass der Kreis Unna auf 15 Soldaten bei der Kontaktnachverfolgung der Infizierten zählen kann. Das ist angesichts der steigenden Neuinfektionen auch bitter nötig. „Leider haben wir so viele aktive Corona-Fälle, dass unser eigenes Personal nicht mehr ausreicht“, sagt Landrat Michael Makiolla.

Am Donnerstag hat der Kreis 100 neue Fälle gemeldet, so viele wie noch nie zuvor an einem Tag. Mehr als die Hälfte von ihnen stammt aus Lünen. Sechs Neuinfizierte wurden für Bönen gemeldet sowie elf für Bergkamen. Fünf Bönener gelten wieder als gesund. Insgesamt sind 791 Personen im Kreis Unna bekannt, die das Virus in sich tragen und deren Kontakte nachverfolgt werden müssen. Die 7-Tages-Inzidenz stieg nach Berechnungen der Redaktion auf 104,5. In den vergangenen Wochen waren zunächst zahlreiche Mitarbeiter der Kreisverwaltung hausintern herangezogen worden, um bei der Infektionsnachverfolgung zu helfen. Rund 70 Mitarbeiter kümmern sich derzeit um die Kontaktnachverfolgung. Nun helfen die 15 Soldaten des Versorgungsbataillons 7 aus Unna den Kreis-Beschäftigten dabei, an der Eindämmung der Pandemie arbeiten. 

Aktuell InfizierteGesamtzahl gemeldeter Infektionen
Bergkamen98 (-7)310 (+13)
Bönen 44 (+1)118 (+1)
Fröndenberg 23 (+1)206 (+1)
Holzwickede14 64
Kamen53 (-7)141 (+2)
Lünen298 (+12)690 (+25)
Schwerte66 (+3) 247 (+3)
Selm48 150 (+2)
Unna134 (+20) 276 (+20)
Werne34 (-2) 164 (+1)
Gesamt812 (+21)2366 (+68)

Corona im Kreis Unna: Erkrankte werden in Dortmund behandelt

Patienten aus Bönen und Bergkamen, die wegen einer Covid-19-Erkrankung eine stationäre Behandlung brauchen, kommen in das Knappschaftskrankenhaus in Dortmund-Brackel. Darum tauchen sie auch nicht in der Statistik des Kreises zu den Corona-Krankenhauspatienten auf. In der geht es nämlich nur um die im Kreisgebiete belegten Betten.

Update vom 21. Oktober, 17 Uhr: Trotz 54 Neuinfektionen ist die Zahl der Virusträger im Kreis Unna am Mittwoch auf 720 zurückgegangen. Insgesamt 87 Personen wurden wieder als gesund gemeldet.

Den größten Zuwachs an Neuinfektionen gab es erneut in Lünen, wo 21 neue Fälle hinzukamen. Unklar ist, ob die Infektionen im privaten Rahmen erfolgten oder ob es etwa erneut Fälle in einem Altenheim gegeben hat. Da für das Gesundheitsamt die Kontaktverfolgung oberste Priorität hat und die Mitarbeiter mit dieser Aufgabe ausgelastet sind, lagen gestern Abend noch keine genaueren Informationen über die Umstände der Neuinfektionen vor.

Fachbereichsleiter Josef Merfels gibt den Soldaten eine Einführung.

Sicher ist, dass die 7-Tages-Inzidenz zum ersten Mal seit einiger Zeit wieder etwas gesunken ist. Nach einem Wert von 99 am Dienstag lag der Wert nach Berechnungen der Redaktion bei 92,4. 23 Corona-Patienten werden derzeit im Krankenhaus behandelt, eine Person weniger als noch am Dienstag. Nach Auskunft des RKI-Intensivregisters müssen weiterhin drei Covid-19-Fälle intensivmedizinisch betreut werden.

Corona im Kreis Unna: Tests an Schule negativ

Update vom 21. Oktober, 12 Uhr: Unter den am Dienstag gemeldeten Neuinfektionen in Bergkamen befindet sich auch eine der rund 60 getesteten Kontaktpersonen des Städtischen Gymnasiums. Alle weiteren Tests waren negativ. Weil die letzten Kontakte aufgrund der Herbstferien zu lange her sind, muss nicht erneut getestet werden. Das gilt auch für einen Bergkamener Sportverein, wo ebenfalls bis auf einen Getesteten alle Tests negativ sind. Weitere Tests sind nicht nötig.

Entwarnung gibt es für die Gesamtschule in Kamen, eine Realschule in Bergkamen und mehrere Schulen und Kitas in Lünen. Alle Getesteten sind negativ.

Update vom 20. Oktober, 17 Uhr: Die 7-Tages-Inzidenz ist auch am Dienstag gestiegen und liegt nach Berechnungen der Redaktion nun bei 99,7. 53 Neuinfektionen sind gestern dazugekommen. Am zweiten Tag in Folge musste der Kreis Unna auch einen Todesfall bekannt geben. Eine 89-jährige Frau, die zuletzt in einer Pflegeeinrichtung in Unna lebte, starb am vergangenen Montag. Unna mit 118 akut Infizierten und Lünen mit 250 aktuell Erkrankten sind die derzeit am stärksten betroffenen Kommunen im Kreis. In beiden Städten sind auch Altenheime von Coronafällen betroffen. Kreisweit lagen am Dienstag 24 Corona-Patienten im Krankenhaus. Laut dem Intensivregister des Robert-Koch-Institutes müssen derzeit drei von ihnen auf der Intensivstation behandelt werden, einer davon muss invasiv beatmet werden.

