Kein Ansturm am Montagmorgen

Corona-Virus: Strikte Maßnahmen in Rünther Geschäften nach Wiederöffnung

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Filialleiterin Mireell Gabriel und Auszubildende Diana Saado von Jeans Fritz in Rünthe tragen zur Sicherheit einen Mundschutz.

Rünthe – Sehr ruhig war es in den vergangenen Wochen im Möbelgeschäft Poco und in den Geschäften an der Bumannsburg in Rünthe. Aufgrund der Verordnungen bezüglich des Coronavirus mussten die Geschäfte geschlossen bleiben. Lediglich in den Supermärkten in Rünthe herrschte buntes Treiben. Seit gestern dürfen alle Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von weniger als 800 Quadratmetern wieder öffnen, sofern Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. Auch Möbelhäuser dürfen wieder Kunden empfangen. Doch obwohl wieder ein Stück Normalität ins Alltagsleben rückt, scheinen die meisten die Wiedereröffnungen mit Vorsicht zu genießen. Vor und in den Läden in Rünthe war es am Montagmorgen relativ ruhig, von einem Ansturm nichts zu sehen.

Eine Schlange kam zum Beispiel am Möbelgeschäft Poco am Morgen nicht zustande, die Kunden kamen relativ zügig ins Geschäft. Ein Absperrband sorgte dafür, dass sich bei einer größeren Ansammlung alle in einer Reihe aufstellten. Mitarbeiter regelten den Einlass. Wer das Möbelgeschäft betritt, bekommt nun eine Zutrittskarte mit einer Nummer. „Die müssen Sie am Ausgang wieder abgeben“, sagte ein Mitarbeiter zu einem Kunden.

Im Markt selbst roch es nach Desinfektionsmitteln, die Mitarbeiter liefen mit Handschuhen und Mundschutz herum. „Bitte achten Sie auf ausreichend Abstand zu ihren Mitmenschen“, hieß es auf einem Schild in der Nähe des Eingangsbereiches. Durchsichtige Trennwände an allen Beratungstischen sollen Mitarbeiter und Kunden voreinander schützen, und auch an den Kassen sind sowohl die Kassierer als auch die Kunden dank Acrylglas vor dem jeweils anderen geschützt.

Knapp zwei Kilometer weiter war es in den Läden an der Bumannsburg neben Kaufland ebenfalls relativ ruhig. Schlangen bildeten sich dort am Montagmorgen nicht. In allen Läden gelten jetzt bestimmte Abstands- und Hygieneregeln, etwa im Modegeschäft Jeans-Fritz. Den Laden darf ein Kunde nur betreten, wenn er eine der am Eingang hängenden Einkaufstaschen zum Stöbern verwendet. „Es dürfen sich nur 13 Personen im Geschäft aufhalten“, sagte Filialleiterin Mireell Gabriel. Sowohl sie als auch ihre Auszubildende Diana Saado trugen gestern Mundschutz. „Viele Kunden kommen mit Mundschutz oder Handschuhen rein“, berichtete Gabriel von denjenigen, die am Montagmorgen bereits ihren Weg in den Modeladen gefunden hatten.

Gideon Beier, Auszubildender bei Deichmann in Rünthe, desinfiziert die Chips, welche die Kunden am Eingang bekommen.

Auch in der Rünther Kik-Filiale müssen sich Kunden am Eingang einen Einkaufskorb nehmen, um den Laden betreten zu dürfen. Dort findet der Kunde neben einem Schild mit Hygieneregeln zudem Desinfektionsmittel. Und dieses Bild bietet sich ebenfalls im Textildiscounter Takko. Kunden können sich vor und nach ihrem Einkauf die Hände desinfizieren. Auch im Schuhgeschäft Deichmann stöberten bereits die ersten Kunden. „Sie müssen sich bitte einen Chip nehmen“,bat der Auszubildende Gideon Beier eine Kundin, während er die Chips desinfiziert. „Zugang nur mit Chip“, heißt es auf einem Schild am Eingang. So können die Mitarbeiter den Überblick über die Anzahl der Kunden behalten. Die Chips liegen am Eingang des Schuhgeschäfts für die Kunden bereit. Mithilfe von Schildern und Klebefolie auf dem Boden wird der Kunde auch dort an den notwendigen Abstand erinnert.

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