Update vom 20. Oktober, 14 Uhr: Trotz der Herbstferien meldet der Kreis Unna weiterhin Coronafälle an Schulen. Neu betroffen ist eine Grundschule in Bergkamen. 19 Personen müssen nun in Quarantäne und sollen am Mittwoch auf das Virus getestet werden. Von den am Freitag gemeldeten Fällen am Gymnasium Bergkamen und in einem Sportverein liegen weiterhin keine Ergebnisse vor. In Fröndenberg warten nach einem Fall an einer Gesamtschule 90 Personen sogar bereits seit dem 12. Oktober auf Testergebnisse. Gleiches gilt für 60 Personen an der Gesamtschule Kamen, die am 14. Oktober getestet wurden. Neu ist auch ein Fall in einer Kita in Werne. 20 Personen müssen getestet werden.

In Lünen und Unna sind Altenheime betroffen. 150 Personen sind in Lünen getestet worden. Zwei Tests waren nach Angaben des Kreises positiv. In Unna gibt es seit Freitag sogar 33 Fälle. 350 Personen wurden nach dem Auftreten eines Falles getestet. Ergebnisse einer zweiten Testung stehen noch aus.

Seit Montag gilt zudem eine Maskenpflicht in einigen belebten Straßen in Lünen, Schwerte, Werne und Fröndenberg. Die Maskenpflicht hat der Kreis Unna in Absprache mit den jeweiligen Städten getroffen.

Update vom 19. Oktober, 17.48 Uhr: Auch über das Wochenende ist die Zahl der Corona-Infizierten im Kreis Unna weiter rasant angestiegen und hat die 2000er-Marke überschritten. Seit Ausbruch der Pandemie sind insgesamt 2091 Personen gemeldet worden, die sich mit dem Virus angesteckt haben. Das sind 131 Personen mehr als noch am Freitag.

Für diesen Tag kamen nach der letzten Meldung noch fünf neue Fälle hinzu. Es folgten 81 neue Fälle am Samstag, 19 Neuinfizierte am Sonntag und gestern wurden 30 neue Fälle gemeldet. Die 7-Tages-Inzidenz stieg nach Berechnungen des Kreises Unna auf 93,4.

Auch einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus gab der Kreis Unna gestern bekannt. Ein 87-jähriger Mann aus Bönen verstarb am Samstag. Damit sind nun insgesamt 45 Personen im Kreis Unna mit oder an dem Virus gestorben.

Neue Fälle wurden aus allen Kommunen des Kreises gemeldet. Für Bergkamen wurden 22 neue Fälle gemeldet. Gleichzeitig gelten zehn Erkrankte wieder als genesen, somit sind aktuell 91 infizierte Bergkamener registriert. Sechs weitere Personen aus Bönen haben sich angesteckt. 48 Bönener sind registriert, die infiziert sind.

Angepasst hat der Kreis Unna erneut auch die eigene Allgemeinverfügung. Nach der seit Samstag geltenden Coronaschutzverordnung des Landes NRW fällt der Kreis offiziell unter die „Gefährdungsstufe 2“. Einige ohnehin bereits festgelegte Beschränkungen wie die Kontaktbeschränkungen auf höchstens fünf Personen in der Öffentlichkeit sind in der Schutzverordnung enthalten. Wo der Kreis strengere Regeln erlassen hat – etwa im Hinblick auf das Verbot von Fußballspielen – ist aber weiterhin die Allgemeinverfügung des Kreises maßgeblich. 

Update vom 16. Oktober, 21.47 Uhr: Die Polizei in Unna hat sich in der Corona-Pandemie mit einem sehr persönlichen Appell an die Bevölkerung in ihrem Kreis gewandt. Die rasante Entwicklung der Infektionszahlen in ihrem Zuständigkeitsbereich sei „besorgniserregend“, twitterten die Beamten am Freitagabend. Aus diesem Grund sei nun Solidarität umso wichtiger. „Die überwältigende Mehrheit von Ihnen beweist seit Monaten große Stärke, auf die wir als Polizei sehr stolz sind - bewahren Sie diese Stärke in den nächsten Wochen!“ Nun sei Zusammenhalt gefragt - „der unsere Bergbau-Region geprägt hat“.
Der Kreis Unna gilt wie viele andere Regionen in Nordrhein-Westfalen mittlerweile als Corona-Risikogebiet. (dpa)

Corona im Kreis Unna: Kreis ist jetzt Risikogebiet - Zahlen steigen rasant

Update, 16. Oktober, 18 Uhr: Kreisweit kamen am Freitag 71 Fälle hinzu. Den stärksten Anstieg verzeichnet erneut die Stadt Lünen mit 20 Neuinfektionen, in Schwerte und Unna sind es elf, in Bergkamen neun, in Fröndenberg, Kamen, Werne und Bönen vier, in Selm drei und in Holzwickede ein weiterer Betroffener. Aufsummiert sind momentan 623 Kreisbewohner infiziert, der 7-Tage-Inzidenzwert liegt demnach knapp bei 80. NRW-weit haben sich in den vergangenen sieben Tagen 49,8 Menschen pro 100.000 Einwohner angesteckt.

Die Kreis-Gesundheitsbehörde hat in dieser Woche so viele Corona-Fälle zu verfolgen und veranlasst wie noch nie, heißt es aus Unna. Getestet wurden unter anderem fast 1000 Menschen aus Kitas, Schulen, Senioren- und Pflegeeinrichtungen und Sportvereinen. Noch liegen nicht alle Ergebnisse dieser Abstriche vor. In einem Seniorenheim in Unna gab es jedoch 33 positive Ergebnisse. Landrat Michael Makiolla bittet nun um Hilfe - und zwar bei des NRW-Landesverwaltung und der Bundeswehr.

Update, 15. Oktober, 18 Uhr: Die Zahl der akut Infizierten im Kreis steigt weiter an. Am Donnerstag kamen 52 Fälle hinzu. Darunter sind 21 Betroffene aus Lünen. Wie auch gestern handelt es sich dabei um Ansteckungen in familiärem Umfeld (verschiedene Familien), wie der Kreis berichtet. In Unna haben sich neun weitere Bewohner mit dem Virus infiziert , in Bergkamen sieben, in Schwerte vier, in Fröndenberg, Kamen und Selm jeweils drei und in Bönen und Werne jeweils eine Person.

Update vom 15. Oktober, 10.22 Uhr: Es gibt im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie einen weiteren Todesfall im Kreis Unna. Wie der Kreis am Mittwoch berichtete, starb in einer Pflegeeinrichtung in Unna eine Frau (Jahrgang 1933). Damit steigt die Zahl der Todesfälle auf 44.

Bund und Länder haben am Mittwoch stundenlang über verschärfte Maßnahmen für Risikogebiete beraten - und sind in Sachen Maskenpflicht, Sperrstunde und Kontaktbeschränkungen zu diesen Ergebnissen gekommen.

Update vom 14. Oktober, 18 Uhr: Ab Donnerstag, 15. Oktober, dürfen sich nur noch fünf Personen im öffentlichen Raum treffen, bei privaten Feiern maximal 25 Gäste. Zudem gelten eine Sperrstunde von 1 bis 6 Uhr sowie ein Alkoholverkaufsverbot in dieser Zeit. Der Ligabetrieb bei Kontaktsportarten liegt bis mindestens 25. Oktober auf Eis, das Training ist aber weiterhin erlaubt. Mit diesen Maßnahmen soll das Infektionsgeschehen gebremst werden. Am Mittwoch meldete das Gesundheitsamt 83 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Fälle im Kreis seit Ausbruch der Pandemie auf 1839, akut betroffen sind 519 Menschen.

Update vom 14. Oktober, 15.13 Uhr: Der Kreis Unna will für Reisende die Kosten für Corona-Tests übernehmen. „Gute Nachrichten für Reisewillige, die in den Herbstferien verreisen wollen und in anderen Bundesländern einen Negativ-Test vorlegen müssen“, heißt es auf der Webseite des Kreises. Und: Die Urlauber „können einen Arzt über die Kreis-Gesundheitsbehörde beauftragen lassen.“

Für die Kostenübernahme seien einige Voraussetzungen zu erfüllen. Dazu sei ein bereitgestelltes Dokument auszufüllen und an den Kreis zu senden (corona.reise@kreis-unna.de). Nur vollständig ausgefüllte Vordrucke könnten berücksichtigt werden. Im Vorfeld sollten die Reisenden mit ihrem Arzt sprechen, um einen Testtermin zu vereinbaren, heißt es.

Diese Voraussetzungen müssen laut Kreis Unna erfüllt sein:

  • Der offizielle RKI-Inzidenzwert des Kreises Unna liegt zum Zeitpunkt der Testung bei 50 oder höher.
  • Der Zielort liegt innerhalb der Bundesrepublik Deutschland.
  • Der gebuchte Urlaub liegt in den NRW-Herbstferien (12. Oktober - 23. Oktober 2020).
  • Ein negativer Test für die Beherbergung ist nach dem jeweiligen Landesrecht zwingend erforderlich.

Weiter erklärt der Kreis auf seiner Internetseite: „Liegen die genannten Voraussetzungen vor, erhält der Arzt per Fax den Auftrag zur Testung für den angegebenen Testtag. Er bekommt die Kosten erstattet, wenn der RKI-Inzidenzwert zum Zeitpunkt der Testung nicht auf unter 50 gesunken ist.“ Alles zur Kostenübernahme durch den Kreis Unna - inklusive Dokument - finden Sie hier.

In Hamm hatte es um die Kostenübernahme für Corona-Tests von Reisenden Zoff gegeben.

Corona im Kreis Unna: Neue Allgemeinverfügung zu Kontaktbeschränkungen erwartet

Update vom 14. Oktober, 12.12 Uhr: Der Kreis Unna ist im Begriff, noch heute mit einer neuen Allgemeinverfügung die Kontaktbeschränkungen zum Schutz vor der Corona-Pandemie zu verschärfen. Einige Kommunen in NRW haben diesen Schritt schon getan, so etwa die benachbarte Großstadt Hamm, weil die Zahl der Neuinfektionen nach wie vor rapide ansteigt. Der Kreis liegt mit einem Wert von 54,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen noch nicht so hoch über der Schwelle von 50, die eine Kommune zum Risikogebiet machen, in Hamm liegt die Sieben-Tage-Inzidenz aktuell bei 66,1.

Den Anstoß zu strengeren Vorgaben hat das Land mit seinem Erlass gegeben, der unter anderem Sperrstunden in der Gastronomie in Risikogebieten vorsieht. Er wird erwartet, dass der Kreis hier nachzieht. Hamm und andere Städte Region haben dies schon umgesetzt.

Nach Auskunft der Kreispressestelle liegt der Entwurf der neuen Verfügung seit Dienstagabend bei der Bezirksregierung Arnsberg zur Prüfung. Sobald die Behörde ihr Okay gibt, sollen die neuen Regeln am heutigen Mittwoch noch angeordnet und veröffentlicht werden. Mit Spannung warten die örtlichen Behörden außerdem darauf, welche Anweisungen die Corona-Konferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten wohl bis zum Abend auf den Weg bringen wird.

Corona im Kreis Unna: Inzidenz bei 54,4 - Kreis bleibt Risikogebiet

Update vom 14. Oktober, 11.32 Uhr: Der Kreis Unna bleibt Corona-Risikogebiet. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) liegt der entscheidende Inzidenz-Wert bei 54,4 (Stand: 14. Oktober, 0 Uhr). Am Vortag lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen laut RKI noch bei 61,5. Die strengen Corona-Regeln bleiben jedoch vorerst weiter gültig. Der Kreis Unna ist keine Ausnahme. Immer mehr Städte und Kreise in NRW werden zu Risikogebieten.

Update, 13. Oktober, 17 Uhr: Die Corona-Pandemie hat ein weiteres Todesopfer im Kreis Unna gefordert. Eine Frau, Jahrgang 1933, erlag ihrer Covid-19-Erkrankung. Sie lebte in einer Senioreneinrichtung in Unna, wie der Kreis jetzt mitteilt. Damit steigt die Zahl der im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorbenen Menschen im Kreis auf 43. Außerdem meldete das Gesundheitsamt 28 neue Fälle, elf davon betreffen Lünen, in Schwerte und Selm wurden jeweils vier Neuinfizierte registriert, in Bergkamen drei und in Kamen und Unna jeweils zwei Fälle. In Werne und Bönen hat sich jeweils eine Person mit dem Virus angesteckt. In den Krankenhäusern im Kreis werden momentan 21 Menschen mit Covid-19 behandelt, zwei mehr als noch am Vortag.

Corona im Kreis Unna: Zahlen übersteigen weiterhin kritischen Wert

Update, 13. Oktober, 8.01 Uhr: Im Kreis Unna liegt die Sieben-Tage-Inzidenz nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bei 61,5 (Stand 13. Oktober, 0 Uhr). Damit ist der Kreis weiterhin deutlich über dem kritischen Wert von 50. Er bleibt Corona-Risikogebiet.

Update, 12. Oktober, 18.30 Uhr: Die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten ist im Kreis am Wochenende um 119 gestiegen. Damit bleibt die 7-Tage-Inzidenz weiter über dem kritischen Wert von 50 - und der Kreis ein Risikogebiet. Am Montagabend lagen 19 Covid-19-Patienten im Krankenhaus, das sind sieben mehr als noch am Freitag. Nach dem Zahlen-Update am Freitag kamen für diesen Tag noch jeweils weitere drei Fälle in Holzwickede, Lünen und Schwerte sowie jeweils zwei Fälle in Kamen und Unna hinzu. Für Selm ist ein Fall nachzumelden. 21 Fälle wurden am Samstag in Unna, 13 in Lünen, jeweils zehn in Bergkamen und Selm, sechs in Bönen, drei in Kamen und zwei in Schwerte bekannt. Am Sonntag kamen dann noch jeweils vier Fälle in Bergkamen und Lünen sowie je eine Infektionsmeldung aus Kamen, Holzwickede und Schwerte hinzu. Und auch am Montag stieg die Zahl der Betroffenen weiter: in Lünen um elf Neuinfizierte, in Bergkamen umd acht, in Unna um drei, in Fröndenberg um zwei und in Bönen, Kamen, Schwerte, Selm und Werne jeweils um eine erkrankte Person. Insgesamt sind aktuell 460 Menschen im Kreis aktut infiziert. 

Update, 12. Oktober, 9.33 Uhr: Der Kreis Unna gilt als Risikogebiet. Und die Corona-Lage verschärft sich weiter. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat für den Kreis eine 7-Tage-Inzidenz von 58,2 ermittelt (Stand: Montag, 0 Uhr). Der Wert liegt damit um etwa vier Punkte höher als zum Vortageszeitpunkt.

Update, 11. Oktober, 17.50 Uhr: Die Einstufung des Kreises Unna als Risikogebiet sorgt speziell bei Urlaubern für Verunsicherung. Seit 0 Uhr am Sonntag meldet das RKI eine Sieben-Tage-Inzidenz von 54,3. Damit gelten für Urlauber endgültig die Beherbergungsauflagen. Reisende aus Risikogebiet benötigen zumeist einen Nachweis, dass sie nicht infiziert sind. Der Test darf nicht älter als 48 Stunden sein.

Das hat unzählige Urlaubspläne mit der Bekanntgabe zum Wochenende und gleichzeitigen Ferienstart durchkreuzt. Solch ein Test ist ohne Symptome kaum zu bekommen, schnelle Ergebnisse ebenso wenig. Arztpraxen wurden mit Anfragen von Menschen auf gepackten Koffern überrannt. Landrat Michael Makiolla hat den Menschen im Kreis empfohlen, in den kommenden zwei Wochen auf Reisen zu verzichten.

Update, 11. Oktober, 8.35 Uhr: Die entscheidende Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen liegt im Kreis Unna weiter über der kritischen Marke von 50. Am Sonntag betrug sie nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bei 54,2.

Update, 10. Oktober, 14.24 Uhr: Der Kreis Unna hat nach eigenen Berechnungen die 7-Tages-Inzidenzzahl von 50 Fällen auf 100.000 Einwohner überschritten. Nach Coronaschutzverordnung NRW müssen weitere konkrete Schutzmaßnahmen getroffen werden – und genau das tut der Kreis Unna. Er hat eine Allgemeinverfügung (alle Details im Wortlaut) erlassen und sie am Samstag um 13 Uhr auf der Internetseite des Kreises Unna veröffentlicht. Sie tritt von Samstag- auf Sonntagnacht um 0 Uhr in Kraft und gilt bis einschließlich 25. Oktober.

Landrat Michael Makiolla sprach über fünf Schwerpunkte der Corona-Maßnahmen im Kreis Unna: Schulen und Kitas, Pflegeeinrichtungen, Kontaktsport, private Feiern und größere Personenansammlungen. Die zentralen neuen Regeln der Allgemeinverfügung im Kreis Unna lauten:

  • Alle Feiern im öffentlichen Raum (z.B. in Gaststätten und Hotels) mit mehr als 25 Teilnehmern sollen nicht mehr gestattet werden. Dies betrifft nicht die Veranstaltungen an diesem Wochenende (10./11. Oktober), die bereits genehmigt worden sind. Für den Fall, dass eine Feier stattfindet, obwohl der Genehmigungsantrag nicht, nicht rechtzeitig oder nicht vollständig vorgelegt wurde, ist eine Geldbuße von 2.500 Euro fällig.
  • In Kontaktsportarten sind sämtliche Veranstaltungen sowie der komplette Spiel- und Trainingsbetrieb untersagt.

Corona im Kreis Unna: Absagen von Fußball- und Handballspielen

Update, 9. Oktober, 21.16 Uhr: Am Sonntag ruht im Fußballkreis Unna-Hamm im Senioren- und Jugendbereich von der Kreisliga A bis zur Kreisliga D komplett der Spielbetrieb. Das entschied der FLVW-Kreis am Freitagabend und reagierte damit auf eine Entwicklung im Kreis Unna. Auch der Handballkreis Hellweg hat seinen Spielbetrieb mit sofortiger Wirkung eingestellt.

Update, 9. Oktober, 17.30 Uhr: Der Kreis Unna hat nun die verschärften Maßnahmen gegen das Coronavirus bekannt gegeben, die ab Sonntag, 0 Uhr, in Kraft treten sollen:

  • An Festen im öffentlichen Bereich dürfen wir nur noch 25 Personen teilnehmen.
  • Es wird dringend empfohlen, Veranstaltungen auch im privaten Rahmen nur noch mit maximal 25 Personen durchzuführen.
  • Sämtlicher Spiel- und Trainingsbetrieb in Kontaktsportarten wird ab Sonntag untersagt.

Corona-Zahlen im Kreis Unna steigen dramatisch - diese Regeln gegen das Virus gibt es jetzt

Veranstaltungen, die für dieses Wochenende bereits genehmigt worden sind, sollen stattfinden können. Gleiches gilt für Kulturveranstaltungen mit einem vorliegen Hygienekonzept.

Offiziell gillt der Kreis noch nicht als Risikogebiet. Das wird erst geschehen, wenn auch das Robert-Koch-Institut für den Kreis Unna eine 7-Tages-Inzidenz von über 50 feststellt. Wegen verzögerter Datenübermittlung weist das RKI derzeit aber nur einen Wert von 45,6 auf. Das könnte sich allerdings bereits am Samstag ändern.

Update, 9, Oktober, 16.30 Uhr: Auch am Freitag ist der 7-Tages-Inzidenzwert im Kreis Unna gestiegen. Nach Berechnungen des Kreises lag der bei 53,18. Insgesamt wurden am Freitag 24 neue Fälle gemeldet. Hinzu kommen 15 weitere Neuinfektionen, die für Donnerstag nachgemeldet wurden. Insgesamt gibt es 39 neue akute Infektionen. Aus Bönen wurde ein weiterer Fall gemeldet. Somit sind derzeit 25 Personen aus der Gemeinde registriert, die das Virus in sich tragen. In Bergkamen gab es fünf Neuinfektionen.

Update, 9. Oktober, 16 Uhr: Der Kreis Unna berechnet die 7-Tage-Inzidenz mit dem Wert 53. Das bedeutet, der Kreis Unna wird zum Risikogebiet in Sachen Coronavirus. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte sich heute mit den Oberbürgermeistern der größten Städte Deutschlands beraten, was nach Überschreiten des kritischen Werts folgen müsse. Vier Punkte stellte sie heraus: konsequentes Tragen von Mund-Nasen-Schutz im öffentlichen Raum, Kontaktbeschränkung im öffentlichen Raum, Sperrstunde bzw. Alkoholverbot in der Gastronomie sowie das Reduzieren der Teilnehmerzahl der Feiern. Welche Konsequenzen der Kreis Unna zieht, darüber will die Kreisverwaltung am Freitagabend informieren.

Update, 9. Oktober, 10 Uhr: Am Donnerstag wurde im Kreis Unna die kritische Marke von 50 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner in den letzten sieben Tagen überschritten. Welche konkreten Folgen das haben wird, ist auch am Freitagmorgen noch unklar. Die Verantwortlichen des Kreises werden am Freitag auf verschiedenen Ebenen über mögliche Maßnahmen sprechen. Geplant sind Gespräche mit der Bezirksregierung und den zuständigen Ministerien. Für den Nachmittag ist dann eine Sitzung des Krisenstabes des Kreises angesetzt. Danach soll es eine Pressekonferenz geben. Erst am Mittwoch hatte der Kreis eine neue Allgemeinverfügung erlassen, weil die 7-Tage-Inzidenz über 35 gelegen hatte. Nun ist man einer Verschärfung der Schutzmaßnahmen zu rechnen.

Über die Entwicklung des Coronavirus in NRW berichten wir hier in einem weiteren Live-Ticker.

Update, 8. Oktober: 17.49 Uhr: Die Sieben-Tages-Inzidenz auf 100 000 Einwohner im Kreis Unna ist nach Berechnungen des Kreises am Donnerstag auf über 50 angewachsen. Damit seien aus Sicht der Behörde weitere Schutzmaßnahmen angezeigt, heißt es. Die entsprechenden Vorbereitungen und notwendigen Abstimmungsprozesse seien angelaufen. Der konkrete Inzidenzwert dürfte nun bei 51,6 liegen.

Der Gesundheitsbehörde sind seit der jüngsten Erhebung am Mittwochnachmittag bis Donnerstag, 15 Uhr, 65 neue Corona-Fälle gemeldet worden, davon neun in Bergkamen und sieben in Bönen. Spitzenreiter war Unna mit 18 Neuinfektionen vor Lünen mit 15. Zwei Personen mehr als am Mittwoch gelten als wieder genesen. Damit steigt die Zahl der aktuell infizierten Personen in den zehn Kreis-Kommunen um 62 auf 328. Auch die Corona-Zahlen in der benachbarten Großstadt Dortmund steigen nach einer riesigen Hochzeit.

Corona im Kreis Unna: 28 neue Fälle - 7-Tage-Inzidenz weiter über kritischem Wert

Neu hinzugekommen in Bergkamen sind zwei Corona-Fälle an der Gesamtschule. Zum vierten Mal finden dort nun Testungen statt. Diesmal sind rund 75 Personen betroffen. Die Ergebnisse der Tests einer Fußballmannschaft aus Bergkamen stehen den Angaben nach noch aus. Dafür ist ein C-Jugendlicher vom SuS Rünthe positiv getestet worden.

Coronavirus im Kreis Unna: Übersicht der Fallzahlen aller Kommunen

In Bönen hatte es Fälle an der Realschule und einer Grundschule gegeben. Die Tests haben stattgefunden, Ergebnisse liegen nach Angaben des Kreises noch nicht vor. Neu hinzugekommen ist ein Fall am Marie-Curie-Gymnasium. Es handelt sich um ein Kind aus dem siebten Jahrgang. Alle Siebtklässler sind am Donnerstag bereits vorzeitig nach Hause geschickt worden, um sich in Quarantäne zu begeben. Sie sollen bereits am Freitagmorgen getestet werden. Auch mehrere Lehrer müssen in Quarantäne. Insgesamt sollen rund 100 Personen getestet werden. In Unna hat es einen Fall in einem Pflegeheim gegeben. Die Tests von rund 75 Personen haben bereits begonnen.

Die Entwicklung sei sehr schnell gewesen, sagte ein Sprecher. Erst am Dienstag hatte man den Warnwert von 35 bei der sogenannten 7-Tages-Inzidenz überschritten und erste Maßnahmen verhängt. Nun berate der Krisenstab mit der Bezirksregierung über weitere Schritte. „Wir können den Anstieg nicht auf ein einzelnes Superspreader-Event zurückführen“, sagte der Sprecher. Vielmehr verteilten sich die gemeldeten neuen Fälle gleichmäßig auf alle Städte im Kreis. Es gebe Infektionen und Verdachtsfälle an mehreren Schulen, Kitas und in Fußballmannschaften.

Coronavirus im Kreis Unna: Fallzahlen steigen aktuell deutlich an

Update, 7. Oktober, 17 Uhr: Auch am Mittwoch lag die offiziell durch das Robert-Koch-Institut veröffentlichte 7-Tage-Inzidenz für den Kreis Unna deutlich unter den tatsächlichen Werten. Während das RKI einen Wert von 27,9 meldete, lag die Inzidenz nach den neuen Fallzahlen vom Mittwoch bei 41. Grund für die großen Unterschiede soll ein Übertragungsfehler sein.

25 Neuinfektionen meldete der Kreis Unna am Mittwoch, neun Personen gelten wieder als gesund. Damit stieg die Zahl der aktuell infizierten Personen um 16 auf 266. In Bergkamen gibt es zwei neue Fälle. Gleichzeitig gelten drei Bergkamener wieder als gesund. Somit ist das Virus derzeit bei 47 Personen in der Stadt nachgewiesen. Entwarnung gibt es für eine Fußballmannschaft aus Bergkamen. Alle 20 getesteten Personen sind negativ. Ergebnisse aus einer weiteren Fußballmannschaft liegen noch nicht vor. Zwei neue Fälle gibt es auch in Bönen. Ergebnisse der Tests von Schülern der Humboldt-Realschule und der Hellwegschule stehen noch aus.

Ein weiterer Fall wurde für die Gesamtschule Kamen gemeldet. Für 130 Personen wurden Quarantäne und Tests angeordnet. Schlechte Nachrichten gibt es auch aus Unna. Dort ist eine Infektion in einem Pflegeheim aufgetreten. 75 Personen sind von Quarantänemaßnahmen betroffen.

Update, 7. Oktober, 15 Uhr: Nach der Ankündigung neuer Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus hat der Kreis Unna nun die Allgemeinverfügung veröffentlicht. Am Donnerstag um 0 Uhr werden die neuen Regeln in Kraft treten: Es dürfen nicht mehr als 50 Teilnehmer an privaten Feiern im öffentlichen Raum teilnehmen. In Kontaktsportarten wie Fußball gilt ein Turnierverbot. Den Schulen wird empfohlen, wieder eine Maskenpflicht im Unterricht einzuführen und Unterricht nur im Klassenverbund zu erteilen. In Kitas soll es nur noch feste Gruppen geben. Die Empfehlungen gelten auch für Betreuungsangebote in der Herbstferien. Die Regeln sollen vorerst bis zum 25. Oktober gelten.

Landrat Michael Makiolla appelliert in einer Videobotschaft an die Bürger: „Halten Sie Abstand, tragen Sie die Maske. Ich appelliere an Sie, den Kampf gegen das Virus als einen gemeinsamen Kampf von uns allen zu verstehen, den wir nur mit vereinten Kräften gewinnen werden.“

Update, 6. Oktober, 17.30 Uhr: Am Dienstag sind im Kreisgebiet 31 neue Coronafälle hinzugekommen, fünf Personen sind wieder gesund. 250 Personen und damit 26 mehr als am Montag gelten als akut infiziert. Für Bönen wurden drei Neuinfektionen gemeldet. In Bergkamen kamen vier Infektionen hinzu.

Während sich gestern rund 100 Schüler der Bönener Humboldt-Realschule und 24 der Hellweg-Grundschule sowie deren pädagogischen Kräfte in der Kreissporthalle in Unna-Königsborn auf das Corona-Virus testen ließen, nachdem in verschiedenen Klassen der beiden Bönener Schulen Schüler infiziert haben, sind jetzt auch wieder Schüler der Gesamtschule Kamen in Quarantäne. Dort hat sich ein Schüler der Qualifizierungsphase 2 (Q2), also des 13. Jahrganges mit dem Virus angesteckt. Der gesamte Jahrgang sowie die Q1 bleiben noch heute vom Präsenzunterricht fern und werden zu Hause online beschult. Die getesteten Bönener Real- und Grundschüler bleiben zur Vorsicht bis einschließlich 14. Oktober in Quarantäne. Wann die Ergebnisse ihrer Abstriche vorliegen, ist noch unklar. Das Gesundheitsamt rechnet mit einem Tag bis zu drei Tage. 

Update, 6. Oktober, 15.45 Uhr: Der Kreis Unna hat jetzt bekannt gegeben, mit welchen Maßnahmen auf die steigenden Zahlen der Infektionen mit dem Coronavirus im Kreis reagiert werden soll. Die 7-Tages-Inzidenz hat den kritischen Wert von 35 überschritten. Daher soll nun die Obergrenze von Veranstaltungsteilnehmern von 150 auf maximal 50 Personen reduziert werden. Feiern in Privatwohnungen sind hiervon ausgenommen. Zudem empfiehlt der Kreis, an allen weiterführenden Schulen die Maskenpflicht im Unterricht wieder einzuführen. Schüler sollen nur noch im Klassenverbund unterrichtet werden. Auch Kinder in Kitas sollen in festen Gruppen betreut werden.

Sportveranstaltungen sind ebenfalls von den geplanten Regeln betroffen. Turniere mit mehr als zwei Mannschaften sollen untersagt werden. Wann genau die neuen Bestimmungen in Kraft treten sollen, steht noch nicht fest. Der Kreis muss zunächst die Zustimmung von Bezirksregierung und Gesundheitsministerium einholen.

Update, 6. Oktober, 12.30 Uhr: In den vergangenen sieben Tagen gab es im Kreis Unna 36,48 Neuinfektionen mit dem Coronavirus auf 100.000 Einwohner (Stand 6. Oktober, 12 Uhr). Der Kreis hat damit die 7-Tages-Inzidenzzahl von 35 überschritten. Nach Coronaschutzverordnung NRW müssen nun weitere konkrete Schutzmaßnahmen umgesetzt werden. Diese haben die Verantwortlichen beim Kreis inzwischen vorbereitet und zur Abstimmung an die Bezirksregierung Arnsberg geschickt. Über die Inhalte will der Kreis im Laufe des Dienstages informieren.

Update, 5. Oktober, 17 Uhr: Die Corona-Fallzahlen im Kreis Unna steigen weiterhin deutlich an. Über das Wochenende sind 52 Infektionen hinzugekommen, sieben Covid-19-Patienten müssen derzeit im Krankenhaus behandelt werden. Als akut erkrankt gelten 224 Personen. Sechs neue Fälle gibt es in Bönen, darunter sind zwei Schüler der Humboldt-Realschule und eine Schülerin der Hellweg-Grundschule. Besonders betroffen sind zudem Selm und Lünen, wo jeweils 15 neue Fälle gemeldet wurden. In Bergkamen waren zwar alle noch ausstehende Ergebnisse der Tests an der Willy-Brandt-Gesamtschule negativ. Dafür gibt es nun aber jeweils einen Fall in zwei Bergkamener Fußballmannschaften. Ein Infizierter ist Teil der ersten Herren-Mannschaft des VfK Weddinghofen. Das für den vergangenen Sonntag geplante Kreisligaduell gegen die SpVg Bönen wurde deshalb abgesagt. In Kamen wurden fünf Neuinfektionen registriert. Immerhin sind die Tests an der Kamener Gesamtschule alle negativ ausgefallen.

Trotz der am Montag zehn gemeldeten Personen, die wieder als gesund gelten, nähert sich die 7-Tage-Inzidenz immer mehr dem kritischen Bereich. Am Montag lag der Wert bereits vor der Veröffentlichung der neuesten Zahlen bei 27,1 je 100 000 Einwohner. Ab einem Wert von 35 sollen für private Feiern und Großveranstaltungen verschärfte Regelungen gelten. 

Coronavirus im Kreis Unna: Neue Fälle in Bergkamen

Update, 2. Oktober, 15 Uhr: 31 neue Corona-Infektionen hat der Kreis Unna am Freitag gemeldet. So viele Neuinfektionen an einem Tag hat es in den vergangenen Monaten nur selten gegeben. Im März zu Beginn der Pandemie waren mit 35 Neuinfektionen der bisher höchste Wert gemeldet worden. Sechs Personen gelten wieder als gesund, sodass nun 182 Personen im Kreis bekannt sind, die das Virus in sich tragen.

In Bergkamen kamen acht Corona-Fälle hinzu. Dort sind auch zweite weitere Schüler der Willy-Brandt-Gesamtschule positiv getestet worden. Es handelt sich um Schüler, die im Rahmen der zweiten Testreihe an der Schule getestet wurden. Sie befanden sich bereits in Quarantäne. Alle anderen Ergebnisse der zweiten Testreihe sind negativ. Von den 170 am Donnerstag an der Schule durchgeführten Tests gibt es noch keine Resultate.

Einen Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht gibt es jetzt aufgrund der Corona-Infektionen am Städtischen Gymnasium.

Neuinfektionen wurden am Freitag auch für Bönen (3), Fröndenberg (2), Lünen (6), Selm (3), Unna (5), Werne (2), Schwerte und Kamen (jeweils 1). Noch keine Ergebnisse gibt es von den Tests an der Kamener Gesamtschule, der Gesamtschule Schwerte und einer Grundschule in Kamen. Die Spieler einer Fußballmannschaft aus Lünen sind alle negativ getestet worden.

Update, 2. Oktober, 10.49 Uhr: Fast wie im Lockdown zu Pandemie-Beginn: Nach Auftreten von mehreren Corona-Fällen an der Willy-Brandt-Gesamtschule werden dort ab dem kommenden Dienstag rund 700 der 1100 Schüler ausschließlich digital unterrichtet. Nahezu die Hälfte der 108 Lehrerinnen und Lehrer arbeiten von zu Hause, weil sie zu einer Risikogruppe gehören oder in Quarantäne mussten.

Coronavirus im Kreis Unna: Tests an Schulen in Kamen und Bergkamen

Update, 1. Oktober, 17.30 Uhr: Die Zahl der Corona-Fälle im Kreis Unna steigt weiter an. Am Donnerstag kamen 23 neue Fälle hinzu. Vier Personen mehr als am Mittwoch galten wieder als genesen, darunter eine Person aus Bönen. Die Zahl der aktuell Infizierten im Kreisgebiet stieg um 19 auf 157. Besonders betroffen ist Bergkamen, wo es derzeit 42 bekannte Infektionen gibt, sieben mehr als am Mittwoch. Von der zweiten Testreihe an der dortigen Gesamtschule liegen noch nicht alle Ergebnisse vor. Gestern fanden zudem weitere Tests statt. Die Mehrheit der Schüler der Schule werden bald wieder digital unterrichtet. 

Auf Ergebnisse wartet der Kreis auch noch von den am Dienstag durchgeführten Tests an der Gesamtschule in Kamen. Auch weitere Schulen im Kreis sind von Corona-Infektionen betroffen: An der Gesamtschule Schwerte mit zwei Fällen, das Hansa-Berufskolleg in Unna mit drei Infektionen, sowie je ein Fall an einer Grundschule und einer Gesamtschule in Unna. In Fröndenberg wurden 45 Personen einer Kita getestet. Darunter sind zwei positive Ergebnisse. Nun ist für Montag, 5. Oktober, eine zweite Testreihe geplant.

Unsere bisherige Berichterstattung zu den Auswirkungen des Coronavirus im Kreis Unna lesen Sie hier.

Rubriklistenbild: © Bernd Thissen/dpa

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